#Lectures_Croisées - Julien/König

#LECTURES_CROISÉES: Verfeindung und Verflechtung, Deutschland und Frankreich 1871-1918

12. November 2020
18:15 - 19:45

Veranstaltungs-Infos

Verfeindung und Verflechtung, Deutschland und Frankreich 1871–1918: Zweite Ausgabe der Veranstaltungsreihe #LECTURES_CROISÉES: Bücher, die man lesen sollte, organisiert vom Centre Ernst Robert Curtius (CERC) und dem Institut français Bonn.

In der Veranstaltungsreihe #LECTURES_CROISÉES: Bücher, die man lesen sollte stellen das Centre Ernst Robert Curtius (CERC) der Universität Bonn und das Institut français Bonn einschlägige Neuerscheinungen zu deutsch-französischen Themen vor und diskutieren mit deutschen und französischen Autor*innen und Expert*innen unterschiedliche nationale und disziplinäre Perspektiven.

Im Rahmen eines Zoom-Meetings wird das Buch vorgestellt und sein wissenschaftlicher Ertrag sowie seine Aussagekraft im Hinblick auf aktuelle Fragestellungen und Probleme thematisiert.

In der zweiten Ausgabe diskutieren Prof. Dr. Christine Krüger, Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet und Prof. Dr. Christian Papilloud den von Dr. Elise Julien und Dr. Mareike König verfassten Band 7 Verfeindung und Verflechtung, Deutschland und Frankreich 1871–1918 der von der WBG herausgegebenen Reihe zur Deutsch-französischen Geschichte.

Die Jahre zwischen 1870 und 1918 wurden von zwei (u. a.) deutsch-französischen Kriegen bestimmt – und dennoch ist es falsch, die Geschichte der beiden Nachbarländer in diesem Zeitraum auf deren Verfeindung zu reduzieren. Die Autorinnen betonen den beeindruckenden Grad an Verflechtung zwischen zwei Gesellschaften im Aufbruch in die Moderne: im Kampf um die beste Staatsform (Republik vs. Monarchie), auf der Suche nach einem neuen Verhältnis zur Religion oder zum Kolonialismus, ebenso wie hinsichtlich der Entwicklung der Massenpresse, des Sports oder der Kunst. Verfeindung und Verflechtung, Differenzen und Gemeinsamkeiten sind gleichermaßen Thema dieses differenzierten Buches, das sich dem Ansatz einer histoire croisée, einer überkreuzten, transnationalen, Geschichtsschreibung, verpflichtet fühlt. Schwerpunkte des Bandes sind neben den beiden Kriegen die Besonderheit Elsass-Lothringens als Grenzraum, die Erfahrung mit den Kolonialimperien und der aufkommende Antisemitismus in beiden Ländern.

Die Autorinnen:

Dr. Élise Julien studierte in Paris und Berlin, promovierte zum Ersten Weltkrieg und lehrt am Institut d'Etudes politiques in Lille (Frankreich). Sie ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der ministerienübergreifende Mission du Centenaire und des Editorial Board ›1914-1918 online‹.

Dr. Mareike König studierte Geschichte, Germanistik und Politische Wissenschaften in Hamburg und Paris und promovierte 1999 in Rostock. Sie ist Stellvertretende Direktorin des Deutschen Historischen Institut Paris, an dem sie zum 19. und frühen 20. Jahrhundert forscht sowie die Bibliothek und die Abteilung Digital Humanities leitet.

Die Expert*innen:

Prof. Dr. Christine Krüger ist Inhaberin des Lehrstuhls für Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit an der Universität Greifswald. Sie ist Expertin für vergleichende Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und hat u. a. eine preisgekrönte Dissertation zum Thema „,Sind wir nicht Brüder?‘ Deutsche Juden im nationalen Krieg 1870/71“ verfasst.

Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet ist seit 1997 Professorin für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn. Ihre Forschungsinteressen erstrecken sich vom Beginn der Neuzeit bis in die Gegenwart. Die Zeit der Moderne interessiert sie nicht nur hinsichtlich einzelner Gattungen, sondern auch museums- und wissenschaftsgeschichtlich, mit deutsch-französisch vergleichendem Blick.

Prof. Dr. Christian Papilloud ist seit 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie - Schwerpunkt Soziologische Theorie an Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er promovierte 2001 in Lausanne und Paris, habilitierte sich 2007 an der Universität Rouen und forschte u. a. zur Entstehung einer ‚deutsch-französischen Kultursoziologie‘ um 1900.

Es moderieren Dr. Christina Schröer, Geschäftsführerin des CERC, und Dr. habil. Landry Charrier, Leiter des Institut français Bonn.

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Anmeldung zum Zoom-Meeting: kulturassistent@uni-bonn.de

12. November 2020
18:15 - 19:45

Centre Ernst Robert Curtius (CERC), Institut français Bonn, WBG