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Henri Michaux: Affären und Traumgesichte des Monsieur Plume

Mainz, Insitut français

  • 11.11.2010, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Henri Michaux: Affären und Traumgesichte des Monsieur Plume Donnerstag, dem 11. November 2010, 19.30 Uhr Zweisprachige Lesung und Klavierrecital mit Werken von György Kurtág Institut français, Mainz Eintritt: frei

Deutsche Texte: Iris Melamed, Staatstheater Darmstadt

Französische Texte: Anne-Sophie Gabillas, Institut français Mainz

Klavier: Prof. Dr. Ludwig Striegel, Hochschule für Musik Mainz

Einführung: Prof. Dr. Jörg Zimmermann, Akademie für Bildende Künste

Henri Michaux (1899-1984) zählt – gleichermaßen als Dichter und als Bildender Künstler – im ferneren Umkreis des Surrealismus zu den wichtigsten Repräsentanten der Pariser Moderne. Trotz seines ausdrücklichen Protestes gegen Ehrungen aller Art und obwohl er gebürtiger Belgier ist, gehört er dank der mehr als 5000 Seiten umfassenden Gesamtausgabe seiner Schriften in der Edition „La Pléiade“ spätestens seit 2004 zum Olymp der französischen Literatur. Dennoch zählt er zu den unbekannteren Autoren der Moderne. Peter Hamm nennt ihn deshalb in einem resümierenden Essay für DIE ZEIT „einen der großen Geheimnisvollen“ und zitiert wiederum den Philosophen Cioran, der Michaux dafür lobte, daß er „alles ins Werk setzt, um nicht ans Ziel zu gelangen.“

Monsieur Plume, der seit 1930 in insgesamt dreißig kurzen Geschichten als anderes Ich des Dichters und zugleich als ein die alltägliche Existenz durchleidender Jedermann auftritt, unterlaufen immer wieder kleine Mißgeschicke, die sich manchmal zu Alpträumen mit katastrophalem Ausgang auswachsen. Der nahezu durchgängig lakonische Stil unterstützt eine Art von schwarzem Humor, der trotz aller Entlastung zu anhaltendem Mitfühlen und Grübeln verleiten kann. Plume’s Geschichten sind also geradezu ideale Texte für eine solche Lesung mit musikalischem und philosophischem Hintergrund.

In Zusammenarbeit mit der Akademie für Bildende Künste und der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Diese Veranstaltung korrespondiert mit der bis zum 19. Februar 2011 zu sehenden Ausstellung „Nachtstücke und Traumwerk“ in den Foyers der Hochschule für Musik Mainz.

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.joerg-zimmermannaesthetik.de

© Jörg Zimmermann

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