Boualem Sansal Bild: Francois Guillot/​Getty Images

Digitale Begegnung mit Boualem Sansal

04 Mai 2020 - 31 August 2020

Veranstaltungs-Infos

Der Zug nach Erlingen (Merlin 2019)

Boualem Sansal, geboren 1949 in Algerien, ist 1999 hervorgetreten mit seinem ersten Roman, „Le serment des barbares“ (deutsch: „Der Schwur der Barbaren“ Merlin 2003), dann mit „Le village de l’Allemand“ (2008, dt. „Das Dorf des Deutschen“ Merlin 2010), in dem er von einem ehemaligen SS-Mann erzählt, der sich in Algerien zurückgezogen hat. In „2084: Das Ende der Welt“ (Merlin 2016) beschreibt er eine totalitäre Welt, die stark an das erinnert, was dem radikalen Islamismus vorschwebt. Es wurde mit dem Grand Prix du roman de l’Académie française ausgezeichnet.

"Le train d´Erlingen ou La métamorphose de Dieu" (Der Zug nach Erlingen, Merlin 2019) ist der letzte Teil einer Triologie, in der sich der Autor mit dem Thema Islamismus auseinanersetzt. Zwei sehr unterschiedliche Frauen erkennen die Gefahr, die vom Zerfall der Demokratie und vom religiösen Extremismus ausgehen. Sie beginnen, sich zu wehren...

Boualem Sansal gehört zu den wichtigsten Autoren der arabischen Welt. Sein Engagement für den friedlichen Diskurs der Kulturen wurde 2011 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels geehrt. Er setzt sich als aufgeklärter Weltbürger mit der Situation in der westlichen, wie der arabischen Welt auseinander und lebt weiterhin in Algerien. Sansal war bereits 2016 in Thüringen, bei den Literaturtagen auf Burg Ranis.

Die im April geplante Lesung musste leider wegen Covid19 abgesagt werden, aber Boualem Sansal schickt auf diesem Weg einen herzlichen Gruß aus Algerien an seine Leserinnen und Leser.

Entdecken Sie das Video-Interview, das der Merlin-Verlag mit ihm über DER ZUG NACH ERLINGEN geführt hat::

 

https://www.youtube.com/watch?v=ahCco1HFBPw

In Kooperation mit dem Merlin Verlag

04 Mai 2020 - 31 August 2020