Förderprogramme für deutsche Verlage

Übersetzungskostenzuschuss

Zuschüsse für Buchhandlungen

Logistische Unterstützung bei den geplanten Projekten

Förderprogramme für deutsche Verlage

Das Buch ist seit Erfindung des Buchdrucks eine der privilegierten Kulturträger sowohl auf deutscher als auch französischer Seite. In der Tradition des Austauschs und der Entdeckung der Kultur des Anderen sehen sich die vom französischen Außenministerium geförderte Förderprogramme für deutsche Verlage. Sie unterstützen finanziell den Lizenzerwerb, die Übersetzung oder Veröffentlichung französischer Bücher aus allen Fachbereichen, die erst vor kurzem ins Deutsche übertragen wurden.

- Förderprogramm zum Erwerb von Lizenzen

Das Programm richtet sich an deutsche Verlage, die Werke von französischen Autoren übersetzen lassen und veröffentlichen wollen, und sich in Lizenzverhandlung mit französischen Verlagshäusern befinden. Im Rahmen dieses Programms werden die Kosten für den Erwerb von Nutzungslizenzen übernommen, die zwischen dem französischen und dem ausländischen Verlag vereinbart wurden, um französische Werke jedweder Fachrichtung der deutschen Leserschaft zugänglich zu machen.

Hier können Sie das Informationsblatt zu diesem Förderprogramm herunterladen:

Liste der erforderlichen Unterlagen:

Checkliste-2.pdf

PDF - 6.7 kB

Letzter Abgabetermin der Anträge: 15. März, 10. August (Poststempel)


- Programm Rilke (Übersetzungs- und Druckkostenzuschüsse)

Im Rahmen dieses Programmes vergibt das Büro für Buch- und Verlagswesen Übersetzungs- und Druckkostenzuschüsse. Das Programm fördert deutsche Verlage, die sich kontinuierlich für Übersetzung und Veröffentlichung von französicher Belletristik, sowie von philosophischen, sozial- und geistwissenschaftlichen Werken engagieren.

Hier können Sie das Informationsblatt zu diesem Förderprogramm herunterladen:

Liste der erforderlichen Unterlagen:

Letzter Abgabetermin der Anträge: 30. April (Poststempel)

- Zuschüsse vom französischen Kulturministerium

Die Abteilung Buch- und Lesekultur des Ministeriums für Kultur und Kommunikation bietet ebenfalls Hilfe zur Übersetzung französischer Werke an. Dies gilt für alle Buchkategorien (Belletristik, Geisteswissenschaften, Wissenschaft und Technik, Theater, Comics, Kinder- und Jugendliteratur, Kriminalromane, Sciencefiction …), mit Ausnahme von Büchern des öffentlichen Sektors, Schulbüchern, praktischen Ratgebern und Zeitschriften. Die Unterstützung gilt nur für die Kosten der Übersetzung. Herstellungs- und Werbekosten sind hierbei ausgeschlossen. Die Unterlagen werden vom französischen Verlag, der die jeweiligen Rechte an den Büchern hat, einer Kommission vorgelegt. Diese entscheidet nach einer Sichtung der Anträge, welche Übersetzungsvorhaben unterstützenswert sind und vergibt eine Förderung, die sich anteilmäßig auf 20% bis 50% der Übersetzungskosten beläuft.

Letzter Abgabetermin der Anträge: 30. April, 30. September (Poststempel)

Weitere Informationen:
Bureau du livre français à l’étranger
Chloé Domergue
Hôtel d’Avejan - 53, rue de Verneuil
75343 Paris cedex
Tel : +33 1 49 54 68 25
Email : chloe.domergue culture.gouv.fr

Informationen auch auf der Webseite des Nationalen Buchzentrums: www.centrenationaldulivre.fr/aides/.

Übersetzungskostenzuschuss

- Übersetzerstipendien des französischen Kulturministeriums

Im Rahmen des Programms der Abteilung Buch- und Lesekultur des Ministeriums für Kultur und Kommunikation bietet das Büro für Buch- und Verlagswesen Zuschüsse für ausländische Übersetzer an, die einen Frankreichaufenthalt planen, um an einer Übersetzung von Werken der französischen Literatur oder der Geisteswissenschaften zu arbeiten.

Die Aufenthaltsstipendien in Höhe von 2000 Euro werden je nach Projekt für ein bis drei Monate vergeben. Die Entscheidung über die Stipendienvergabe wird vom Leiter der Abteilung Buch- und Lesekultur unter Hinzuziehung einer Kommission von Übersetzern, Verlegern und Vertretern der jeweiligen Institutionen getroffen.

Das entsprechende Antragsformular kann beim Büro für Buch- und Verlagswesen der französischen Botschaft angefordert werden und ist dorthin ausgefüllt zurückzusenden. Das Büro wird die Unterlagen zusammen mit einer Stellungnahme des Leiters der Kultur- und Medienabteilung an die Abteilung Buch- und Lesekultur des Ministeriums für Kultur und Kommunikation weiterleiten.

