Frankreich unterhält Kulturvertretungen in ganz Deutschland. Das Institut français Deutschland ist bundesweit mit 13 Standorten vertreten. Weitere 12 Städte beherbergen ein Deutsch-Französisches Kulturzentrum.
Fatima Daas im Gespräch mit Fatma Aydemir – SPIEL DAS SPIEL
20. April 2026
19:00
Veranstaltungs-Infos
Fatima Daas ist mit ihrem neuen Buch „Spiel das Spiel“ zu Gast im Institut français Berlin – für einen gemeinsamen Abend im Cinéma Paris, im Gespräch mit Fatma Aydemir und übersetzt von Milena Adam. Aysima Ergün übernimmt die Lesung der deutschen Passagen.
Nach ihrem Erfolgsroman „Die jüngste Tochter“, der von der Regisseurin Hafsia Herzi verfilmt wurde, kehrt die Autorin mit einem neuen, eindringlichen, persönlichen und politischen Text zurück.
„Spiel das Spiel“ setzt die Selbstfindung fort, die das Besondere an ihrem Schreibstil ausmacht: die Identitätskrise im Jugendalter zwischen intimen Fragen und der Banalität dieser Lebensphase, die Rolle der Schule als Ort der Möglichkeiten, aber auch der Spannungen, und die Machtverhältnisse, die dort stillschweigend ausgetragen werden. Als Stimme einer Jugend aus den Vorort beleuchtet Fatima Daas die Diskriminierungen und Stigmatisierungen, denen sie täglich ausgesetzt ist.
Für diesen außergewöhnlichen Abend bieten wir Ihnen eine Begegnung rund um ihr Werk, begleitet von einem Gespräch mit der deutschen Journalistin und Schriftstellerin Fatma Aydemir. Die Schauspielerin Aysima Ergün übernimmt die Lesung der deutschen Passagen.
Das Gespräch wird auf Französisch und Deutsch geführt. Die Übersetzung übernimmt Milena Adam.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Frankreichzentrum der Freien Universität Berlin statt.
Mit der Unterstützung vom Deutsch-französischen Jugendwerk.
Synopsis von Spiel das Spiel von Fatima Daas
Kayden ist nie allein: Zu Hause sind ihre Mutter und ihre große Schwester immer an ihrer Seite. In der Schule sind da ihre Freund:innen: Nelly, die Sportlerin, Samy, der Träumer, und Djenna, die sich nie etwas vormachen lässt. Kayden beobachtet, wie alle ihren Platz in einem starren System suchen. Sie schreibt auf, was sie sieht – und was sie nicht sieht.
Eines Tages liest Madame Fontaine, die strenge Französischlehrerin an ihrer neuen Schule, einen ihrer Texte. Eine Tür öffnet sich, das spürt sie: Kayden wird die nächste sein, die die Aufnahmeprüfung für die Eliteuni Sciences Po besteht. Kayden weiß nicht, ob sie das will; was sie will ist Zeit mit ihrer Lehrerin verbringen. Erst viel zu spät erkennt sie das Ungleichgewicht in ihrer Beziehung – dass Mme Fontaine nach anderen Regeln spielt als sie selbst.
Fatima Daas erzählt kraftvoll und eindringlich von engen Wohnungen und noch engeren Freund:innenschaften, von Solidarität und Rassismus – und von den engen Vorstellungen, die Institutionen von Jugendlichen aus der Banlieue haben. Muss Kayden das Spiel mitspielen – oder kann sie es verändern?
Fatima Daas
Fatima Daas ist 1995 in Frankreich als jüngstes Kind algerischer Eltern geboren. In ihrem Debütroman Die jüngste Tochter setzt sie sich mit ihrer algerischen Herkunft und ihrem französischen Leben, ihrem muslimischen Glauben und ihrer Homosexualität auseinander. Der Roman stand wochenlang auf der französischen Bestsellerliste, wird von der Presse gefeiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2021 wurde die deutsche Übersetzung mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet.
Fatma Aydemir
Fatma Aydemir ist Schriftstellerin und Kolumnistin der britischen Tageszeitung Guardian. Ihre Romane „Ellbogen“ (2017) und „Dschinns“ (2022) wurden mehrfach ausgezeichnet und adaptiert. Ihr Theaterstück „Doktormutter Faust“ wurde 2023 uraufgeführt. Sie ist Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift Delfi.
Aysima Ergün
Aysima Ergün, 1994 in Berlin geboren, ist Schauspielerin und Sprecherin. Sie studierte von 2016 bis 2020 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Seit der Spielzeit 2020/21 ist Aysima Ergün festes Ensemblemitglied am Maxim Gorki Theater. Neben ihrer Theaterarbeit ist Aysima Ergün in mehreren Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und arbeitet regelmäßig als Sprecherin für Hörspiele und Hörbücher. Sie ist Gründungsmitglied des Netzwerks »stabiler Rücken«.
Milena Adam
Milena Adam, 1991 in Hamburg geboren, ist Übersetzerin und Dolmetscherin aus dem Französischen und Englischen. Sie übersetzte u.a. Eileen Myles, Alain Damasio und Phillip B. Williams. Sie lebt in Berlin.
20. April 2026
19:00
Eintritt an der Kasse:
10€/5€
Institut français Berlin
Kurfürstendamm
211
10719
Berlin
Allemagne