Schulvorführung "Das kostbarste aller Güter"

„Die Kraft des Mutes“ zu Jom HaShoah: Schulvorführung von „La plus précieuse des marchandises“

16. April 2026
10:30 - 12:30

Veranstaltungs-Infos

Selten sind Adaptionen so gelungen wie diese: "Das kostbarste aller Güter" / "La plus précieuse des marchandises" von Michel Hazanavicius ist jetzt im Rahmen des Filmfestivals der „Claims Conference“ und „Museum of Jewish Heritage“ (New York) in Frankfurt zu sehen. Das Thema der Filmvorführung zum israelischen Holocaust-Gedenktag ist „die Kraft des Mutes“ und anschließend an dem französischen Film findet ein Gespräch mit Rifka Ajnwojner (Jüdisches Museum Frankfurt) zu diesem Thema statt. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

La plus précieuse des marchandises (2019, Seuil) ist eine Erzählung vom französischen Schriftsteller Jean-Claude Grumberg. 2021 ist die deutsche Übersetzung „Das kostbarste aller Güter“ für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden. 

Auf dem Weg zum Vernichtungslager wirft ein verzweifelter Vater eines seiner Kinder aus dem Zug in den Schnee, wo es von einem kinderlosen Ehepaar entdeckt wird. Mit diesem einfachen Märchen werden die Unmenschlichkeiten und der Wahnsinn, zu denen Menschen fähig sind, geschildert, aber dies ist auch die großartige Geschichte der Liebe von Eltern zu ihrem Kind, die Jean-Claude Grumberg mit solcher Schönheit und Poesie beschreibt, dass einem das Herz aufgeht; darin wird ein Kind zum »kostbarsten aller Güter«, das je in einem Güterwagen transportiert worden ist.

Michel Hazanavicius ist ein französischer Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Schauspieler. Sein Erfolg ist auf seine Filme mit Jean Dujardin zurückzuführen, vor allem die Parodien auf Spionagefilme mit der Figur von OSS 117 und den Stummfilm in Schwarz-Weiß über die Entstehung des Tonfilms: "The Artist". 2022 versuchte er sich zum ersten Mal an einem Animationsfilm mit La plus précieuse des marchandises ("Das kostbarste aller Güter"), der auf einer Erzählung von Jean-Claude Grumberg basiert. Die Figuren seines Animationsfilms hat Michel Hazanavicius selbst gezeichnet. In der französischen Originalfassung sind die Stimmen von Jean-Louis Trintignant, Dominique Blanc und Denis Podalydès zu hören. 

Dominique Petre vom Institut français Frankfurt gibt eine Einführung zum Märchen von Jean-Claude Grumberg und zur Verfilmung von Michel Hazanavicius. 

Rifka Ajnwojner vom Jüdischen Museum Frankfurt spricht mit den Schüler*innen über Stärke, Mut und Widerstandskraft während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie ist beim Jüdischen Museum Frankfurt u.a. für Erinnerung an den Holocaust, kulturelle und politische Bildung zu den Themen Judentum zuständig. 

Die Claims Conference führt Verhandlungen über Entschädigungsleistungen und Mittel zur Unterstützung von NS-Opfern sowie die Restitution und Entschädigung jüdischen Eigentums. Zu Jom HaShoah (dem Holocaust Gedenktag in Israel) veranstaltet die Claims Conference in Partnerschaft mit dem Museum of Jewish Heritage ein Filmfestival in Berlin, Frankfurt, Wien, Tel Aviv sowie in allen fünf Stadtbezirken von New York City. Jom HaShoah dauert 2026 vom Abend des 13. April bis zum Abend des 20. April.

Die weltweiten Vorführungen umfassen Holocaust-bezogene Filme, die sich mit dem Thema „Strength of Courage“ (Die Kraft des Mutes) befassen. Sie beleuchten Akte der Tapferkeit – sei es im Überleben, im Widerstand oder im Wiederaufbau. Das Festival stellt den Mut in den Mittelpunkt – und macht deutlich, dass Mut nicht nur in großen Gesten zum Ausdruck kommt, sondern in jeder Entscheidung, für die Würde des Menschen einzutreten. 

Vorstellung in der französischen Originalversion mit deutschen Untertiteln. Länge: 81 Minuten. 
Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben, Vorwissen zu den Themen Holocaust und Shoah wird empfohlen.

Eintritt frei, Anmeldung der Schulen mit Angabe der Zahl der Schüler*innen und Lehrer*innen so schnell wie möglich an press@claimscon.org mit dem Betreff „FilmseriesFrankfurt-La plus precieuse des marchandises“ schicken.

16. April 2026
10:30 - 12:30

Eintritt: frei

Kino im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum DFF
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main
Deutschland