Le bureau du cinéma und die Berlinale

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin gehören zu den wichtigsten Filmfestivals weltweit. Die Berlinale geht auf eine Initiative von Oscar Martay. Unter dem Motto „Schaufenster der freien Welt“ fand 1951 die erste Berlinale unter der Festivalleitung von Alfred Bauer statt. Das Festival findet jedes Jahr im Februar in Berlin statt. Spielstätte sind im Wesentlichen die Kinos am Potsdamer Platz, aber auch in einigen kleineren Kinos werden Festival-Beiträge gezeigt. Unter den Preisträgern des Goldenen Bären waren auch immer wieder französische Filme: Lohn der Angst von Henri-Georges Clouzot (Frankreich/Italien) 1953, Schrei, wenn Du kannst von Claude Chabrol 1959, Lemmy Caution gegen Alpha 60 von Jean-Luc Godard (Frakreich/Italien) 1965, Der Lockvogel von Bertrand Tavernier 1995, Central Station von Walter Salles (Frankreich/Brasilien) 1998, Intimacy von Patrice Chéreau 2001.

Das Deutsch-französische Jugendwerk (DFJW) organisiert eine Art Wettbewerb, bei dem junge deutsche und französische Kinobegeisterte Mitglied in der Jury für den Preis Dialogue en perspective werden können, der an einen Film in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ verliehen wird.

Das Bureau du cinéma unterstützt folgende Sektionen:

Das Internationale Forum des jungen Films, 1970 von Ulrich und Erika Gregor ins Leben gerufen und heute unter der Leitung von Christoph Terhechte, präsentiert eine Auswahl unabhängiger Filme. Zahlreiche französische Regisseure haben in dieser Sektion bereits ihren Debütfilm vorgestellt und internationale Anerkennung erlangt. So Raoul Ruiz, Peter Greenaway, die Brüder Taviani, Jean-Luc Godard, Jacques Rivette, Jean Eustache, Léos Carax, Olivier Assayas, Jean-Claude Biette oder Yolande Zaubermann.

Den Berlinale Talent Campus, ein Forum des kreativen Austauschs, das seit 2003 zahlreiche junge Talente und Experten aus der ganzen Welt zu Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden versammelt. Zu den Gästen zählten bereits zahlreiche bekannte Filmgrößen wie Sandrine Bonnaire, Frances Mc Dormand, Stephen Frears, Andrzej Wajda, Dennis Hopper, Jia Zhangke, Mike Leigh, Charlotte Rampling, Julie Delpy, Walter Salles, Ridley Scott, Raoul Peck, Gustavo Santaolalla, Wim Wenders, Gael García Bernal, Janusz Kaminski, Alexandre Desplat. Unter den 100 französischen Bewerbern jedes Jahr werden 10 ausgewählt, deren Teilnahme am Talent Camus vom Bureau du cinéma unterstützt wird. Außerdem organisiert das Büro eines der in Rahmen des Campus stattfindenden Frühstücke und lädt französische Filmschaffende wie Nicolas Philibert, Margaret Menegoz, Agnès Godard, Béatrice Dalle, Catherine Breillat ou encore Jacques Bidou zu den Diskussionsrunden ein.

Der französische Abend:

Die Französische Botschaft organisiert jedes Jahr in Rahmen der Berlinale einen französischen Abend mit ungefähr 400 geladenen Festivalgästen.


Ratings from France!

Die fünfte Ausgabe der Online-Publikation Ratings from France! widmet sich den Preisträgern und Nominierten für die bereits zum siebten Mal von TV France International (Vereinigung der Exporteure französischer audiovisueller Programme) vergebenen Preise für Programm-Exporte. Die Preisverleihung fand am 6. Dezember 2010 in Paris statt. Mit dieser jährlich verliehenen Auszeichnung wird die wichtige wirtschaftliche und kulturelle Rolle exportierter audiovisueller Programme sowie französischer Unternehmen bei der internationalen Verbreitung gewürdigt.

Die Preisträger 2010 sind: 64, Rue du ZOO (Millimages) in der Kategorie Animationsfilm und Apocalypse (France Télévision Distribution) im Dokumentarfilmbereich. In der Kategorie Spielfilm gewannen gleich zwei Produktionen: die TV-Miniserie Les secrets du volcan (NeweN Distribution) und die 4-teilige Fernsehverfilmung Petits meurtres en famille (France Télévision Distribution). Die neun nominierten Programme haben weltweit bereits mehr als eine Milliarde Zuschauer vor die Fernseher gelockt. Diese neun TV-Programme können Online unter folgender Adresse gesehen werden: www.tvfrance-intl.com/prix-export.

Gérard Depardieu, Françoise Fabian, Alexandra Maria Lara, Bruno Chiche, l'Ambassadeur de France, Bernard de Montferrand

Eine positive Bilanz und eminente Gäste für das 10- jährige Jubiliäum der Französischen Filmwoche 2010 in Berlin

Bei der 10. Ausgabe der Französischen Filmwoche vom 1.-8. Dezember in Berlin in Zusammenarbeit mit unifrance und der Yorck-Kinogruppe wurden 12 Vorpremieren im Rahmen von insgesamt 34 Filmvorführungen in 3 Berliner Kinos gezeigt. Die Jubliäumsausgabe stand unter der Hohen Schirmherrschaft von Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin und Bevollmächtigter für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit, sowie unter der Schirmherrschaft des jungen Schauspieltalents Alexandra Maria Lara. Dieses große Medienereignis hat diesen Winter ganze 3.300 Zuschauer in die Kinos gelockt. Zur Eröffnung gab es eine Weltpremiere: Wir zeigten den Film Small World, vier Monate vor dem Kinostart in Frankreich. Zu diesem Anlass kamen echte Filmstars nach Berlin: der Regisseur Bruno Chiche und die Schauspielgrößen Gérard Depardieu, Françoise Fabian und Alexandra Maria Lara, die jede Menge Stoff für Interviews und Berichte in Rundfunk, Fernsehen und Printmedien lieferten.

Die Filmauswahl zeugt von der Vielfältigkeit des aktuellen französischen Filmschaffens: erfolgreiche Komödien wie Das Labyrinth der Wörter von Jean Becker, Vergiss mich nicht von Yann Samuell oder OSS 117 – Er selbst ist sich genug von Michel Hazanavicius sowie Fasten auf italienisch von Olivier Baroux bis hin zu anspruchsvollen Dokumentarfilmen wie Anleitung für eine bessere Landwirtschaft von Coline Serreau und La Danse, Das Ballet der Pariser Oper der Dokumentarfilmgröße Frederick Wiseman, der persönlich ins Cinema Paris gekommen war, um seinen Film vorzustellen. Außerdem gab es zwei vergangenen Mai in Cannes prämierte Filme: Tournée, der dritte Film von Mathieu Amalric, und Von Menschen und Göttern von Xavier Beauvois. Dieser große Erfolg ist nicht zuletzt auch den zahlreichen Sponsoren zu verdanken, vor allem dem Concorde-Hotel, Air France, Jaguar, Total und Bouvet Ladubay sowie Medienpartnern wie TV5 Monde, Arte und RFI und den deutschen Medien.

Charles Malinas, Nathalie von Bernstorff, Carole Lunt, Anne Vassevière, Aurélie Feste-Guidon, Tiphaine Mallégol _

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