Globale°: Begegnung mit Boualem Sansal - „Der Zug nach Erlingen oder die Verwandlung Gottes“

02. November 2020
19:00 - 20:30

Veranstaltungs-Infos

Le train d’Erlingen ou La métamorphose de Dieu (Paris: Gallimard, 2018) - Der Zug nach Erlingen oder die Verwandlung Gottes (Gifkendorf: Merlin 2019)

Hinweis: Das Gespräch mit dem Autor wird über zoom geführt – er wird aus seinem Buch lesen. Die Veranstaltung findet wie geplant im Institut francais statt. Anschließend an das Gespräch mit dem Autor und dessen Lesung folgt eine Lesung aus der deutschen Übersetzung.

Eine von einem unbekannten Feind belagerte deutsche Stadt ist die Szenerie, vor der Boualem Sansals letzter Roman einsetzt. Literarisch vielschichtig rollt er im Briefwechsel zwischen Ute von Ebert und ihrer Tochter die Geschichte des Aufbaus und Zusammenbruchs eines imperialen Wirtschaftsunternehmens auf. Auf einer zweiten Ebene geht es um eine pensionierte, in Bremen lebende französische Lehrerin, die in den Strudel der islamistischen Attentate vom November 2015 gerät. In welcher Beziehung stand sie zu Ute von Ebert? Deren Tochter macht sich auf, dies herauszufinden. Kritik totalitärer Herrschaft, komplex verschlungene Geschichten und deutsch-arabische Verknüpfungen greift Boualem Sansal immer wieder auf – und erzählt sie jedes Mal neu und in überraschenden Wendungen.

1949 in Theniet El Had (Algerien), ist Boualem Sansal ein frankophoner algerischer Schriftsteller. Ab 1992 arbeitete er im algerischen Innenministerium, wurde nach der Veröffentlichung seines ersten Romans aber aus dem Staatsdienst entlassen. Er veröffentlichte zahlreiche weitere Romane und äußert sich regelmäßig kritisch zu den Themen Herrschaft, Islam und dem Verhältnis Europas zur arabischen Welt. Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen, wie dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2011 und dem Grand Prix du Roman 2015 ausgezeichnet.

Moderation: Elisabeth Arend
Lesung und Gespräch in fränzösischer und deutscher Sprache

Anmeldung aus Gründen der beschränkten Platzzahl erforderlich unter kultur.bremen@institutfrancais.de oder per Telefon : +49 421 339 44 0

02. November 2020
19:00 - 20:30

Eintritt: frei

Institut français Bremen
Contrescarpe 19
28203 Bremen