zum Thema
„Diversität als Herausforderung und Chance für die Hochschulen“
fand am 1. Juni 2012 in der Humboldt-Universität Berlin statt
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Robert Valentin, Stellv. Kulturrat
Die diesjährige Teilnahme von 120 hochkarätige Vertretern deutscher und französischer Hochschulen und Institutionen (Universitäten, Grandes Ecoles - frz. Elitehochschulen, Fachhochschulen sowie Institutionen wie das MESR
, CPU
, CGE
und HRK
) zeugten von dem großen Interesse an dieser Fragestellung auf beiden Seiten des Rheins. Das Expertentreffen, das jährlich vom Hochschulbüro der französischen Botschaft sowie den fünf Hochschulattachés
organisiert wird, konnte hierbei auch aufzeigen, wie unterschiedlich die Herangehensweisen an dieses Thema in beiden Ländern sind.
Otto Iancu, Präsident der DFH
Markus Ingenlath, Generalsekretär des DFJW
Im Rahmen der Veranstaltung, die von Prof. Dr. Michael Kämper-van den Boogaart, Vizepräsident der Humboldt-Universität Berlin eröffnet wurde, konnten die zahlreichen existierenden Initiativen in beiden Ländern erörtert werden.
Einige dieser Initiativen (wie der Verein Une grande école : pourquoi pas moi ?
der ESSEC, der Verein Paris-Montagne
, oder das Projekt MigraMentor
in Berlin) zielen darauf ab, Kinder aus bildungsfernen Milieus zu unterstützen und dabei etwaige psychologische Hindernisse bei der Aufnahme eines ehrgeizigen Studienprojektes zu überwinden.
Das 6. Expertentreffen zur Hochschulpolitik am 1. Juni 2012 in Berlin
In beiden Ländern ist man sich dessen bewusst, dass die gesellschaftliche Herkunft dabei eine entscheidende Rolle spielt und dass Lösungsansätze grundsätzlich bereits in der Schule beginnen sollten. In Frankreich stehen dabei eher „Chancengleichheit“ und „soziale Gerechtigkeit“ im Vordergrund, während deutsche Hochschulen in erster Linie die große Bedeutung von „Diversität der Kompetenzen“ betonen.
Im Bereich der Gleichberechtigung von Mann und Frau, dessen Problemstellungen in Deutschland präsenter zu sein scheinen, wurden unterschiedliche Initiativen (wie « Komm mach MINT »
, vom BMBF
oder Frauenstudiengänge) ins Leben gerufen, die nicht immer zu greifbaren Ergebnissen führen, denn noch immer sind einzelne Studienbereiche weitgehend von männlichen Studenten dominiert.
Podiumsdiskussion 3
Die dritte Podiumsdiskussion war der Fragestellung gewidmet, wie Lehrmethoden an ein neues Publikum angepasst werden können. Schwerpunkt waren dabei weniger die kognitive Entwicklung der Studierenden (Besonderheiten der « Generation Y ») als der mögliche Vorteil neuer Technologien, die neue (Aus-)bildungsformen und individuelle Anpassung an das Publikum ermöglichen. Die Teilnehmer dieser Diskussionsrunde erwähnten die Ziele und Bedingungen der Entwicklung von einem Bildungswesen, das auf Massen ausgerichtet war, hin zu einem individuell ausgerichteten Bildungswesen. Die Power Point-Präsentation 1 dieser Podiumsdiskussion herunterladen 1
. Die Power Point-Präsentation 3 dieser Podiumsdiskussion herunterladen
.
Das 6. Expertentreffen zur Hochschulpolitik am 1. Juni 2012 in Berlin
Die Diskussionen zwischen den französischen und deutschen Teilnehmern stellten heraus, dass die Ausgangsproblematiken zwar ähnlich sind, die Lösungsansätze jedoch ziemlich unterschiedlich ausfallen, hauptsächlich aufgrund der unterschiedlichen Hochschulsysteme. Der große Erfolg dieses Expertentreffens und die Zufriedenheit der Teilnehmer zeigten, dass dieses Thema in beiden Ländern eine hohe Priorität darstellt. Dabei wurde auch die große Bedeutung der deutsch-französischen Hochschulkooperation in diesem Bereich herausgestellt.


