Bild: (c) Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse 2026

Besuchen Sie uns auf der Buchmesse: Halle 4 Stand C400

Die Leipziger Buchmesse findet in diesem Jahr vom 19. bis 22. März statt. Leser:innen und Fachbesucher:innen aus der Buch- und Medienbranche treffen sich im Herzen der zweitgrößten Buchmesse Deutschlands!

Das Institut français wird mit einem Stand auf der Messe dabei sein, um das französische und frankophone Verlagswesen zu präsentieren. Zahlreiche französische Verlage werden repräsentiert und hunderte von Neuerscheinungen warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden! Frankophile, Französischsprachige oder einfach nur Neugierige können Romane, Krimis, Comics und Kinder- und Jugendliteratur entdecken.

Ein umfangreiches und spannendes Veranstaltungsprogramm wartet ebenfalls auf Sie!

Los geht es am Donnerstag, den 19.03 mit der lang ersehnten Preisverleihung des Prix PREMIERE. Mit dieser Auszeichnung würdigt das Büro für Buch- und Verlagswesen des Institut français Deutschland Stimmen der französischen Gegenwartsliteratur: Autor:innen, die zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt wurden, sowie deren Übersetzer:innen. 

Abends finden im Institut français ein literarisches Gespräch zum Thema „Queere Männlichkeiten: Begehren, Lieben, Leben“ mit Simon Chevrier, Ozan Zakariya Keskinkılıç und Jayrôme Robinet sowie die Podiumsdiskussion „Fine in translation #3“, mit Übersetzer:innen aus dem Französischen, dem Polnischen und dem Ungarischen, statt.

Am Freitag, dem 20.03., steht unser Programm ganz im Zeichen des Weimarer Dreiecks, also der deutsch-polnisch-französischen Freundschaft. Seit dem 17. Jahrhundert stehen Frankreich, Deutschland und Polen in einem dichten intellektuellen Austausch. Übersetzung, Mehrsprachigkeit und kulturelle Neugier haben einen europäischen Denkraum geprägt, in dem Sprachen nicht Grenzen, sondern Übergänge sind. Im Rahmen der diesjährigen Leipziger Buchmesse bringt das Institut français gemeinsam mit dem Polnischen Institut und dem Goethe-Institut Autor:innen, Übersetzer:innen und Kulturakteur:innen aus den drei Ländern zusammen und macht dadurch den trilateralen literarischen Dialog in seiner ganzen Vielfalt sichtbarer. 

Auch am Samstag, den 21.03, können Sie sich auf Veranstaltungen freuen: beim 32. Europaforum steht die Lage der Frauenrechte in Europa im Fokus, während abends Pascale Hugues im Institut français aus ihrem neuen Buch So voller Leben liest.

Das Programm des Institut français im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2026 und Leipzig liest wird von der Stadt Leipzig, der Sparkasse Leipzig, dem Verein der Freunde und Förderer des Institut français Sachsen und Jacques Wein-Depot unterstützt.

Donnerstag, 19.03

  • 15:00-16:00 Uhr: Frisch aus dem Französischen: Verleihung des Literaturpreises PREMIERE mit Thorsten Dönges

    Mit dem Prix PREMIERE werden Stimmen der französischen Gegenwartsliteratur gewürdigt, die zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt werden, sowie deren Übersetzer:innen. Bis Mitte Februar können Sie für ihren Lieblingstitel abstimmen, dann steht das Preisträgerinnen-Duo fest und wird am Donnerstag, den 19. März mit dem Prix PREMIERE ausgezeichnet.
    Thorsten Dönges vom Literarischen Colloquium Berlin führt das Gespräch mit der Lektorin Rebecca Zeil und Myriam Louviot, Leiterin des Büros für Buch- und Verlagswesen.

    Moderiert von Thorsten Dönges.

