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FBM 2026: Im Comic „Lebensborn“ erzählt Isabelle Maroger ihre Familiengeschichte
11. Oktober 2026
09:15 - 10:00
Veranstaltungs-Infos
Isabelle Maroger war stolz auf ihre Familiengeschichte: Ihre Großeltern väterlicherseits waren in der französischen Résistance gegen das NS-Regime. Ihre Mutter, eigentlich Norwegerin, war als Baby von einem französischen Paar adoptiert worden. Doch eines Tages erfährt die Comicautorin, dass ihre Mutter als Tochter eines deutschen Soldaten und einer Norwegerin in einem Lebensborn-Heim zur Welt kam. Diese besondere Familiengeschichte erzählt sie in ihrem Comic „Lebensborn“ (Helvetiq/Bayard), der für den deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie „Jugendbuch“ nominiert ist.
Erst als Erwachsene hat Isabelle Maroger erfahren, dass der leibliche Vater ihrer Mutter ein deutscher Soldat war, und dass ihre Mutter, Katherine Maroger, in einem Lebensborn-Heim zur Welt kam. Von den Nationalsozialisten in ganz Europa aufgebaut, hatten diese Heime das Ziel, die Geburtenziffer von "arischen" Kindern zu erhöhen. Feinfühlig leuchtet die Illustratorin aus Lyon die Grauzonen zwischen Schuld und Unschuld aus und zeigt Geschichte und Familienkonflikte auf, ohne zu urteilen. Die leichten und einfachen Illustrationen ergänzen das tiefgründige und schwere Thema, ohne es dabei zu verfälschen. Im Comic begleitet Isabelle Maroger ihre Mutter bei ihren Recherchen, die die beiden nach Norwegen aber auch nach Deutschland führen. Ihr autobiografischer Graphic Novel „Lebensborn“ kann als wichtiger Beitrag gegen das Vergessen gesehen werden, denn er beleuchtet ein wenig besprochenes Kapitel des 2. Weltkriegs.
2024 veröffentlichte Isabelle Maroger ihr „BD“ Lebensborn (Bayard). In Frankreich wurde sie mit vielen Preisen ausgezeichnet: BD des Rendez-vous de l'histoire 2024, Prix Lycéens et apprentis Auvergne-Rhône-Alpes 2025, Prix lycéens l'Échappée littéraire 2025. Die deutsche Übersetzung von Silv Bannenberg, bei Helvetiq 2025 erschienen, ist für den deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert.
Auf der Frankfurter Buchmesse stellt Isabelle Maroger auf Einladung des Institut français Deutschland „Lebensborn“ vor. Moderation: Jakob Hoffmann.
Isabelle Maroger, 1979 in Montpellier geboren, ist eine französische Comic-Autorin und Illustratorin. Sie ist in Nîmes aufgewachsen und hat 2003 ihre Ausbildung an der Émile-Cohl-Schule in Lyon abgeschlossen. Sie arbeitet für Presse-, Verlage und Marketing, und ist Illustratorin des Comics Grace (Bayard), geschrieben von Marc Dubuisson).
Für diese Veranstaltung ist ein Buchmesse-Ticket erforderlich:
https://www.buchmesse.de/besuchen/tickets
11. Oktober 2026
09:15 - 10:00
Eintritt:
Buchmesse-Ticket erforderlich
Frankfurter Buchmesse
„Global Stage“,Übergang 5.1- 6.1, Ludwig-Erhard-Anlage
1
60327
Frankfurt am Main