Weitere Informationen unter: Centre national du livre.

- Goldschmidt-Programm für junge Literaturübersetzer

Dieses Programm des Deutsch-Französischen Jugendwerks wird gemeinsam vom Bureau International de l’Édition Française (BIEF) und der Frankfurter Buchmesse organisiert. Partner sind das Collège International des Traducteurs (CITL) in Arles und das Literarische Colloquium Berlin (LCB).

Das Programm ermöglicht jährlich fünf deutschen und fünf französischen Nachwuchsübersetzern, Verlage der beiden Länder kennen zu lernen und unter der Anleitung erfahrener Übersetzer an Übersetzungsprojekten zu arbeiten. Es findet zwischen Januar und März statt.

Altersgrenze: 30 Jahre (in Ausnahmefällen 35 Jahre)

Weitere Informationen:
* für deutsche Bewerber:
Frankfurter Buchmesse
Niki Théron
Reineckstrasse 3
60313 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 2102-167
E-Mail: theron book-fair.com

* für französische Bewerber:
Bureau International de l’Édition Française (BIEF)
Katja Petrovic
115, Bd Saint-Germain
75006 Paris
Tel.: +33 (0) 1 44 41 13 23
E-Mail: ofaj bief.org

Und unter: Frankfurter Buchmesse

Außerdem wird jedes Jahr eine Sommerakademie für Übersetzer vom Literarischen Colloquium Berlin organisiert. Weitere Informationen unter www.lcb.de

Das Collège international de traducteurs littéraires d’Arles vergibt ebenfalls spezielle Stipendien. Weitere Informationen unter www.atlas.citl.org

Zuschüsse für Buchhandlungen

Das Büro für Buch- und Verlagswesen vergibt im Rahmen des Programms der Abteilung Buch- und Lesekultur des Ministeriums für Kultur und Kommunikation Zuschüsse an Buchhandlungen im Ausland. Buchhändler, die in Deutschland französische Bücher in ihrem Angebot haben, können diese Zuschüsse vom Nationalen Buchzentrum, dem Programmbetreiber, erhalten. Das Nationale Buchzentrum kann bis zu 50% des Einkaufspreises der Bücher übernehmen.

Der Höchstbetrag des Zuschusses hängt vor allem vom Verkaufsumsatz französischer Bücher in der Buchhandlung ab. Die wirtschaftliche Struktur muss mindestens sechs Monate aktiven Verkaufs französischer Bücher und die Bestellung von maximal drei Exemplaren pro Titel nachweisen.

Die Subventionen werden auf Antragstellung beim Nationalen Buchzentrum bewilligt.

Folgende Unterlagen müssen eingereicht werden:
* Schreiben zum Bemühen um ein vielfältiges Angebot französischer Bücher sowie zu den ausgewählten Themenbereiche
* Vollständig ausgefülltes Formular
* Liste der gewünschten Titel in Form einer pro forma erstellten Rechnung oder eines Bestellscheins mit Angabe des empfohlenen Verkaufspreises in Frankreich
* Stellungnahme des Leiters der Kulturabteilung der französischen Botschaft des jeweiligen Landes

Die Subventionen werden auf Entscheidung des Präsidenten des Nationalen Buchzentrums nach Einholung der Meinung eines Expertenkomitees vergeben. Die Wahl der Mitglieder dieses Komitees orientiert sich daran, inwieweit der jeweilige Antrag den erforderlichen Kriterien, dem Anliegens des Projektes und der finanziellen Lage des Unternehmens entspricht. Für jeden Antrag wird in Abhängigkeit von diesen Elementen eine Zuschusshöhe von den Kommissionsmitgliedern bewilligt.

Diese Subventionen werden anschließend in Form von Einkaufkrediten bei der Verlagszentrale überwiesen. Die vom Nationalen Buchzentrum bewilligte Subvention darf 50% der eingereichten Bestellung des Buchhändlers nicht überschreiten und versteht sich als zusätzliche Aufstockung. Die Bestellsumme muss letztlich mindestens das Zweifache der Subvention betragen.

Letzter Abgabetermin der Anträge: 10. Dezember, 10. Juli (Poststempel)

Logistische Unterstützung bei den geplanten Projekten

Neben den erwähnten Zuschüssen verfügt das Büro für Buch- und Verlagswesen über einen Fond zur logistischen Unterstützung von Projekten. Das Büro für Buch- und Verlagswesen fördert somit die Präsenz französischer und frankophoner Autoren auf Kolloquien, Literaturfestivals wie in Köln, Heidelberg oder Berlin, sowie auf den großen Buchmessen in Frankfurt oder Leipzig. Die von den Autoren traditionell gut besuchte Leipziger Buchmesse ist diesem Rahmen von besonderer Bedeutung.

Außerdem unterstützt das Büro für Buch- und Verlagswesen die Einführung neuer Veranstaltungen, wie das Europäische Festival des Debütromans, das erstmalig in Kiel vom 29. bis 31. Mai 2003 stattfand.

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