BUCH
Autorenlesung: "Gare du Nord" von Abdelkader Djemaï
  • 17.10.2011, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr

Institut français Mainz
17. Oktober 2011
19:30 Uhr
Eintritt frei

Abdelkader Djemaï wurde 1948 in Oran, an der algerischen Mittelmeerküste geboren und lebt seit 1993 im Exil in Frankreich. Als Journalist arbeitete er unter anderem mit der von Jean-Paul Sartre gegründteten Zeitschrift "Les Temps Modernes" zusammen. Er ist Autor zahlreicher Novellen, Theaterstücke und Romane, wie beispielsweise "31, rue de l’aigle" (1998), "Camping" (2002) oder "Zorah sur la terrasse" (2010). Für sein literarisches Schreiben wurde er mit dem "Amerigo-Vespucci-Preis", dem "Tropenpreis" sowie dem "Albert Camus-Entdeckerpreis" ausgezeichnet. Tatsächlich hat Abdelkader Djemaï eine große Affinität zu Albert Camus, dem er einen Essay mit dem Namen "Camus à Oran" widmete.

Auf seiner Lesetour durch Deutschland wird er dem Publikum Kostproben aus seinem neuesten Werk geben: sein im April 2011 ins Deutsche übersetzter Roman "Gare du Nord".

Dieser Roman handelt von den in den 50er Jahren nach Frankreich ausgewanderten Algeriern Bonbon, Bartolo et Zalamite, die vor ihrer "Endstation" in Paris in Marseille, Vénissieux und Noeux-les-Mines gelebt haben. Die mittlerweile pensionierten Einwanderer leben zwischen dem Altersheim, ihrer Stammkneipe und dem Nordbahnhof, der eine ungeheure Anziehungskraft auf sie ausübt.

Mit seinen Portraits von diesen drei betagten Immigranten des Pariser Stadtbezirks Goutte-d’Or, von der schönen Zaza, von Mazout oder von dem Wahrsager Hadj Fofana Bakary führt uns Abdelkader Djemaï mit zärtlichen Worten und farbenfrohen Bildern ein anderes Gesicht Frankreichs vor.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Bureau du Livre Berlin.

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