Frankreich unterhält Kulturvertretungen in ganz Deutschland. Das Institut français Deutschland ist bundesweit mit 13 Standorten vertreten. Weitere 12 Städte beherbergen ein Deutsch-Französisches Kulturzentrum.
Frankfurter Buchmesse 2025
Wie in den vergangenen Jahren finden auf der Frankfurter Buchmesse vom 15. bis 19. Oktober 2025 zahlreiche Publikumsveranstaltungen statt. Wir freuen uns, dass Delphine Minoui, Belinda Cannone, Kamel Daoud, Elisa Shua Dusapin, Christelle Dabos und David Prudhomme zu den französischsprachigen Autor*innen zählen, die anwesend sein werden. Die Shortlist für den PREMIERE-Preis 2026 wird auch dieses Jahr auf der Buchmesse vorgestellt. Eine Vielzahl von Lesungen, Diskussions-Panels und Gesprächen mit Autor*innen wartet auf Sie! Lassen Sie sich von unseren Veranstaltungen und Kulturtipps inspirieren!
PROGRAMM 2025
03.10-03.11.2025 - AUSSTELLUNG
- „Groß werden“ von Charles Berberian, eine Pop-up Ausstellung im Supermarkt zur Buchmesse - Woher kommen kleine Bäume? Und heiraten Bäume, wenn sie groß sind? In seinem ersten Kinderbuch „Groß werden“ (Comment naissent les arbres) erzählt der französische Comicautor Charles Berberian von einem Waldspaziergang, der all diese Fragen beantwortet. Und er zeigt, wie verbunden Mensch und Natur sind. Zur Frankfurter Buchmesse zeigt das Institut français Frankfurt in Kooperation mit den Verlagen Thienemann (Deutschland) und La Martinière (Frankreich) den Anfang des Bilderbuches „Groß werden“ im REWE Markt-Schaufenster.
Mittwoch, 15.10.2025
- 17:00 - Frankfurter Buchmesse - Stand des PEN Berlin - Kamel Daoud im Gespräch mit Iris Radisch
- 18:30 - Evangelische Akademie - Elisa Shua Dusapin stellt "Damals waren wir unzertrennlich" vor. Ihr berührender Roman handelt von Schwesterlichkeit und Wiederbegegnung.
Donnerstag, 16.10.2025
- 12:40 - Frankfurter Buchmesse - ARD, ZDF, 3sat Literaturbühne, Forum 0/A1 - Kamel Daoud stellt seinen Roman Huris vor. Der Roman gibt algerischen Frauen das Wort und setzt sich mit den Traumata der Geschichte auseinander. Goncourt-Preisträger 2024.
- 17:00 - Evangelische Akademie - Kamel Daoud stellt seinen Roman Huris vor. Moderation Tilla Fuchs.
- 19:30 - Buchhandlung Weltenleser - Belinda Cannone stellt ihren Erzählband Auf einem dünnen Seil vor. Moderation und Lesung: Tobias Scheffel und Claudia Steinitz. Der Höhepunkt in der Narration ist stets die Entdeckung eigener Größe und Stärke, die auch den Vulnerablen innewohnt.
Freitag, 17.10.2025
- 10:30 - 11:00 - Frankfurter Buchmesse - Leseinsel, Halle 3.1/C105 - Belinda Cannone stellt ihr Buch Auf einem dünnen Seil vor.
- 11:00-12:00 - Frankfurter Buchmesse - Centre Stage, Halle 4.1, B68 - Frauen & Widerstand - Ein Gespräch mit Delphine Minoui und Ulli Lust. Moderation: Shila Behjat (Autorin von Frauen und Revolution). Zwei Frauen, ein vereinendes Thema. Im Rahmen des Buchmesseprogramms „Frankfurt Calling“ sprechen die französisch-iranische Autorin Delphine Minoui ("Badjens") und die österreichische Comiczeichnerin und Illustratorin Ulli Lust ("Die Frau als Mensch") über die Rolle der Frauen in gesellschaftlichen Dynamiken, von der Vorgeschichte bis zu den Revolutionen der Gegenwart.
- 16:00-17:00 - Frankfurter Buchmesse, International Stage, Foyer Halle 5.1/6.1 - Kamel Daoud stellt seinen Roman Huris, Goncourt 2024, vor. Moderation: Cornelia Ruhe.
