Lili Keller Rosenberg in Weimar Bild: Gaëtan Lamarque

Lili Keller Rosenberg in Weimar

07. Oktober 2026
10:00 - 12:00

Veranstaltungs-Infos

Im Rahmen der ACHAVA Festspiele organisiert das Institut français Thüringen am 07. Oktober eine Schülerveranstaltung mit Lili Keller Rosenberg in der Sendehalle Weimar. Es ist die letzte Station der französischen Zeitzeugin in Thüringen. 

Am 5. Oktober nahm sie an dem Achava-Schülerforum im Thüringer Landtag teil und am 6. Oktober war sie in der Jenaplanschule Jena erwartet.

 

Teilöffentliche Veranstaltung. Es gibt kleine Plätze mehr zur Verfügung.

Mit Simultanübersetzung.

Kurzporträt

Lili Keller-Rosenberg, geboren am 15. September 1932 in Croix (Hauts-de-France), wurde am 27. Oktober 1943 im Alter von elf Jahren zusammen mit ihren Eltern und ihren zwei jüngeren Brüdern von der Feldgendarmerie in Roubaix verhaftet und in das Sammellager Mechelen (Malines) in Belgien gebracht. Im Dezember 1943 folgte die Deportation in das Konzentrationslager Ravensbrück, wo sie 14 Monate lang gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren beiden Brüdern gefangen gehalten wurde. Anfang 1945 wurde die Familie aufgrund des Herannahens der alliierten Truppen in das Konzentrationslager Bergen-Belsen verlegt, wo Lili schließlich am 15. April 1945 von britischen Truppen befreit wurde. Auch ihre Brüder sowie ihre Mutter überlebten das Lager. Ihr Vater, Josef Rosenberg, wurde 1943 von der Familie getrennt und in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Kurz vor der Befreiung des Konzentrationslagers wurde er von den SS ermordet. Eine Gedenktafel in Buchenwald erinnert an ihn.

Seit mehr als 45 Jahren berichtet die französische Zeugin der Shoah unermüdlich zahlreichen jungen Menschen von ihrer Kindheit, von der nationalsozialistischen Politik und deren Barbarei. Sie kämpft gegen das Vergessen, gegen die Umschreibung der Geschichte und warnt vor den Gefahren des Rassismus und der Diskriminierung. Ihr Engagement ist ein kraftvoller Aufruf zu Toleranz, Wachsamkeit und Respekt gegenüber anderen.

Mit Dank an die Sparkassen - Kulturstiftung Hessen - Thüringen, an die Thüringer Staatskanzlei und an das Kommission für die Rückgabe von Gütern und die Entschädigung der Opfer antisemitischer Enteignungen.

07. Oktober 2026
10:00 - 12:00

Eintritt: kostenfrei

Institut français Thüringen & Sendehalle Weimar
Humboldtstraße 36
99423 Weimar