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Art:walk Festival · Fotoausstellung ukrainischer Fotograf:innen „Die transgressive Kraft des Kummers"
13. Juni 2026
16:00 - 23:59
Veranstaltungs-Infos
Im Rahmen des Art:Walk Festivals präsentiert das Institut français Düsseldorf die Fotoausstellung „Die transgressive Kraft des Kummers" kuratiert von Camille Leprince.
„Die Hand der Geschichte
Kehrt die Sanduhr um
Die Seite des Handbuchs
Die Welt steht kopf
Schält die blaue Orange
Es ist nur, dass die Hülle rot ist“
– Ella Yevtushenko, Gedicht am fünften Kriegstag
Am 24. Februar 2022, um 4 Uhr morgens, durchbrachen die ersten russischen Bomben die Stille der Nacht. Während die Sanduhr das Schlimmste ankündigt, treten die Folgen zutage und erreichen nach und nach das ganze Land. Im Herzen dieser Tragödie inszeniert die aufstrebende ukrainische Fotografie die Brüche der Gegenwart. Die Bilder der hier versammelten neun Künstler distanzieren sich vom Sensationalismus des Fotojournalismus, indem sie ein zärtliches und subjektives Narrativ schaffen, das dennoch sowohl dokumentarische als auch poetische Hinweise streut, um dem laufenden Krieg Sichtbarkeit zu verleihen. Wenn das Unglück alles zu verschlingen scheint, zeigen sich Zeichen von Widerstand und Resilienz. Es zeigt sich die transgressive Kraft der Trauer, die keineswegs eine passive Haltung ist, sondern ein leiser Aufstand gegen das Diktat der Fakten, wenn die Zeit der Trostspendung noch nicht gekommen ist.
Kuratorin: Camille Leprince
Nachdem Camille Leprince die Sciences Po und die EHESS in Paris unter der Leitung des Philosophen und Kunsthistorikers Georges Didi-Huberman erfolgreich absolviert hat, arbeitet sie von Tschetschenien bis Syrien 10 Jahre lang in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, bevor sie als Forschungsbeauftragte des Nationalen Zentrums für Bildende Künste und als unabhängige Kuratorin und Programmgestalterin, die sich für aufstrebende Kunst einsetzt, Projekte entwickelte, die Kunst und Engagement verbinden,.
Mit: Lesha Berezovskiy (1991, Novoaidar), Mishka Bochkaryov (1989, Starokostiantyniv), Igor Chekachkov (1989, Kharkiv), Oleg Dimov (1986, Balta), Veronika Mol (1994, Korsun-Shevchenkivskyi), Xenia Pertrovska (1988, Liepaja), Iva Sidash (1995, Lviv), Elena Subach (1980, Chervonograd), Oleksandra Zborovska (1988, Zaporizhzhia)
Die meisten von ihnen leben noch in der Ukraine, aber einige sind Binnenvertriebene aus den vom Krieg am stärksten betroffenen oder inzwischen von Russland besetzten Gebiete, während andere ins Ausland ins Exil gegangen sind.
Die Ökopoetik der ukrainischen Künstlerinnen
In „Die transgressive Kraft des Kummers“ stehen mehrheitlich weibliche Künstler:innen im Mittelpunkt, die dokumentarische und poetische Ansätze verschmelzen lassen. Sie schaffen ein Mysterium, indem sie sich mit allen Formen der Zerstörung befassen – an der Architektur, am Menschen und an der Umwelt. Ihre Fotografien spiegeln das Unheimliche wider, sowohl gegenüber sich selbst als auch der Welt, und zeugen zugleich von dem Bedürfnis, sich zu schützen, auszudrücken oder neu zu erfinden.
| Den ganzen Tag über: Bio- und Naturweine von Incocagne und alkoholfreie Getränke ·
Programm am und im Bibliobus: Familienprogramm (16:00-19:00) & Photobooth (ab 20:00 Uhr) |
Programm im Rahmen des Art:walk Festivals unterstützt vom Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Eurostar und 25hours Hotel.
13. Juni 2026
16:00 - 23:59
Eintritt:
25 €
Ermäßigter Preis:
20€ / 15€
Institut français Düsseldorf
Bilker Str.
9
40213
Deutschland