    Auf Deutsch

    Wo? Forum Übersetzen/Salon International (Halle 4 / Stand C403)

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  • 18:00-19:15 Uhr: Queere Männlichkeiten: Begehren, Lieben, Leben

    In dieser literarischen Begegnung sprechen Ozan Zakariya Keskinkılıç (Hundesohn), Simon Chevrier (Foto auf Anfrage) und der Moderator Jayrôme Robinet über neue und alte Bilder queerer Männlichkeit.
    Zwischen Begehren und Liebe, Sprache und Körper, Familie, Freundschaft und Prekarität geht es um das, was sich verändert hat – und um das, was weiterhin herausfordert. Eine Diskussion über Literatur als Ort der Erfahrung, des Widerstands und der Selbstverwirklichung.

    Moderiert von Jayrôme Robinet.

    Auf Deutsch und Französisch

    Wo? Institut français Leipzig
    Eintritt frei

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  • 20:00-21:30 Uhr: Fine in translation #3 - französisch / polnisch/ungarisch ins Deutsche

    Übersetzer:innen erzählen von ihrem Beruf, ihrem Alltag, ihren Sprachen und Herausforderungen. Ein Einblick in einen Beruf, der im Herzen des Literaturbetriebs steht und doch oft unsichtbar bleibt – die Übersetzung. 
    Mit Lisa Palmes, Tünde Malomvölgyi und dem:der Preisträger:in des Prix PREMIERE (Übersetzer:innen), Dorothea Hepp, Elisabetha Luft, Jenny Frega (Studierenden der Universität Leipzig).

    Die Veranstaltung wird von Studierenden des Instituts für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) der Universität Leipzig moderiert.

    Auf Deutsch 

    Wo? Institut français Leipzig
    Eintritt frei

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Freitag, 20.03.

  • 10:30-11:15 Uhr: Facts & fiction: literarische Stimmen in Europa (Frankreich/Polen/Deutschland)

    Drei europäische Autorinnen und Autoren, die auf eine Laufbahn in der Literatur und/oder im journalistischen Schreiben zurückblicken, gehen gemeinsam der Frage nach, was sich heute eigentlich im Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit und Fiktion abspielt, unter der Moderation von Shila Behjat (Arte).
    Mit Delphine Minoui, Dorota Masłowska und Dmitrij Kapitelman.

    Moderiert von Shila Behjat.

    Auf Englisch

    Wo? Forum Offene Gesellschaft (Halle 5 / Stand K500)

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  • 12:30-13:30 Uhr: Kultur, Literatur und der Kampf gegen Desinformation (Frankreich/Polen/Deutschland)

    In einer Zeit, in der Desinformation und populistische Strömungen den öffentlichen Diskurs zunehmend prägen, stehen kulturelle Institutionen und literarische Akteur:innen vor neuen, komplexen Herausforderungen. Vertreter:innen aus Deutschland, Frankreich und Polen – den drei Ländern des Weimarer Dreiecks – kommen zusammen, um darüber zu sprechen, wie auf institutioneller Ebene gegen Manipulation, digitale Hetze und gesellschaftliche Spaltung vorgegangen wird. 
    Mit Jean-François Roseau, Dominika Kaprowicz und Lavinia Frey.

    Moderiert von Romy Straßenburg.

    Auf Englisch

    Wo? Café Europa (Halle 4 /Stand E401)

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  • 19:00-20:00: Foto auf Anfrage - Lesung und Gespräch mit Simon Chevrier

    Simon Chevrier stellt die deutsche Fassung seines Debüts vor (Goncourt du Premier Roman 2025). 

    Eine französische Großstadt im Jahr 2020. Während das Leben allmählich durch Maßnahmen gegen die Pandemie eingefroren wird, protokolliert ein namenloser Ich-Erzähler seinen unsteten Alltag zwischen Jobsuche, Grindr-Dates, Wohnungs-Hopping und gelegentlichen Rendezvous als Escort. Als er im Schlafzimmer seines Ex-Freunds die Schwarz-Weiß-Fotografie „Daniel Schook Sucking Toe“ von Peter Hujar an der Wand entdeckt, lässt ihn der eindringliche Blick des Models nicht mehr los. Dessen Identität herauszufinden wird zu einer neuen Obsession im ohnehin rastlosen Alltag des Protagonisten. Erst der Tod des geliebten Vaters lässt ihn für ein paar nachdenkliche Tage innehalten. Ist die fieberhafte Recherche über Daniel Schook am Ende eine Suche nach ihm selbst?

