BILDENDE KUNST
5. Monat der Fotografie

Institut français Berlin, Kurfürstendamm 211

  • Von 20.10.2012 bis 13.01.2013

Stéphane Couturier – Archéologie Urbaine

Seit 1994 stellt Stéphane Couturier eine Reihe von Werken aus, die als Wegbereiter für seine Arbeit mit dem Titel „Städtische Archäologie“ gelten. Er fotografiert die Stadt als einen lebendigen, facettenreichen Organismus fern jeder Poetik, Nostalgie oder Fremdartigkeit. Seine mit einer Balgenkamera fotografierten Werke sind eine Aneinanderreihung mehrerer Schichten, die jegliche Perspektive und Tiefenschärfe auflösen. Diese Frontalität wird von einer strengen Orthogonalität der Bildeinstellungen begleitet und verleiht den Kunstobjekten eine erstaunliche Plastizität. Er dokumentiert und informiert durch die Aufzählung und präzise Benennung der dargestellten Standorte und zugleich vervielfacht er in die Codes und Zeichen, die sich in einer begreifenden Logik der Kunstgeschichte entfalten. Die einzelnen Schichten verschmelzen miteinander und provozieren eine makellose Glätte, welche die Elemente der Fotografie de facto vollständig enthierarchisiert. Es gibt weder einen Vorder- oder Hintergrund, noch ein wesentliches Hauptthema, sondern ein räumlich und zeitlich offenes Stimmungsbild der Standorte, die eine ins vergessene geratene Vergangenheit, eine turbulente Gegenwart und eine sich herausbildende Zukunft miteinander kombinieren.

Eine Ausstellung im Rahmen des 5. Monats der Fotografie Berlin in Kooperation mit Galerie Kornfeld

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