Institut français, Kreuzstraße 6, 01067 Dresden
- Von 10.05.2012 bis 19.07.2012
Emmanuel Bornstein, der viele Inspirationen aus der deutschen Mythologie und Geschichte zieht, ist einer der bedeutendsten Vertreter der neuen französischen Figürlichkeit. Als Meister des Grotesken kreiert er wie in einer rituellen Szene Totentänze, in denen sich Menschen, Pferde, Esel oder auch Bären in Uniform begegnen, von Bäumen eingeschlossen, die ebenso viel verdecken wie sie aufdecken. Ähnlich wie Goya und Otto Dix versteht er es, der Stille der Leinwand die Schreie einer entmenschlichten, unter Gewalt leidenden Menschheit zu entlocken und gleichzeitig deren zerrissenes Gedächtnis zu erfassen.
Emmanuel Bornstein, 1986 in Toulouse geboren, ist einer der aussichtsreichsten französischen Maler seiner Generation. Nach seinem Studium an der Ecole nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris und der Universität der Künste Berlin ließ sich Bornstein 2011 in Berlin nieder. Seine Werke wurden bislang in Paris, Toulouse, Leipzig, Köln, Berlin und Ottawa (auf Einladung von Wajdi Mouawad) sowie in Einzelsammlungen in Frankreich, Deutschland und Italien gezeigt.
Maskeraden ist seine dritte Einzelausstellung. Die tiefe Affinität seiner Inspiration mit der germanischen Mythologie, der deutschen Geschichte und der bildlichen Tradition von der Renaissance über den Expressionismus bis hin zur Neuen Sachlichkeit geben seiner Präsenz in Dresden eine besonders starke Resonanz.
Vernissage am 10.05 | 19h30
Ausstellung vom 11.05 bis 19.07
Eintritt frei
Mit freundlicher Unterstützung der Sammlung Sander


