Lili, der Dokumentarfilm - Thüringen Bild: Ariane Films

"Lili" - Filmvorstellung und Begegnung mit Lili Keller Rosenberg

04. Oktober 2026
17:00 - 19:00

Veranstaltungs-Infos

Das Institut français Thüringen lädt Lili Keller Rosenberg vom 4. bis zum 7. Oktober 2026 in Thüringen ein, wo sie Schüler.innen und Lehrkräfte treffen wird. Mit bald 94 Jahren und voller Freude und Energie fährt sie quer durch Frankreich, um ihre Kindheit und ihre Deportation zu erzählen, und um junge Menschen zu ermutigen, wachsam zu bleiben und sich für demokratische Werte einzusetzen.

Anlässlich einer erneuten Zusammenarbeit mit den ACHAVA-Festspielen Thüringen zeigt das Institut français Thüringen den Dokumentarfilm "Lili" zum ersten Mal im Original mit deutschen Untertiteln. Eine Filmpremiere in Deutschland! 

Der Dokumentarfilm ist eine lebendige Hommage an die unermüdliche Zeugin der Shoah. Anhand von Erinnerungen, Interviews, unveröffentlichtem Archivmaterial und historischen Rekonstruktionen beleuchtet der Dokumentarfilm ihren Einsatz für eine lebendige Erinnerungskultur und gegen extremistische Ideologien. Der Dokumentarfilm ist mehr als ein Erinnerungsfilm, er ist eine Staffelstabsübergabe an die jüngeren Generationen, die die Pflicht haben, diese Zeit nicht zu vergessen, und die Zeugnisse der Zeitzeugen und Zeitzeuginnen zu übermitteln. Erinnerung als Pflicht, als Mahnung und als Verantwortung.

Im Anschluss an die Filmvorführung werden wir uns mit unserem Ehrengast Lili Keller- Rosenberg austauschen. Das Institut français und das kommunale Kino Mon Ami freuen sich sehr auf die Anwesenheit von Lili Keller Rosenberg!

Kurzporträt

Lili Keller Rosenberg, geboren am 15. September 1932 in Croix (Hauts-de-France), wurde am 27. Oktober 1943 im Alter von elf Jahren zusammen mit ihren Eltern und ihren zwei jüngeren Brüdern von der Feldgendarmerie in Roubaix verhaftet und in das Sammellager Mechelen in Belgien gebracht. Im Dezember 1943 folgte die Deportation in das Konzentrationslager Ravensbrück, wo sie vierzehn Monate lang gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren beiden Brüdern gefangen gehalten wurde. Anfang 1945 wurde die Familie aufgrund des Herannahens der alliierten Truppen in das Konzentrationslager Bergen-Belsen verlegt, wo Lili schließlich am 15. April 1945 von britischen Truppen befreit wurde. Auch ihre Brüder Robert und André sowie ihre Mutter Charlotte überlebten das Lager. Ihr Vater, Josef Rosenberg, wurde 1943 von der Familie getrennt und in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Kurz vor der Befreiung des Konzentrationslagers wurde er von SS-Soldaten erschossen.

Dokumentarfilm 2026 - Produzenten: Germain und Robin Aguesse

Dauer: 52 Minuten - OmdU.

Produziert von Ariane Films in Zusammenarbeit mit France Télévisions – ICI Hauts-de-France, dem CNC und Pictanovo sowie mit Unterstützung der "Fondation pour la mémoire de la Shoah", von „Le Souvenir Français – Officiel“ und des Départements Nord.

Mit Dank an die Sparkassen - Kulturstiftung Hessen - Thüringen, an die Thüringer Staatskanzlei und an das Kommission für die Rückgabe von Gütern und die Entschädigung der Opfer antisemitischer Enteignungen.

 

04. Oktober 2026
17:00 - 19:00

Eintritt: frei

Institut français Thüringen im kommunalen Kino Mon Ami
Goetheplatz 11
99423 Weimar