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Veranstaltungsreihe „Bekämpfung von Diskriminierung im deutsch-französischen Kontext“
18. September 2026 - 31. März 2027
Veranstaltungs-InfosTeil 4: Genre, pouvoir, résistances / Geschlecht, Macht, Widerstände
Ab September 2026 widmet sich das vierte Kapitel der deutsch-französischen Reihe „Bekämpfung von Diskriminierung im deutsch-französischen Kontext“ den Wechselwirkungen von Geschlecht, Macht und gesellschaftlichen Widerständen. Trotz großer Fortschritte bei der rechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland und Frankreich bestehen bis heute strukturelle Benachteiligungen – im Berufsleben, in der Politik, im Kulturbetrieb und nicht zuletzt durch geschlechtsspezifische Gewalt. Die steigende Zahl der Femizide, Debatten um körperliche Selbstbestimmung und nicht zuletzt der Pélicot-Prozess haben diese Themen erneut in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt.
Die Veranstaltungsreihe beleuchtet diese Entwicklungen aus deutsch-französischer Perspektive und bringt Wissenschaft, Kunst und Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Lebensrealitäten von Frauen sowie Fragen nach Gleichstellung, Diskriminierung und geschlechtlicher Selbstbestimmung.
Künstlerinnen, Autorinnen, Philosophinnen und Aktivistinnen eröffnen neue Perspektiven auf Machtverhältnisse, Demokratie und gesellschaftlichen Wandel.
In Ausstellungen, Vorträgen, Filmgesprächen, Theateraufführungen, Lesungen und Podiumsdiskussionen werden unterschiedliche Zugänge zu den Themen der Reihe beleuchtet.
Programm :
- Den Auftakt bildet die Ausstellung „Cartographies du soin“ von Ann-Josephin Dietz in der Reihe Retour de Paris (18.9.–23.10.), die sich mit Kunst und Mutterschaft auseinandersetzt.
- Bei „Frauen im / am Fluss“ stehen Florence Hervés Buch Wasserfrauen und der Dokumentarfilm Zur Geschichte des Neckars von Evelyn Knoedler-Lepetit im Mittelpunkt (24.9.).
- Am 15.10. spricht die Philosophin Corine Pelluchon über Feminismus und Demokratie und stellt ihr aktuelles Buch Die Macht des Weiblichen vor.
- Mit einer Diskussionsrunde unter dem Titel „Wer kommt nach oben ? Über Macht, Care und Chancengleichheit“ über die gläserne Decke in der Kunstwelt endet die Ausstellung am 22.10.
- Vom 28.10. bis 4.11. präsentieren die Französischen Filmtage Stuttgart und Tübingen aktuelle Filme und Gespräche zu den Themen Diskriminierung von Frauen und Transpersonen.
- Am 26.11. widmet sich eine Podiumsdiskussion zum europäischen Comic den Perspektiven von Comic-Künstlerinnen und weiblichen Stimmen in der grafischen Literatur.
- Die zweisprachige Theaterproduktion „Monique s'évade / Monique bricht aus“ – nach Édouard Louis‘ Buch in der Inszenierung von Aleksandr Kapeliush – erzählt die Geschichte einer Frau, die sich aus einer gewaltvollen Beziehung befreit, und setzt sich eindrucksvoll mit Unterdrückung, Emanzipation und Selbstbestimmung auseinander (5. & 6.12.).
- Den literarischen Abschluss des Jahres bildet am 11.12.„Ein Abend im Zeichen der weiblichen Literatur“ mit der vielfach ausgezeichneten Übersetzerin Elisabeth Edl. Anlässlich ihres 70. Geburtstags spricht sie über Colette und George Sand – zwei Autorinnen, die mit ihren Werken schon früh gesellschaftliche Konventionen hinterfragten und weiblicher Selbstbestimmung eine literarische Stimme verliehen.
- Beim Deutsch-Französischen Tag (27.1.27), wird die Reihe mit der Podiumsdiskussion „Geschlecht, Macht, Widerstände“ fortgesetzt. Philosophinnen, Autorinnen, Juristinnen und Aktivistinnen aus Deutschland und Frankreich diskutieren über aktuelle feministische Herausforderungen und Perspektiven.
Weitere Formate wie ein feministischer Lesekreis, Konzert- und Lesungsabende sowie Ausstellungen vertiefen die Themen der Reihe bis ins Frühjahr 2027.
Die Veranstaltungsreihe ist Teil des Programms „Nacht der Ideen 2026“ des Institut français Deutschland: Nacht der Ideen 2026 | Institut français d'Allemagne
Sie wird vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit aus Landesmitteln finanziert, die vom Landtag von Baden-Württemberg bewilligt wurden.
18. September 2026 - 31. März 2027
Institut français Stuttgart
Schlosstr. 151
70174
Stuttgart