Frankreich unterhält Kulturvertretungen in ganz Deutschland. Das Institut français Deutschland ist bundesweit mit 13 Standorten vertreten. Weitere 12 Städte beherbergen ein Deutsch-Französisches Kulturzentrum.
Salon français mit André Chénier und Carl Philipp Emanuel Bach
04. Dezember 2025
19:00 - 21:00
Veranstaltungs-Infos
Der Salon français des Institut français Thüringen und die Literarische Gesellschaft Thüringen e.V. laden zum Jahresende zu einer literarischen Veranstaltung mit André Chéniers Lyrik und Carl Philipp Emanuel Bachs Klavierstücken ein. Eine von Simon Werle (Lesung) und von Irmela Roelcke (Klavier) Reise in den lyrischen und musikalischen Werken des 18. Jahrhunderts wartet auf das Publikum.
Die Rezitation ist in deutscher und teilweise in französischer Sprache geplant.
André Chénier (1762–1794) gilt der Literaturgeschichte als bedeutendster französischer Lyriker des 18. Jahrhunderts, insbesondere als Vorläufer der Romantik innerhalb der durch klassizistische Konventionalität geprägten Epoche. Von der Antike durch seine Reise in Italien stark beeinflusst begann er 1778 seine ersten Gedichte zu schreiben und vorzulesen, die in der neoklassizistischen "anakreontischen" Manier der Zeit gehalten waren, die griechischen und lateinischen Vorbildern folgte. Dann verfasste er in den Jahren 1780-1785 Lyrik: "Bucoliques" (Hirtengedichte), Elegien, Epigramme, Oden, Hymnen und Gedichte. 1794 wurde er in Paris guillotiniert.
Die Pianistin Irmela Roelcke verbindet in ihrer Arbeit das Konzertieren mit dem Lehren, das Ausüben mit dem Reflektieren und Vermitteln von Musik. Dabei entwickelt sie innovative Konzepte und dramaturgisch profilierte Programme. Sie leitet in Berlin eine eigene private Klavierklasse und arbeitet an der Musikschule Charlottenburg-Wilmersdorf in der Studienvorbereitung und Begabtenförderung. Zudem wird sie immer wieder als Dozentin an die Hochschulen Hanns Eisler Berlin, Frankfurt am Main, Hannover, Luzern und Saarbrücken sowie an die Universität der Künste Berlin eingeladen.
Ein Schwerpunkt der Arbeit von Irmela Roelcke liegt in der Wiederentdeckung und Präsentation selten aufgeführter oder verschollener Klavier- und Klavierkammermusik. Beispielsweise hat sie die weltweit erste Einspielung des monumentalen Klavierquintetts von Artur Schnabel als CD veröffentlicht.
Simon Werle, geb. 1957 in Freisen im Saarland, ist Übersetzer zahlreicher klassischer Bühnenwerke und französischer Lyrik und Autor von Romanen und Theaterstücken. Er hat zahlreiche Neuübersetzungen klassischer Theaterstücke vorgelegt, in den achtziger Jahren insbesondere von Racine, Corneille und Molière sowie Übertragungen moderner Autoren wie Koltès, Genet, Duras und Beckett. Parallel dazu trat er seit 1986 mit mehreren Prosabänden und Romanen als Erzähler hervor. Als Lyrikübersetzer machte er sich durch die Neu-Übertragung von Baudelaires ‚Blumen des Bösen‘ einen Namen.
Für sein literarisches und übersetzerisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1985 den Förderpreis für Literatur der Stadt München, 1988 den Paul Celan Preis des deutschen Literaturfonds, 1992 den Johann Heinrich Voß Preis für Übersetzung, 1994 den französischen Orden eines Chevalier des Arts et des Lettres, 2003 den Tukan-Preis der Stadt München, 2017 den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis und 2020 den Paul Scherbart Preis.
Der Salon français ist ein Format des Institut français Thüringen für Veranstaltungen zur französischen Sprache und Kultur. Vortrag und Lesung finden jedoch überwiegend in deutscher Sprache statt mit einigen Ausschnitten auf Französisch, die ins Deutsche übersetzt werden.
Eine Kooperation zwischen der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. und dem Institut français Thüringen.
04. Dezember 2025
19:00 - 21:00
Eintritt:
10€ (inkl. vin d´honneur)
Ermäßigter Preis:
7€
LiteraturEtage und Institut français Thüringen
c/o Eckermann-Buchhandlung (OG), Marktstraße
2-4
99423
Weimar