- 17:00-17:30 - Frankfurter Buchmesse - Leseinsel, Halle 3.1/C105 - Der Comicautor David Prudhomme stellt Rembetissa vor. Moderation: Andreas Platthaus.
Samstag, 18.10.2025
- 11:30 - 12:00 - Leseinsel, Halle 3.1/C105 - Gespräch über die Übersetzung von "Rue Saint-Maur 209" von Ruth Zylberstein. Die Übersetzerinnen Ela zum Winkel und Patricia Klobusiczky sprechen mit Verlegerin Luca Homburg über die Übersetzung von Ruth Zylbermans Roman. Zylberman schildert die Schicksale der Einwohner:innen eines Pariser Wohnhauses – von der Kommune über die Deportation jüdischer Kinder bis in die Gegenwart.
- 16:00 - 17:00 - International Stage, Foyer Halle 5.1/6.1 - Bestsellerautorin Christelle Dabos stellt ihren neuen Roman „Die Spur der Vertrauten“ vor. Moderation und Lesung: Amelie Thoma. Claire und Goliath leben in einer Welt, in der das «Wir» über allem steht. In der jeder Mensch den Instinkt besitzt, dem Allgemeinwohl zu dienen. Individualität existiert nicht. Doch was passiert, wenn sie doch an die Oberfläche kommt?
- 18:30-19:30 - Evangelische Akademie - David Prudhomme im Gespräch mit Martin Oesch. Moderation : Jakob Hoffmann. Mit „Rembetissa“ legt David Prudhomme die Fortsetzung seines mehrfach preisgekrönten Comics „Rembetiko“ vor und kehrt zurück in die Armenviertel von Piräus und in die Welt des „griechischen Blues“. Mit sinnlichem Strich und leuchtenden Farben erzählt er eindringlich über die Notwendigkeit, seine Leidenschaft zu leben, selbst wenn sie verboten ist. Beim Lesefest „Open Books Comics“ spricht David Prudhomme mit dem Schweizer Comiczeichner Martin Oesch.
- 18:30-19:30 - Evangelische Akademie, Großer Saal - „Frau, Leben, Freiheit“ mit „Badjens“ von Delphine Minoui. Schiras, Herbst 2022. Mitten im Aufstand – Frau, Leben, Freiheit – klettert die sechzehnjährige Badjens bei einer Demonstration auf einen Müllcontainer, um in aller Öffentlichkeit ihr Kopftuch zu verbrennen. Während sie vor einer Menschenmenge steht, die sie anspornt, zieht in einer Rückblende ihr bisheriges Leben an ihr vorbei.
Sonntag, den 19.10.2025
- 10:00 - 10:30 - F.A.Z. Stand - Christelle Dabos spricht mit Eva-Maria Magel über ihre neue Dystopie "Die Spur der Vertrauten"
- 12:00-13:00 - Frankfurter Buchmesse, Frankfurt Studio Pop-up, Saal Europa Halle 4.0 - Frisch aus dem Französischen - Neue literarische Stimmen aus Frankreich. SHORTLIST Prix PREMIERE #6. Entdecken Sie mit Nora Karches (Deutschlandfunk) und Romy Straßenburg (Arte) erstmals übersetzte, literarische Stimmen aus Frankreich, die die Aufmerksamkeit der deutschen Literaturszene verdienen! Die beiden kündigen die Shortlist des 6. Prix PREMIERE an.
- 14:00 - 15:00 - "Zentrum Wort", Frankfurter Buchmesse, Halle 4.1 F 21 - Begriffe in Bewegung – Übersetzen und Deuten im Kontext politischer Verschiebungen mit Tiphaine Samoyault und Judith Kasper. In gegenwärtigen, politisch aufgeladenen Debatten – etwa zu Wokeness, Laïcité, Identität, Souveränität oder Cancel Culture – treten Begriffe in Erscheinung, deren Bedeutungen sich dynamisch und oft konflikthaft verschieben. In der öffentlichen Arena werden diese Bedeutungsverschiebungen häufig polemisch zugespitzt oder vereinfacht. Umso dringlicher ist es, dass die Geistes- und Sozialwissenschaften Räume schaffen, in denen solche Begriffe nicht nur übersetzt, sondern auch historisiert, kritisch gedeutet und in ihren kulturellen Kontexten reflektiert werden.
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