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"Frau, Leben, Freiheit" mit Delphine Minoui, Journalistin und Autorin von "Badjens" und Anne Hahn, Autorin und Stadtschreiberin Magdeburg 2026
19. März 2026
19:30 - 21:30
Veranstaltungs-Infos
Im Dialog zwischen Delphine Minoui und Anne Hahn entfaltet sich – ausgehend von der Geschichte der jungen Badjens – eine vielschichtige Perspektive auf Mut, Protest und gesellschaftliche Umbrüche.
Dabei treffen Delphine Minouis Erfahrung als vielfach ausgezeichnete Nahost-Expertin und Anne Hahns literarische, biografische und kulturpolitische Perspektive in Deutschland aufeinander.
"Frau, Leben, Freiheit"
Ein geselliger Einlass ab 19:00 Uhr bei einem Glas Wein lädt zum Ankommen und Austausch ein.
19:30 Uhr Lesung & Diskussion
Begegnung mit Delphine Minoui, Journalistin und Autorin, „Badjens“ Orlanda Verlag (Frz. Badjens, Editions du Seuil) und Anne Hahn, Autorin, Stadtschreiberin Magdeburg 2026.
Moderation: Grit Michelmann, Moderatorin und Prozessbegleiterin
auf Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung
Ausgehend vom Roman Badjens rückt die Begegnung die Frage weiblicher Selbstbestimmung ins Zentrum: Was bedeutet Emanzipation in einer Gesellschaft, die über den Körper von Frauen verfügt? Wie entsteht Widerstand – und welchen Preis hat er?
Es eröffnet sich ein Gespräch über Frauenrechte, über Mut zur Sichtbarkeit und über die Kraft des Erzählens als Form von Selbstermächtigung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Geschichte der jungen Badjens, sondern die grundsätzliche Fragen: wie individuelle Stimmen zu gesellschaftlicher Bewegung wird – Und welche Rolle kann Literatur spielen, wenn es darum geht, Freiheit zu verteidigen und sichtbar zu machen?
Wort für Wort bedeutet Bad-jens:
"nicht akzeptabel"
Und im Alltagspersischen:
"schelmisch oder aufmüpfig."Mitten im Aufstand »Frau, Leben, Freiheit« klettert die sechzehnjährige Iranerin Badjens bei einer Demonstration in Shiras auf einen Müllcontainer, um in aller Öffentlichkeit ihr Kopftuch zu verbrennen. Während sie vor einer Menschenmenge steht, die sie anfeuert, zieht in Rückblenden ihr bisheriges Leben an ihr vorbei: ihre unerwünschte Geburt, ihr konservativer Vater, ihr Smartphone voller rebellischer Hits, ihre Freundinnen, ihre erste Liebe, ihr Körper, der nach Freiheit verlangt, und die Kleiderordnung für Frauen, die dieses Stück Stoff auf dem Kopf vorschreibt, von dem Badjens sich unbedingt befreien will ...
Anne Hahn, 1966 in Magdeburg geboren, organisierte in Magdeburg Punk-Konzerte, bis sie im Mai 1989 einen Fluchtversuch aus der aserbaidschanischen Republik in Richtung Iran unternahm. Nach einer sechsmonatigen Haft studierte sie in Berlin Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik. Seit 1999 ist Anne Hahn als Autorin tätig, publizierte zahlreiche Porträts und Rezensionen. Ihre Wende-Erlebnisse verarbeitete sie im Roman Dreizehn Sommer, der 2005 bei Schirmer/Graf in München und 2014 in neuer Ausgabe als Gegenüber von China im Ventil Verlag erschien. Es folgten Biografien, Sachbücher und Romane: DreiTagebuch, (Ventil Verlag, 2014), Das Herz des Aals, Ventil Verlag 2017, zuletzt mit Frank Willmann: Vereint im Stolz - Fußball, Nation und Identität im postjugoslawischen Raum, BfpB 2021, das literarische Sachbuch Lebus - Ein Ortsporträt, culturcon medien 2021 und 2023 der Roman Anne Hahn träumt Christian Beck bei Volandt & Quist.
Delphine Minoui ist Franko-Iranerin. Sie arbeitet als Auslandskorrespondentin für die Zeitung Le Figaro, hat lange im Iran gelebt und berichtet seit 25 Jahren über das Geschehen im Nahen und Mittleren Osten. 2006 wurde sie für eine Artikelserie über den Irak und den Iran mit dem Prix Albert Londres ausgezeichnet. Ihre reportageähnlichen Erzählungen Je vous écris de Tehéran und Les Passeurs de livres de Daraya (Grand Prix des Lectrices ELLE 2018) waren in Frankreich große Erfolge und wurden in etwa ein Dutzend Sprachen übersetzt. 2023 erhielt sie für ihren ersten Roman L’Alphabet du silence den Prix Constantinople. Badjens war Finalist für den Prix du Roman FNAC 2024 und wurde mit dem Prix des Visionnaires 2025 ausgezeichnet.
Astrid Bührle-Gallet, geboren 1978 in Stuttgart, studierte Französisch und Kunsterziehung. 2006 kam sie als Deutschlektorin nach Lyon und unterrichtete dort an mehreren Hochschulen. Heute arbeitet sie als Literaturübersetzerin und Malerin. 2024 gewann sie mit ihrer Übersetzung von »Möge der Tigris um dich weinen« den Deutschen Jugendliteraturpreis im der Kategorie Neue Talente.
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Ein Projekt des Institut français Sachsen-Anhalt in Kooperation mit der Stadtbibliothek Magdeburg mit der Unterstützung der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt und des Fachbüros für Buch- und Verlagswesen des Institut français Deutschland.
Weinsponsoring: Weinhandlung Lassak Magdeburg – herzlichen Dank für die Unterstützung!
19. März 2026
19:30 - 21:30
Eintritt:
Frei
Stadtbibliothek Magdeburg / Mediathek des Institut Français Sachsen-Anhalt
Breiter Weg
109
39104
Magdeburg
Deutschland