Stadt, Land, Lust mit Antoine Villoutreix

Stadt, Land, Lust? – Erkenntnisse aus den deutsch-französischen Städtepartnerschaften

06. Mai 2021
18:30

Veranstaltungs-Infos

Das Leben in der Stadt oder auf dem Land ist eine Entscheidung, die man nicht leichtfertig trifft. Wir diskutieren dies gemeinsam mit einer französischen und deutschen Perspektive durch Städtepartnerschaften.

Die etwa 2.000 Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Städten und Gemeinden fördern die deutsch-französische Freundschaft und fördern das Zugehörigkeitsgefühl zum Heimatort.

Für Deutschland und Frankreich gilt: Die Lebensverhältnisse in ländlicheren Regionen und Städten sind nicht gleichwertig. Abgehängte Gebiete in Deutschland liegen oft in ländlichen Regionen, auch wenn Städte z.B. in Ostdeutschland und im Ruhrgebiet ebenso betroffen sind.
In Frankreich haben es die Bewohner_innen ländlicher Gebiete oft schwer; die Nahversorgung mit Geschäften und Ärzten wurde in den letzten Jahren immer schlechter. Populistische Parteien nutzen das gefühlte Stadt-Land-Gefälle gern aus und etablierte Parteien hoffen, durch Strukturmaßnahmen frustierte Bürger_innen zurück zu holen.

Bürger_innen, die sich auf Ebene ihrer Stadt oder Dorfs engagieren, sind insgesamt zufriedener mit ihrer Lebenssituation.

Wir haben vier Partnerschaftsvereine aus Bonn und Umgebung eingeladen zu berichten: Wie lebt es sich in Gemeinden in und um Bonn und in ihren französischen Partnerstädten unterschiedlicher Größe? Außerdem diskutieren wir die Herausforderungen der Strukturpolitik in Deutschland, Frankreich und Europa: Welche Beschreibungen aus den Partnerschaftsvereinen sind symptomatisch für große, mittelgroße und kleine Städte, Dörfer in Deutschland und Frankreich? Was können wir aus den guten Beispielen auch grenzübergreifend lernen? Welche Rolle spielen gegenseitige Vorurteile? Was soll und kann Politik auf verschiedenen Ebenen tun, um die gesellschaftliche Teilhabe in abgehängten Regionen in Deutschland und Frankreich zu stärken?

Wir laden Sie herzlich ein, an der Debatte teilzunehmen. Stellen Sie Fragen oder erzählen Sie aus Ihrer Heimat! Die Veranstaltung wird simultan übersetzt auf Deutsch und Französisch. Sie können auch ohne Übersetzung in Originalsprache folgen.

Zum Abschluss hören wir live den Musiker Antoine Villoutreix. Der Pariser, der seit einigen Jahren in Berlin lebt, nimmt uns mit seiner tiefen Stimme und alltagspoetischen Texten auf Französisch und Deutsch auf eine musikalische Reise zwischen den Kulturen.

Programm

   
18:30

Begrüßung : Landesbüro NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung und Institut français Bonn.

 

18:40

kommentierte Präsentationen und Videos aus den Orten

Siegburg (Rhein-Sieg-Kreis) und Nogent-sur-Marne (Île de France)

Bonn-Beuel (Stadtteil von Bonn)* und Mirecourt (Region Lothringen, Département Vogesen)

Neunkirchen-Seelscheid (Rhein-Sieg-Kreis) und Essarts-en Bocage (Region Pays da la Loire, Département Vendée.)

19:30

Abschlussdiskussion

 

ab 20:00

Musikalischer Ausklang mit Antoine Villoutreix. Chansons und Lieder auf Französisch und Deutsch (Gesang und Gitarre)

 

Außerdem mit:
Eric Charmes, Forschungsleiter und Mitglied des interdisziplinären Forschungslabors "Stadt Räume Gesellschaft" (RIVES) an der Université de Lyon

Michael Hübner, stellv. Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW

Moderation: Gwendolin Jungblut, Agentur für Wahlen, Führung, Strategie

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Europawoche 2021 und wird gefördert vom Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen

Anmeldung: Die Zugangsdaten zum Zoom-Meeting erhalten Sie bei  Malaury Perret : kulturassistent@uni-bonn.de

Aus dem Projekt ist in Beuel ein Schülerprojekt der Französischkurse Jahrgangsstufe 9 von Monika Willcke und Claudia Kleinespel vom Ernst-Kalkuhl-Gymnasium entstanden. Infos zu der Geschichte und alle Videos finden Sie auf der Seite des Partnerschaftskomitees Beuel/Mirecourt.

06. Mai 2021
18:30

Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro NRW, und Institut français Bonn