Frankreich unterhält Kulturvertretungen in ganz Deutschland. Das Institut français Deutschland ist bundesweit mit 13 Standorten vertreten. Weitere 12 Städte beherbergen ein Deutsch-Französisches Kulturzentrum.
Vernissage am 5.6.2026 um 19 Uhr
Wie lässt sich entlang der Entwicklung zeitgenössischer Kunst auch eine Geschichte der Counterculture erzählen, die bis in die Gegenwart künstlerische Ansätze beeinflusst? Diese Frage leitet durch die Ausstellung Inner Mornings, or Forms of Counterculture.
Im Zusammenspiel dreier bedeutender Sammlungen – der Sammlung Falckenberg und den Sammlungen des FRAC Pays de la Loire und des Musée d’arts de Nantes – wird sichtbar, wie Künstler*innen widerständige ästhetische Strategien entwickeln, alternative Räume erschließen und die Grenze zwischen der Mitte und den Rändern der Gesellschaft auflösen.
Das Projekt eröffnet einen spannungsvollen Dialog: Es zeigt, wie Gegenkultur in unterschiedlichen Kontexten gesammelt, vermittelt und verstanden wird. Dabei entsteht ein facettenreiches Bild von Kunst als Möglichkeit, gesellschaftliche Realitäten zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen. Anknüpfend an Thoreau, Foucault und Guattari versteht die Ausstellung Counterculture als aktiv, diskursiv und transformativ. In vier thematischen Kapiteln – „Claiming the multiplication of points of view and voices“, „See, show, divert and denounce“, „Rereading history, another story“ und „Shock, shake, upset, move the lines“ – werden Positionen präsentiert, die historische Narrative neu schreiben, gesellschaftliche Machtverhältnisse hinterfragen und künstlerische Strategien der Irritation und des Widerstands sichtbar machen.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Centre Claude Cahun, den fotografischen Sammlungen der Stadt Nantes und dem Regionalfonds für zeitgenössische Kunst der Pays de la Loire.
Künstler*innen
Mit Werken von Halil Altındere, Maja Bajevic, John Baldessari, Lewis Baltz, Bernd and Hilla Becher, Victor Burgin, Claude Cahun, Sophie Calle, Claire Chevrier, Jeremy Deller, VALIE EXPORT, Fischli & Weiss, Aikaterini Gegisian, Thomas Hirschhorn, Astrid Klein, Walid Raad, Sophie Riestelhueber, Martha Rosler, Wolfgang Tillmans, unter anderen.
https://2026.phototriennale.de/ausstellungen/inner-mornings-or-the-forms-of-counterculture/
Bildnachweis: Camille Orso Caël, „Slumber“, 2021. Pigmentdruck auf Archivpapier, 110 × 73 cm. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin und des FRAC des Pays de la Loire
Im Rahmen der Triennale der Photographie
05. Juni 2026 - 13. September 2026
Veranstaltungsort: Sammlung Falckenberg
Wilstorfer Straße 71, Tor 2, Hamburg-Harburg