Frankreich unterhält Kulturvertretungen in ganz Deutschland. Das Institut français Deutschland ist bundesweit mit 13 Standorten vertreten. Weitere 12 Städte beherbergen ein Deutsch-Französisches Kulturzentrum.
LoKal Residenz - IFB Maison de création - Abschlusspräsentation
12. März 2026
19:00 - 22:00
Veranstaltungs-Infos
IFB x FAB: LoKal Residenz – IFB Maison de création
Im Rahmen der ersten Residenz 2026 zum Thema „Weiter denken" („Libérer les horizons"), die dem digitalen Animationsbild gewidmet ist, wird die schwedische Bildkünstlerin Felicia Bergström den Saal Ganeval des Institut français Berlin bespielen, um ein visuelles und sensorisches Refugium zu schaffen.
Während einer Woche, vom 4. bis 11. März, entwickelt Felicia Bergström Longing for Light, eine immersive Installation, die den Saal Ganeval in ein Lichtkokon, einen intimen Raum verwandelt. Fließende, farbige Animationen werden die Wände, die Decke und die Fenster füllen und den Besucher in eine beruhigende, kontemplative Umgebung einhüllen.
Ihre visuellen Schöpfungen verbinden analoge und digitale Techniken und beschwören Pflanzen, Mikroorganismen und organische Formen, die sich langsam in einem poetischen Spiel aus Licht und Farbe entfalten. Das Ziel: ein Refugium zu schaffen, in dem das Publikum sich sicher fühlen, innehalten und sich von freier Imagination tragen lassen kann – in jenem meditativen Zustand zwischen Wachen und Träumen.
Dieses Projekt verlängert ihre künstlerische Arbeit, die mit Hjärterum („Raum fürs Herz" auf Schwedisch) entwickelt wurde, einer Installation, die als notwendiges Gegengewicht zum Thema Gewalt konzipiert ist: ein Ort emotionaler Erholung, ein visuelles Heiligtum.
Die partizipative Dimension bereichert diese Reflexion über den sicheren Raum: Die Besucher können auf einem Leuchttisch mit Sand oder farbigem Papier eigene Bilder erschaffen. Diese Werke werden auf die Fenster projiziert und schaffen so einen visuellen Dialog zwischen der schützenden Intimität der Installation und der Außenwelt. Eine Geste der Öffnung aus einem sicheren Ort heraus – eine Einladung zum Teilen ohne Ausgeliefertsein an Verletzlichkeit. Eine immersive Klangkulisse, komponiert von Marcus Sander, wird dieses sensorische Erlebnis begleiten.
Die Abschlusspräsentation findet am Donnerstag, den 12. März um 19:00 Uhr im Saal Ganeval des Institut français de Berlin statt.
Das Projekt wird in Kooperation mit dem Festival of Animation Berlin (FAB) organisiert.
Felicia Bergström
Felicia Bergström ist eine schwedische Bildkünstlerin mit Sitz in Berlin, die die Grenzen der Animation auslotet, indem sie immersive Erlebnisse schafft, in denen das Animationsbild mit Raum, Licht und dem Betrachter in Dialog tritt. Als Absolventin der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf entwickelt sie eine künstlerische Praxis, die Animation in lebendige Installation verwandelt und das Publikum einlädt, physisch und emotional in ihre poetischen Welten einzutauchen.
Ihre Arbeit erforscht menschliche Beziehungen, Erinnerung und Emotionen durch ausgefeilte Multimedia-Installationen. Ob sie Animationen auf antike Mosaike projiziert (Archetypon Voxel), von Licht belebte Kokons aus rosafarbenem Tüll erschafft (Hjärterum) oder Virtual-Reality-Erlebnisse entwickelt (Cycle of Violence) – sie sucht stets Räume zu schaffen, in denen das digitale Animationsbild taktil, umhüllend und zutiefst sinnlich wird.
Ihre Werke wurden auf zahlreichen internationalen Festivals ausgezeichnet, darunter der Grand Prix Immersive Encounters (England, 2022), der Preis für den besten studentischen VR-Film beim Cinequest Film Festival (USA, 2023) sowie zuletzt der Preis für den besten nordisch-baltischen Studentenfilm beim Fredrikstad Animation Festival (Norwegen, 2025). Sie wurde für die BAFTA Student Awards 2022 ausgewählt und hat ihre Arbeiten in renommierten Institutionen in ganz Europa und Nordamerika präsentiert.
Institut français Berlin (IFB):
Das Institut français Berlin (IFB) ist eine kulturelle Institution in Berlin, deren Aufgabe es ist, die Berliner Kunstszene zu inspirieren und zu bereichern, insbesondere durch sein vierteljährliches Residenzprogramm. Jede Residenz ist einem der vier jährlichen „Schwerpunkte“ des IFB zugeordnet. Jeder Schwerpunkt widmet sich einem spezifischen Thema, das durch verschiedene künstlerische Formate (Filmvorführungen, Performances, Ausstellungen, Panels usw.), darunter auch eine kreative Residenz, erkundet wird. Die Residenzen sind integraler Bestandteil dieser Schwerpunkte, und die im Rahmen der Residenz entwickelten Projekte sollen in engem Zusammenhang mit der jeweiligen Thematik stehen.
Das Kulturprogramm des IFB folgt dem roten Faden für das Jahr 2026: „erstrebenswerte Zukunft“. Die vom IFB organisierten Veranstaltungen sind bewusst engagiert und darauf ausgerichtet, hoffnungsvolle Perspektiven gegenüber den Herausforderungen unserer Zeit aufzuzeigen. Ergänzend zu seinem Residenzprogramm beherbergt das IFB außerdem ein Masterclass-Programm, Kompass Masterclass - IFB Maison de création, das mitunter in Verbindung zu den thematischen Residenzen steht und es eingeladenen Künstler*innen ermöglicht, eine Masterclass zu leiten.
Festival of Animation Berlin (FAB):
Das FAB ist ein seit 2017 stattfindendes Berliner Filmfestival, das vollständig dem Animationsfilm in all seinen Formen gewidmet ist – von klassischem Zeichentrick über Stop-Motion bis hin zu 3D, experimenteller Animation und Cross-Media. Herzstück des Festivals ist das Wettbewerbsprogramm mit mehreren Kategorien (deutscher Animationsfilm, internationaler Animationsfilm, neue Talente, Langfilme usw.) und die Expanded Animation Ausstellung “FAB Dimensional”.
Neben den Festivalvorführungen findet während des FAB der Berlin Animation HUB statt, der Masterclasses, Workshops, Talks, Panels und Networking-Sessions für die Animationsbranche anbietet. Das FAB ist ein zentraler Produktions- und Austauschort für die Berliner Animationsszene.
12. März 2026
19:00 - 22:00
Institut français Berlin
Kurfürstendamm
211
10719
DE