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Festival „Africa Alive“: Zum 32. Mal afrikanisches Kino in Frankfurt und Höchst genießen
29. Januar 2026 - 22. Februar 2026
Veranstaltungs-Infos„Africa Alive“ erweitert jedes Jahr den filmischen Horizont und zeigt viele Produktionen, die auf Französisch gedreht worden sind. Zum 32. Mal präsentiert das Festival das Filmschaffen des afrikanischen Kontinents mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen. Die Retrospektive ist 2026 Souleymane Cissé gewidmet und Animationsfilme wie die Comicverfilmung Aya de Yopougon werden in Verbindung mit der Ausstellung „SHEROES. Comic art from Africa“ im Weltkulturenmuseum gezeigt.
Die Retrospektive ist in diesem Jahr dem malischer Regisseur Souleymane Cissé, der im Februar 2025 im Alter von 84 Jahren verstorben ist, gewidmet. Er gehört zu den bedeutendsten Pionieren des afrikanischen Kinos und war schon in frühester Jugend ein begeisterter Kinogänger. Er studierte Film in Moskau und drehte zunächst eine Reihe von Kurz- und Dokumentarfilmen, bevor er 1974 seinen ersten Langfilm realisierte. Beim Festival „Africa Alive“ zu sehen sind u.a. Den Muso – Das Mädchen (1975) über eine taubstumme junge Frau, die vergewaltigt wird und mit ihrer Familie in Schwierigkeiten gerät, Finyé (Der Wind 1982) über ein studentisches Liebespaar, das aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen kommt und Yeelen (1987), der bekannteste Film von Souleymane Cissé, der von einem Vater-Sohn Konflikt erzählt. Dazu wird der Dokumentarfilm von seiner Tochter Fatou Cissé, A Daughter's Tribute to Her Father (2022).
Im Link mit dem Weltkulturen Museum und der dortigen Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ werden einige Animationsfilme aus dem Platform IF Cinéma gezeigt. Aya de Yopougon (Frankreich/Elfenbeinküste 2013) ist eine Verfilmung der gleichnamigen Comicreihe von Marguerite Abouet und Clément Oubrerie und La grotte sacrée (Kamerun, 2023) einen Animationsfilm von Daniel Minlo und Cyrille Masso.
Bei den aktuellen Produktionen sind viele Filme zu sehen, die auf internationalen Festivals liefen: Promis le ciel (Promised Sky, 2025) aus Tunesien, My Father's Shadow aus Nigeria sowie der Gewinner des panafrikanischen Filmfestivals FESPACO: Katanga, la danse des scorpions von Dani Kouyaté aus Burkina Faso.
Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Festival auf den Sudan und die Entwicklungen der letzten Jahre, die vom Bürgerkrieg und Vertreibungen geprägt sind, und insbesondere in zwei Dokumentarfilmen Khartoum (2025) und Sudan, Remember Us (2024) thematisiert werden.
Das Festival findet parallel im Filmforum Höchst statt: https://filmforum-hoechst.com/ statt.
Französischsprachige Filme:
Donnerstag, 29. Januar, 20.15 Uhr DIYA
Freitag, 30. Januar,16.15 Uhr Aya de Youpougon (in Kooperation mit IF cinéma) & 20.30 Uhr Promis le ciel
Samstag, 31. Januar, 16 Uhr L’Arbre de l‘authenticité & 18 Uhr Hommage d’une fille à son père : Souleymane Cissé, zu Gast : Fatou Cissé
Sonntag, 1. Februar, 12 Uhr Den Muso – Das Mädchen The Girl mit Einführung & 20.15 Uhr Le Goût du vin de palme, zu Gast: Jean-Pierre Bekolo
Montag, 2. Februar, 18 Uhr La grotte sacrée (in Kooperation mit IF cinéma)
Donnerstag, 5. Februar, 20.30 Uhr Katanga, la danse des scorpions
Dienstag, 10. Februar, 18 Uhr Finyé Der Wind
Rahmenprogramm von „Africa Alive“ außerhalb der Kinosäle:
- am 31. Januar spielt Melane (Deutschland/Kongo) Afrosoul, Jazz & Global Grooves in der Brotfabrik
- am 6. Februar gibt es eine Performance von Afrotudedancers im DFF
- am 12. Februar wird der Comic Widerstand – Drei Generationen antikolonialer Protest in Kamerun bei Medico International vorgestellt
- am 22. Februar findet das Kinderfest mit Tanz, Akrobatik, Clownerie, Geschichten und Theater von Adesa (Ghana) beim Afroton statt.
Das Festival „Africa Alive“ hat das Ziel, den lebendigen Dialog zwischen den Kulturen zu fördern, so zum Abbau von Vorurteilen beizutragen und das multikulturelle Frankfurt zu bereichern. Seitdem das damalige Deutsche Filmmuseum 1995 zum ersten „Africa Alive“-Festival vierzehn neue afrikanische Filme präsentierte, hat sich das Programm stetig erweitert und bietet afrikanischen Künstler*innen ein Forum, sich und ihre Werke auf dem europäischen Kontinent zu präsentieren, wo afrikanische Filme, Literatur und Kultur zumeist – besonders auch in Deutschland – nach wie vor wenig bekannt sind. Die Unesco erklärte „Africa Alive“ 1996 zum Projekt der Weltdekade für kulturelle Entwicklung.
Weitere Infos zum Programm des Festivals: https://www.africa-alive-festival.de/programmuebersicht-2026/
29. Januar 2026 - 22. Februar 2026
Deutsches Filmmuseum & Filminstitut DFF
Schaumainkai
41
60596
Frankfurt am Main
Deutschland