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Ausstellung : "Jadezeit - Kupferzeit. Deutsch-Französische Beziehungen vor 6000 Jahren"

Institut français Mainz

  • Von 8.12.2011 bis 29.02.2012

Vom 08.12.2011 bis 27.02.2012 im Institut français Mainz

Öffnungszeiten: Mo-Do 9.30 - 18:30 Uhr, Fr 9.30 - 12.30 Uhr

Vernissage: 08.12.2011, 18.30 Uhr

Eintritt frei

Einladung Jadezeit

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Die Jungsteinzeit (oder Neolithikum, in Mitteleuropa 5600 - 2200 v.Chr.) bedeutete einen großen Sprung in der Menschheitsgeschichte: zum ersten Mal werden Menschen sesshaft und betreiben Landwirtschaft. Eine stabilere Versorgung an Lebensmitteln führt zu einem starken Bevölkerungswachstum; bald bilden sich wirtschaftlich und politisch komplexe Gemeinschaften. Der Getreideanbau, der sich zunächst auf den "fruchtbaren Halbmond" (der Bereich des Oberen Zweistromlandes und der südlichen Levante) konzentriert, breitet sich bald in ganz Europa aus. Um 5700 v. Chr. kommen im Bereich westlich der Donau einheimische Sammler und Jäger mit den weiter südlich siedelnden Bauern in Kontakt und übernehmen die neue Wirtschaftsform. Diese Gruppen bilden den Kern der ersten jungsteinzeitlichen Kultur Mitteleuropas, der so genannten Bandkeramischen Kultur, die in ihrer Spätphase vom Pariser Becken bis in die Ukraine verbreitet ist.

Die Kupferzeit (in Mitteleuropa 4500-2200 v.Chr.) markiert jene Phase, in der Metall (Kupfer) zu Schmuck verarbeitet wurde. Die Verwendung des Kupfers als Werkstoff und Rohmaterial ist allerdungs zunächst auf Osteuropa und das östliche Mitteleuropa beschränkt. Im Westen wird Jade als Rohmaterial für prunkvolle Beile und andere Gegenstände genutzt, die bis nach Mitteleuropa gehandelt werden. Im Rhein-Main-Gebiet treffen sich die Verbreitungsgebiete von Kupfer- und Jadeobjekten. An dieser Schwelle zwischen dem heutigen Frankreich und Deutschland entstehen große und mächtige Siedlungen entlang der Flussläufe entlang des Mains und des Rheins.

In der Ausstellung werden die vielfältigen kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Mittel- und Westeuropa während der Jungsteinzeit dargestellt. Grundlage hierfür ist ein deutsch-französisches Forschungsprojekt mit aktuellen Ausgrabungen im Rhein-Main-Gebiet.

Am 8. Dezember wird die Ausstellung durch eine Vernissage mit einem Vortrag von apl Prof. Dr. Gronenborn des Römisch-Germanischen Zentralmuseums und der JGU Mainz eröffnet.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Programms "Mainz Stadt der Wissenschaft 2011" und in Zusammenarbeit mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum statt.

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