Cécile Vidal: „Die Frühe Neuzeit neu denken:  Perspektiven einer atlantischen Geschichte“

Cécile Vidal: „Die Frühe Neuzeit neu denken: Perspektiven einer atlantischen Geschichte“

25. September 2026
18:15 - 20:00

Veranstaltungs-Infos

Im Rahmen der 16. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft „Frühe Neuzeit“ im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands hält die französische Historikerin die Keynote zum Thema „Revisiter l'histoire moderne depuis la perspective atlantique“. Der Vortrag wird simultan ins Deutsche übersetzt und ist für alle offen.

Bild: Egidio Maria Bordoni, Trompe-l’oeil, 1711 (Ausschnitt). Abb.: Wikipedia, Public Domain.

 


 


 

 

Eine Geschichte des Atlantiks geht davon aus, dass sich die europäischen, afrikanischen und amerikanischen Gesellschaften am Atlantik zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert wechselseitig veränderten – im Zuge der kolonialen Besetzung des amerikanischen Kontinents, mit dem Aufschwung des transatlantischen Sklavenhandels sowie durch die Ausweitung der kolonialen Versklavung in den Amerikas unter europäischer Dominanz. Durch ihre spezifische Perspektive stellt die atlantische Geschichte den Eurozentrismus historischer Periodisierungen sowie die Kontinuitäten und Diskontinuitäten zwischen der sogenannten Moderne und der Gegenwart grundlegend in Frage. Auch die Art und Weise, wie Imperialismus, Kolonialismus, Kapitalismus, Säkularisierung und Rassifizierung miteinander in Beziehung gesetzt werden, lässt sich so neu denken.

Cécile Vidal ist Professorin an der an der Pariser École des Hautes Études en Sciences Sociales EHESS. Sie beschäftigt sich mit der Sozialgeschichte des Imperialismus, mit Kolonialismus und Sklaverei in der atlantischen Welt des 17. bis 19. Jahrhunderts. Sie ist insbesondere Autorin von „Caribbean New Orleans: Empire, Race, and the Making of a Slave Society“ (2019) sowie Herausgeberin von „Une histoire sociale du Nouveau Monde“ (2021). Gemeinsam mit Paulin Ismard und Benedetta Rossi hat sie zudem den Sammelband „Les Mondes de l’esclavage. Une histoire comparée“ (2021) herausgegeben.

Die Tagung „Frühe Neuzeit erzählen“ der Arbeitsgemeinschaft „Frühe Neuzeit“ im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands findet vom 24. bis 26. September 2026 an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main statt. Der Titel „Frühe Neuzeit erzählen“ zielt sowohl auf die Praxis des Erzählens als auf den Gegenstand dieser Erzählung(en). Die Tagung gliedert sich dabei in die drei Blöcke Grenzen, Signaturen und Erzählen.

Die Tagung wird großzügig unterstützt durch den Friedrich Sperl-Fonds zur Förderung der Geisteswissenschaften.

Wissenschaftliche Organisation: Prof. Dr. Birgit Emich, Dr. Michael Leemann, Prof. Dr. Xenia von Tippelskirch. Geschäftsführung: Louise Zbiranski

Kontakt: fruehneuzeittag2026@uni-frankfurt.de 

25. September 2026
18:15 - 20:00

Eintritt: Eintritt frei

Goethe-Universität, Gebäude Sprach- und Kulturwissenschaften (SKW)
Rostocker Str. 2
60323 Frankfurt am Main