Frankreich unterhält Kulturvertretungen in ganz Deutschland. Das Institut français Deutschland ist bundesweit mit 13 Standorten vertreten. Weitere 12 Städte beherbergen ein Deutsch-Französisches Kulturzentrum.
Jüdisches Leben heute in Frankreich und Deutschland - Kontexte und Handlungsperspektiven
17. November 2025
19:00 - 21:15
Veranstaltungs-Infos
Vortrag und Podiumsdiskussion
Frankreich beherbergt eine der größten jüdischen Gemeinschaften Europas. Obwohl Religion in einem säkularen Staat Privatsache ist, werden Juden oft instrumentalisiert: Einige werden zu Unrecht mit der Politik Israels gleichgesetzt, andere sind direkt von Antisemitismus betroffen, einem Phänomen, das seit dem 7. Oktober 2023 und dem Krieg im Gazastreifen auch in Deutschland deutlich zugenommen hat.
Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe zum Thema Antisemitismus laden die Freunde des Institut français Stuttgart e.V. und ihre Partner zu einem Abend ein, der wissenschaftliche Analysen und Erfahrungsberichte aus der Praxis verbindet. Zwei Podiumsdiskussionen bringen Forscher, Künstler und Akteure aus dem Vereinswesen zusammen, um die Wurzeln und aktuellen Formen des Antisemitismus in Europa zu verstehen und mögliche Antworten zu diskutieren.
Programm des Abends
Begrüßung
Mit Monika Renninger (Leiterin des evang. Bildungszentrums Hospitalhof Stuttgart), Generalkonsul Gaël de Maisonneuve (Generalkonsul Frankreichs und Leiter des Institut français Stuttgart), Dr. Ute Leidig (Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration)
Panel 1: Antisemitismus in Europa und seine Hintergründe
mit Prof. Dr. Natan Sznaider (Professor für Soziologie) und Prof. Dr. Julia Christ (Philosophin und Forschungsbeauftragte am CNRS)
Panel 2: Bekämpfung des Antisemitismus in der Praxis
Mit Jérémie Dres (Zeichner und Comic-Autor), Dr. Robert Ogman (Projektleiter RAIS BW) und Norbert Schwab (SEJAL – Gesellschaft zur Erforschung des Judentums in Elsass und Lothringen)
Moderation: Prof. Dr. Felix Heidenreich
Zu den Referenten:
- Prof. Dr. Natan Sznaider : ist emeritierter Professor für Soziologie an der Akademischen Hochschule Tel Aviv und Autor zahlreicher Bücher zu Erinnerung, Antisemitismus und israelischer Gesellschaft. 2024 erhielt Sznaider für sein literarisches Wirken für den Frieden in Israel und in der Welt den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung.
- Prof. Dr. Julia Christ: ist Philosophin, Forschungsbeauftragte am CNRS und Professorin an der EHESS in Paris, spezialisiert auf kritische Theorie und Emanzipationsbewegungen. Außerdem ist sie Redakteurin der Zeitschrift K, les Juifs, l’Europe, le XXIe siècle ( K, die Juden, Europa, das 21. Jahrhundert).
- Jérémie Dres: Der französische Comiczeichner verbindet Autofiktion, Reportage und Erinnerung und beschäftigt sich mit jüdischer Identität und Migration. Zu seinen Werken zählen „Nous n’irons pas voir Auschwitz“ und „Le jour où j’ai rencontré“ Ben Laden.
- Dr. Robert Ogman: studierte Politik und Soziologie in New York und Potsdam. Er entwickelt Bildungsprojekte zu jüdischem Leben und Antisemitismus in Baden-Württemberg. Seit 2025 leitet er das Projekt RIAS BW.
- Norbert Schwab: ist Vorsitzender des SEJAL Strasbourg, der Gesellschaft für die Erforschung des Judentums im Elsass und in Lothringen (société pour l'étude de judaïsme en Alsace et Lorraine).
In der Reihe "Bekämpfung von Antidiskriminierung im deutsch-französische Kontext - Jüdisches Leben"
Anmeldung erforderlich auf Jüdisches Leben heute in Frankreich und Deutschland | Hospitalhof Stuttgart
Ein Projekt des Vereins der Freunde des Institut français Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum Hospitalhof und dem IZKT Universität Stuttgart. Finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.
17. November 2025
19:00 - 21:15
Eintritt:
frei - Anmeldung erforderlich
Hospitalhof
Büchsenstr. 33
70174