    Simon Chevrier erhielt für Foto auf Anfrage den renommierten Goncourt du Premier Roman 2025, Frankreichs höchste Ehrung für einen Debütroman. Ohne Pathos und Zurückhaltung lässt der Erzähler die Lesenden an seinem prekären Dasein in der digitalen Gegenwart teilhaben. Nebenbei skizziert er, ausgehend vom Hujar-Foto, die Chelsea-Hotel-Bohème im New York der 1970er und 1980er Jahre. David Wojnarovicz, Hervé Guibert und Nan Goldin sind ebenso präsent wie Billie Eilish, Annie Ernaux und Netflix. „Foto auf Anfrage“ ist ein schonungsloses und berührendes Porträt einer queeren Generation Z, die durch die Verbrüderung mit dem Gestern Halt im Heute zu finden sucht.

    Moderiert von Christian Lütjens

    Wo? Museum der Bildenden Künste, Museum Shop
    Entritt frei

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  • 20:00-22:00 Uhr: Kriminacht Frankreich/Polen/Deutschland/Ukraine

    Krimis bieten Spannung, Einblicke in die Welt von Kriminellen, verdächtigen Personen und Kommissaren. Darüber hinaus zeigen sie uns Städte, Länder und Gesellschaften – aber sie reflektieren auch deren Ängste und Hoffnungen. Die Kriminacht bietet all das aus vier Ländern: aus Deutschland, Frankreich, Polen und aus der Ukraine. Autor:innen aus dem Weimarer Dreieck und der Ukraine stellen ihre Krimis vor:  
    Mit Lucie Rico, Sophie Sumburane, Maciej Siembieda und Natalka Siadanko.

    Moderiert von Romy Straßenburg.

    Auf Deutsch, Französisch, Polnisch und Ukrainisch

    Wo? Polnisches Institut Leipzig
    Entritt frei

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Samstag, 21.03.

  • 17:00-18:30 Uhr: 32. Europa-Forum: Frauenrechte unter Druck – wie widerstandsfähig ist Europa? (Frankreich/Polen/Deutschland)

    Obwohl Gleichberechtigung ein Grundwert der europäischen Union ist und Frauen europaweit besser ausgebildet sind als je zuvor, werden Frauenrechte wieder zur Verhandlungsmasse.
    Podiumsdiskussion zu den Fragen: Wo steht Europa heute, wenn es um die Rechte, Repräsentation und Teilhabe von Frauen geht? Wo ist der Druck besonders hoch, wo Widerstand dringend nötig? 

    Podiumsgäste:

    Leonie Stamm, Research Fellow, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.

    Caroline Ausserer, Referentin für Internationales beim Deutschen Frauenrat 

    Marta Dzido, Schriftstellerin, Regisseurin und Produzentin von Dokumentarfilmen 

    Anna Cavazzini, Mitglied des Europäischen Parlaments, Bündnis 90/ Die Grünen

    Moderation: Tanja Samrotzki, Moderatorin & Journalistin – ehem. Parlamentskorrespondentin
    Auf Deutsch

    Wo? Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
    Eintritt frei

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  • 19:30-21:00 Uhr: Lesung mit Pascale Hugues: So voller Leben

    Die Bestsellerautorin (Marthe und Mathilde) begibt sich in ihrem neuen Roman So voller Leben auf die Spuren ihrer Mutter, die viel zu früh verstarb. Eine feinfühlige literarische Erzählung von Schmerz und Lebensfreude.
    Mit Pascale Hugues.

    Auf Deutsch

    Wo? Institut français Leipzig
    Eintritt frei

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  • 20:00-21:00 Uhr: Lesung mit Leïla Slimani: Trag das Feuer weiter

    Leïla Slimani stellt ihren neuen Roman Trag das Feuer weiter vor. Ein faszinierender Abschluss der Familientrilogie, nach „Das Land der Anderen“ und „Schaut, wie wir tanzen“.

    Mit Leïla Slimani.

    Wo? Thalia Buchhandlung Leipzig, Grimmaische Straße
    Eintritt frei

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