Frankreich unterhält Kulturvertretungen in ganz Deutschland. Das Institut français Deutschland ist bundesweit mit 13 Standorten vertreten. Weitere 12 Städte beherbergen ein Deutsch-Französisches Kulturzentrum.
Im Rahmen der Vortragsreihe der Initiative Römisches Mainz ziehen Dr. Guido Faccani und Dr. Rüdiger Gogräfe Bilanz über die 2013 begonnenen und 2025 beendeten boden- und bauarchäologischen Forschungen und stellen die komplexe Genese der Johanniskirche mit Schwerpunkt im 1. Jahrtausend dar.
Die evangelische Johanniskirche mitten in der Mainzer Altstadt steht sprichwörtlich im Schatten des Hohen Domes St. Martin. Das war einst anders: Im ersten Jahrtausend erhob sich am Ort von St. Johannis die ursprüngliche Kathedrale St. Martin, der Alte Dom. Doch die architektonischen Wurzeln der Johanniskirche reichen weit in die römische Kaiserzeit hinab. Nach einer ersten Nutzungsphase entstand an schon damals zentraler Lage im frühen zweiten Jahrhundert eine monumentale Architektur, deren Funktion nicht abschließend geklärt ist, durch die jüngsten Ausgrabungsergebnisse aber in neuem Licht gesehen werden kann. Durch Umbau der römischen Großarchitektur entstand im 5./6. Jahrhundert die ursprüngliche Bischofskirche. Tiefgreifende Veränderungen in der späten ottonischen Epoche, wohl veranlasst durch Erzbischof Willigis, brachten schließlich eine Kirche hervor, die zu großen Teilen die heutige bildet.
Anmeldung unter taberna@roemisches-mainz.de
In Kooperation mit der Initiative Römisches Mainz e.V.
17. September 2026
18:00 - 19:30
Eintritt:
frei
Institut français Mainz
Schillerstraße
11
55116