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Jérôme Leroy stellt sein Buch „Die kleine Faschistin“ vor
15. April 2026
20:00 - 21:15
Veranstaltungs-Infos
Eine französische Kleinstadt an der Nordsee, an der Grenze zu Belgien. Hier wächst die „kleine Faschistin“, wie Francesca zu Hause liebevoll genannt wird, zwischen Schießstand und rechtsintellektuellen Klassikern auf. Mit viel schwarzem Humor erzählt Jérôme Leroy ihre Geschichte in „Die kleine Faschistin“ (La petite fasciste); bei der zweisprachigen Lesung spricht er mit Eva-Maria Magel (FAZ) über das Buch.
Frankreich in einer mehr oder weniger nahen Zukunft. Rechtsextreme vor den Toren der Macht, politische Intrigen in allen Parteien und „der Verrückte im Élysée“ löst immer wieder das Parlament auf. In diesem Kontext erzählt Jérôme Leroy die Geschichte einer jungen identitären Aktivistin in Flandern. Francesca Crommelynck ist hin- und hergerissen, zwischen ihrem nationalistischen Elternhaus, ihrer Vergangenheit und dem Studium, dass sie nur halbherzig absolviert. Zufällig begegnet sie einem sozialistischen Abgeordneten, mitten in der Mid-Life-Crisis, der ohne große Überzeugung noch einmal für das Parlament kandidiert. Auf den ersten Blick haben die beiden wenig gemeinsam, aber die Liebe trifft sie ohne Vorwarnung…
In Frankreich erschien La petite fasciste im März 2025 und wurde für die Vorauswahl des Grand prix de littérature policière für Kriminalliteratur nominiert. Die Zeitung Le Parisien week-end schrieb „Wie schon in seinen früheren Romanen verbindet Jérôme Leroy hier Political Fiction mit schwarzem Humor und erzählerischer Raffinesse. Berauschend und brillant.“
Moderation und Übersetzung: Eva Maria Magel (FAZ)
Jérôme Leroy arbeitete lange als Lehrer in einer Schule in Roubaix, nahe der belgischen Grenze in Nordfrankreich. In einem Interview mit der französischen Zeitung Libération meinte er „Ich wollte darüber erzählen, was ich vor Ort sehe, die Gewalt in den menschlichen und politischen Beziehungen, die Aufstände in den Städten, die ich kommen sah.“ Jérôme Leroy schreibt Romane, Kurzgeschichten, Jugendbücher und auch Poesie; sein Roman „Der Block“, übersetzt von Cornelia Wend, erreichte 2018 den dritten Rang des Deutschen Krimi Preises.
Eva-Maria Magel studierte Literaturwissenschaft und Romanistik in Paris, Konstanz und Regensburg. Sie arbeitet als Journalistin und Literaturexpertin in Frankfurt am Main und leitet das Kulturressort der FAZ-Rhein-Main-Zeitung.
15. April 2026
20:00 - 21:15
Eintritt:
8-13€
Land in Sicht Buchladen
Eiserne Hand
3
60318
Frankfurt am Main
Deutschland