Zwei Filmausschnitte von Filmen von Saodat Ismailova auf hellblauem Hintergrund. Links ein Bild das zwei Zeichnungen von Fischen zeigt. Rechts ein Bild dass einen nassen Sanduntergrund zeigt, womöglich der Untergrund eines ausgetrockneten Sees.

Filminstallation “When the Water Turns to Wind” der Filmkünstlerin Saodat Ismailova

21. Februar 2026 - 10. Mai 2026

Veranstaltungs-Infos

Die Filminstallation “When the Water Turns to Wind” der usbekischen Filmemacherin Saodat Ismailova wurde eigens für den Portikus in Frankfurt entwickelt. Mit beeindruckenden Bildern erzählt die in Frankreich ausgebildete Künstlerin die Geschichte Zentralasiens nach dem Ende der Sowjetunion und die gesellschaftlichen, ökologischen und kulturellen Herausforderungen rund um das Austrocknen des Aralsees. Die Installation lässt die Besucher*innen in die usbekische Wüste eintauchen und regt zur Reflexion über Natur, Kultur und Nachhaltigkeit an.

When the Water Turns to Wind erzählt die Geschichte Zentralasiens anhand der Region rund um den Aralsee. Seit den 1960er Jahren trocknete der See aus, sodass heute ein großer Teil des früheren Sees zur Wüste geworden ist. Mit ihrer Filminstallation zeigt Saodat Ismailova die Folgen des Verschwindens des Sees. Sie zeigt wie Verlust und Erinnerung das Gedächtnis von Menschen und Natur prägen und wie das Verschwinden des Wassers zu einem tiefen kulturellen und gesellschaftlichen Wandel führte. Ismailovas Filme zeigen wie wichtig kulturelle Rituale und Wissen sind und wie sie in Zeiten globaler Umbrüche bestehen bleiben können.

When the Water Turns to Wind wird unterstützt durch das Büro für Bildende Kunst des Institut français Deutschland. Die Ausstellung wird  ermöglicht durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, die Karin und Uwe Hollweg Stiftung, das französische Ministerium für Kultur (Ministère de la Culture) und die Städelschule Portikus e.V.

Saodat Ismailova ist Filmemacherin und Künstlerin und wuchs nach dem Ende der Sowjetunion in Usbekistan auf. Durch ihren Vater, der selbst Filmemacher war, beschäftigte sie sich schon früh mit Film. Sie studierte am Staatlichen Kunstinstitut Taschkent, sowie in von 2015 bis 2017 in Tourcoing (Frankreich) an der Kunstschule Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains. 2021 gründete sie das Forschungskollektiv DAVRA, das sich der Erforschung, Dokumentation und Verbreitung zentralasiatischer Kultur und Wissens widmet. Saodat Ismailova lebt in Paris und Taschkent. Für ihre Arbeit wurde Saodat Ismailova mit vielzähligen Preisen ausgezeichnet: unter anderem wurde ihr 2025 der Art Basel Golden Award verliehen, 2022 wurde sie mit dem Eye Art & Film Preis des EYE Film Instituut Nederland in Amsterdam ausgezeichnet. Der weltweite Erfolg ihrer Werke zeigt sich auch an den vielzähligen Orten, in denen diese bereits ausgestellt wurden. 2026 stellte Ismailova bereits im Swiss Institute New York aus. Weitere Werke sind Teil der Sammlungen der Modern, London, des Stedelijk Museum, Amsterdam, des Centre Pompidou, Paris und des Almaty Museum of Arts, Kasachstan. 

Zusätzlich zur Ausstellung präsentiert der Portikus ein Programm aus Filmen die sich mit ökologischen Fragen und Ressourcen beschäftigen. Das Programm gibt es auf der Webseite des Portikus: https://www.portikus.de/de/exhibitions/243_when_the_water_turns_to_wind 

21. Februar 2026 - 10. Mai 2026

Portikus
Alte Brücke 2 / Maininsel
60594 Frankfurt am Main
Deutschland