Afrika 21: zeitgenössische afrikanische Kulturen entdecken

Bild: Penda Diouf

Das Institut français Deutschland präsentiert zum Themenjahr Africa2020 rund 30 Veranstaltungen in ganz Deutschland.

Kino, Live-Events, Comics, Literatur, bildende Kunst... inspirieren zum Entdecken des zeitgenössischen afrikanischen Schaffens durch innovative und originelle Projekte und laden dazu ein, die Welt zu hinterfragen.

Zweisprachige szenische Lesung von «Pistes», von und mit der französisch-senegalesischen Autorin Penda Diouf am 18. Februar 2021 (per Livestream), veranstaltet vom Institut français Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Lindenmuseum Stuttgart. "Pistes" ist ein Stück über Mut – den Mut der 29-jährigen Penda Diouf, die alleine von Paris nach Namibia aufbricht, um das ferne Land zu erkunden. Penda Diouf ist eine von vier Theaterautorinnen, die im Buch Afropéennes (Afropäerinnen) vorgestellt werden, dessen Übersetzung ins Deutsche vom Institut français Deutschland unterstützt wurde (Neofelis Verlag, erscheint im Februar 2021).

Lese-Tournee mit der Schriftstellerin Hemley Boum aus Kamerun, die ihren Roman "Les Maquisards (Gesang für die Verlorenen)" vorstellt. Wie ein großes Fresko skizziert der Roman das Leben kamerunischer Unabhängigkeitskämpfer, deren Schicksale durch Kampf und Leid, aber auch durch Liebe und Freundschaft verbunden sind. Der Schriftsteller Max Lobe aus Kamerun ist ebenfalls eingeladen: er nimmt an einem Kolloquium der Humboldt Universität teil, das sich mit den queer Ästhetiken in den afrikanischen Litteraturen befaßt. Der Autor wird seinen Roman "La trinité bantoue" während dieser Veranstaltung vorstellen, der in Deutschland unter dem Titel "Drei Weise aus dem Bantuland" im Austernbank Verlag erschienen ist.

Die Wanderausstellung "Kubuni. Les bandes dessinées d'Afrique.s"/"Kubuni. Comics aus Afrika" (Sachsen, Berlin, Bonn, Termine vorbehaltlich Bestätigung) wird dieses Jahr in Angoulême auf dem internationalen Festival des Comics präsentiert. Die Ausstellung zeigt die lebendige Kreativität des Afrikas südlich der Sahara, geprägt durch stilistische und thematische Vielfalt. Die afrikanische Kreativität zeichnet sich durch die enge Verknüpfung von traditioneller Kultur, französisch-belgischem Erbe, Manga-Einflüssen und Videospielen aus. Mehrere afrikanische Comic-Autoren sind eingeladen, die Ausstellung zu begleiten, sofern die Pandemie-Situation dies zulässt.

Die darstellenden Künste werden mit der Präsentation afrikanischer Produktionen im Rahmen des Internationalen Festivals Theater der Welt Ende Mai 2021 in Düsseldorf gefeiert. Ein wichtiger Meilenstein ist auch Africologne, das afrikanische Festival zu Tanz, Theater, Performance, Musik und Literatur im Juni 2021.

In der Sparte Kino lassen sich aus dem Zyklus Tigritudes 20 panafrikanische Filme und Diaspora-Filme von den 60er Jahren bis heute entdecken. Alex Moussa Sawadogo, Direktor des Festivals Afrikamera und Repräsentant des Panafrikanischen Film- und Fernsehfestivals von Ouagadougou (FESPACO), hat ebenfalls eine Auswahl an Filmen der jungen afrikanischen Szene zusammengestellt, die in Berlin, Hannover, München und Hamburg gezeigt werden (in Kooperation mit TV5 Monde).

Africa2020 widmet sich als Kultursaison in Frankreich den 54 afrikanischen Staaten. Das Themenjahr Africa2020 startete im Dezember 2020 in Guyana, Fort-de-France, Paris und Lyon und lädt dazu ein, die Welt aus afrikanischer Perspektive zu betrachten und zu verstehen. Während der gesamten Kultursaison werden die in Frankreich präsentierten Veranstaltungen über Online-Aufzeichnungen in den sozialen Netzwerken des Institut français Paris verfügbar sein.

... HÖHEPUNKTE ...

  • 18 Februar 2021: zweisprachige szenische Livestream-Lesung des Stücks «Pistes» von Penda Diouf. In Zusammenarbeit mit dem Lindenmuseum und dem Literaturhaus Stuttgart im Rahmen des alle zwei Jahre in Stuttgart stattfindenden Festivals Französische Wochen, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt des frankophonen Afrika
  • Ab Mai 2021: Deutschland-Wanderausstellung «Kubini. Comics aus Afrika» (Leipzig, Dresden, Berlin, Bonn ...) In Begleitung von Comic-Autoren
  • Frühling - Sommer 2021 in Berlin, Hannover, München, Hamburg (vorbehaltlich Bestätigung): afrikanischer Filmzyklus der jungen afrikanischen Szene von Alex Moussa Sawadogo
  • März - Dezember 2021 im Institut français Köln/Düsseldorf: Filmfestival Afrika – Zyklus «Tigritudes»
  • 24. bis 31. Mai 2021 in Düsseldorf: Unterstützung afrikanischer Produktionen des Festivals Theater der Welt
  • 21. Juni in Köln: Biennale Africologne – Festival der afrikanischen Künste