Französische Filmwoche Bild: W-film

Französische Filmwoche: Notre-Dame – Die Liebe ist eine Baustelle

07. Dezember 2021
21:15 - 22:45

Veranstaltungs-Infos

Im Rahmen der Französischen Filmwoche 2021 in Düsseldorf.

Von Valérie Donzelli
Originalfassung mit deutschen Untertiteln, Frankreich/Belgien 2019, 88 Min.

Mit Valérie Donzelli, Pierre Deladonchamps, Thomas Scimeca, Bouli Lanners

Zur Ruhe kommt Maud eigentlich nie. Die alleinerziehende Pariser Architektin macht das Leben und die Liebe zu schaffen. Zu wenig Geld, zu wenig Anerkennung, ein nerviger Ex. Doch plötzlich gewinnt sie mit ihrem Entwurf die begehrte Ausschreibung zur Neugestaltung des Vorplatzes von Notre-Dame. Die Freude währt allerdings nur kurz, denn nun soll es erst richtig chaotisch werden. Charmant, witzig und ein bisschen märchenhaft kommt Valérie Donizellis Film daher, in dem sie auch selbst die Hauptrolle übernommen hat.

Québec, Ende der 60er Jahre. Beginnend beim Treffen ihrer Eltern, der Geburt ihrer dreizehn Geschwister und dann der Geburt des Nesthäkchens Aline, die schon im zarten Kindesalter singt und die Leute begeistert. Als sie zwölf Jahre alt ist, findet man einen Musikproduzenten Guy-Claude, der an Aline glaubt und aus ihren einen Weltstar machen möchte. Beschrieben wird ihr kometenhafter Aufstieg, aber auch ihre Liebe zu dem deutlich älteren Produzenten, die wiederum ihrer Mutter ein Dorn im Auge war. Kenner von Céline Dions Lebensgeschichte sehen schon: Valérie Lemercier hat sich bei ihrer fiktionalisierten Biographie der Sängerin doch sehr nahe an deren wahrem Leben orientiert.

Der Film beginnt mit einem Blick auf die im Hier und Jetzt lebende Aline. Sie liegt im Bett, von ihren Kindern umgeben. Dann springt der Film ins Quebec des Jahres 1932 zurück, aber nur kurz, um das erste Treffen von Alines Eltern zu zeigen. Quasi im Zeitraffer erlebt man dann mit, wie die Eltern älter werden und all ihre Kinder nach und nach geboren werden. Dann hört man Aline singen. Man sieht das Mädchen von hinten. Alles ist so, wie es sein soll. Aber als die Kamera den Blickwinkel wechselt und man die fünfjährige Aline sieht, ist das Erschrecken groß. Denn Valérie Lemercier hat sich dazu entschieden, Aline in jedem Alter zu spielen, also auch als Kind. Man sieht die 57-jährige Schauspielerin in verkleinerter Form, auf die Größe eines Kindes gebracht. Obwohl Lemercier Sängerin ist, singt sie nicht selbst. Die französische Sängerin Victoria Sio hat das übernommen – und kommt Dion wirklich nahe. 

In Cannes gab es dieses Jahr nach der Uraufführung Standing Ovations. Filmische Biographien große Musiker sind seit einiger Zeit angesagt: Aretha Franklin, Freddie Mercury und Elton John wurde die Ehre erwiesen, nun trifft es Celine Dion, die dem Film aber weder ihren Segen erteilt, noch etwas damit zu tun hat. Darum ist ALINE auch eine nicht autorisierte Biographie, die doch sehr sehr stark von Dions Leben inspiriert ist. Eine Wirkung, die neben den biographischen Eckdaten und der Liebesgeschichte vor allem durch die Musik kreiert wird – Lieder bei denen so mancher einen Ohrwurm mit nach Hause nehmen wird. ALINE ist eine schillernd warmherzige Hommage an den Weltstar Céline Dion und verbindet Glamour, Humor und großartige Musik.  //programmkino.de 

Eine Intitiative von: Büro für Film und Medien des Institut français Deutschland und UniFrance
Danke an unsere Partner Filmkunstkinos Düsseldorf / Bambi Filmstudio
Mit der Unterstützung der Vertretung der Regierung von Québec (München/Berlin)

 

07. Dezember 2021
21:15 - 22:45

Eintritt: 7.00
Ermäßigter Preis: 5.00

Bambi Filmstudio
Klosterstraße 78
40211 Düsseldorf