Sie trägt Schulterlange Haare, ein orangener Pulli und steht vor einer Graffitiwand.

Autorenbegegnung mit Jennifer Richard

09. Dezember 2025
18:00 - 20:00

Veranstaltungs-Infos

Jennifer Richard stellt ihren Roman "Chemin des Falaises" vor, der im Frühjahr 2026 erscheinen wird. 

Marie ist noch jung, und in ihrem Berliner Alltag hat sie ganz plötzlich ihren Gefährten Alex verloren, der ihr seinen Hund, den Malinois Maxou, hinterlassen hat. Durch diesen Verlust traumatisiert, macht sie sich – zusammen mit dem Hund – auf den Weg in die Normandie...

Lesung und Austausch mit Jennifer RICHARD rund um das Manuskript "Chemin des Falaises"  (Grasset, 2026)

Moderation: Prof. Dr. Ralph Ludwig, Institut für Romanistik und Deutsch-Französische Gesellschaft Halle e.V.

Die französische Lesung wird durch ausführliche Zusammenfassungen in deutscher Sprache begleitet, auch vonseiten der heute in Berlin lebenden Autorin. Eintritt frei.

Der Roman

Jennifer Richard öffnet uns ein vielgestaltiges Universum. Sie selbst ist zugleich Normannin und Guadeloupéanerin, in den USA geboren und hat weitere weit entfernte Lebensstationen hinter sich, bevor sie sich in Berlin niederließ. Literarisch hat sie unterschiedliche Wege eingeschlagen. In dieser Begegnung jedoch wird die Autorin über ihren neuesten Roman Chemin des Falaises (im Druck, Grasset 2026) sprechen: Marie ist noch jung und hat – in ihrem Berliner Leben – ganz plötzlich ihren Gefährten Alex verloren, der ihr seinen Hund, den Malinois Maxou, hinterlassen hat. Traumatisiert von diesem Verlust fährt sie – gemeinsam mit dem Hund – in die Normandie, wo sie ein altes Haus in einer Küstenstadt erworben hat, die von vielen ihrer Bewohner verlassen wurde. Dort geht sie jeden Tag mit Maxou den Klippenweg entlang spazieren. Der Hund nähert sich nach dem Tod seines Herrchens ganz allmählich wieder an sie an – so wie auch sie selbst, die „nicht sehr deutsch wirkt“ (ein autobiografisches Augenzwinkern der Autorin), sich dieser Kleinstadt an der normannischen Küste nach und nach annähert.

Die Autorin

Jennifer Richard ist normannischer und guadeloupéischer Herkunft. 1980 in den Vereinigten Staaten geboren, ist sie somit französisch-amerikanisch. Sie hat an so unterschiedlichen Orten wie Tahiti, Wallis-und-Futuna, Guyana und Guadeloupe – und auch anderswo – gelebt. Derzeit wohnt sie in Berlin. Diese Vielfalt an Lebenswegen – ebenso wie ihre gewisse Neigung zu Geschichte und Politik: Sie arbeitete als Dokumentalistin für das Fernsehen – spiegelt sich in ihrem facettenreichen Werk wider, zu dem Romane wie La vie infinie (Philippe Rey 2024), ein antillischer Kriminalroman (Un non qui veut dire oui, Caraïbéditions 2023), Bücher über die Sklaverei, über Martin Luther King sowie ein Sammelband mit Übersee-Märchen gehören.


Eine Veranstaltung der Deutsch-Französische Gesellschaft Halle (Saale) in Kooperation mit dem Institut für Romanistik der Uni-Halle und des Institut français Sachsen-Anhalt mit Unterstützung der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt.

Bild © Pierre Vergely

09. Dezember 2025
18:00 - 20:00

Eintritt: Frei

Steintor-Campus Halle, Hörsaal V
Ludwig-Wucherer-Straße
06108 Halle (Saale)