Büro für Film und Medien

Die Zusammenarbeit im audiovisuellen Bereich ist eine wichtige Komponente der französischen Kultur in Deutschland. 

DIE FILMBRANCHE

Zu den wichtigsten Aufgaben des Bureau du cinéma et des médias des Institut français Deutschland zählen die Verbreitung und Vermarktung audiovisueller Werke in Deutschland sowie die Förderung der Kooperation zwischen deutschen und französischen Film- und Medienschaffenden.

Deutschland ist gemessen an den Besucherzahlen nach Frankreich und Großbritannien das drittgrößte Kinoland in Europa und der wichtigste Absatzmarkt für französische Filme im Ausland. Mit unserer Französischen Filmwoche fördern wir den Import französischer Filme nach Deutschland. Die Filmwoche ist eine ideale Plattform, um französische Filme in deutsche Kinos zu bringen, die bei Presse und Publikum großen Anklang finden. Wir arbeiten in diesem Zusammenhang eng mit UniFrance films und den deutschen Filmverleihern zusammen und unterstützen sie das ganze Jahr über bei der Organisation von Deutschlandpremieren französischer Filme.

Darüber hinaus beteiligt sich das Bureau du cinéma et des médias an großen Filmfestivals wie der Berlinale, dem Filmfest München, den französischen Filmtagen in Hamburg oder in Tübingen und trägt durch seine Mithilfe bei der Vorführung französischer Filme, die nicht unbedingt für den deutschen Markt vorgesehen waren, zur Strahlkraft des französischen Kinos bei.

DIE FERNSEHBRANCHE

Seit 2012 ist der deutschsprachige Raum (Deutschland und Österreich) der wichtigste Markt für französische Fernsehprogramme. Das Bureau du cinéma arbeitet regelmäßig mit französischen Anbietern audiovisueller Medien zusammen. In Zukunft wollen wir verstärkt französische TV-Serien in Deutschland fördern, die sich weltweit großer Beliebtheit erfreuen.

DIE VIDEOSPIELBRANCHE

Ab 08.12.21 wird die Computerspielebranche zu dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz betreut. (BMDV - Computerspieleförderung (bmvi.de) )

Die Computerspielebranche ist eine global stark wachsende Branche. Deutschland ist der größte Markt in Europa und der fünftgrößte Markt weltweit. Als Teil der digitalen Kreativbranche weist die Computerspieleentwicklung eine hohe Innovationskraft auf. Neben technischen Innovationen (z.B. in den Bereichen Grafikverarbeitung, 3D-Modellierung, Virtual Reality) und kulturellen Neuerungen sind auch Prozess- und wirtschaftliche Innovationen zu beobachten. Auch andere Wirtschaftsbereiche (wie Filmwirtschaft, Architektur- und Baubranche, Mobilität, Bildung, Gesundheit und Pflege) profitieren von den technischen Innovationen und dem Know-how der Branche.

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Im Rahmen der Computerspieleförderung des Bundes wurden seit 2019 etwa 340 Vorhaben gefördert werden. Viele Unternehmen der Gamesbranche konnten damit erfolgreich unterstützt werden.

Das Förderprogramm wurde mit der sog. großvolumigen Computerspieleförderung und einer zugrundeliegenden EU-Notifizierung verstetigt. Im Bundeshaushalt stehen für die Maßnahme jährlich bis zu 50 Mio.€ bereit.
Mit der Ende Juni 2021 veröffentlichten „Strategie für den Gamesstandort Deutschland“ sind Ziele und Leitlinien einer ganzheitlichen Games-Politik benannt worden. Die Rolle der Computerspiele-Branche in Deutschland als Innovationstreiber wird darin besonders hervorgehoben. Damit deutsche Computerspiele Innovationstreiber bleiben, sollen Wege gesucht werden, wie die Innovationskraft von Branche und Wissenschaft gezielt gefördert werden kann. Für einen intensiveren Austausch zwischen Wissenschaft und Unternehmen ist ein Ziel, die Forschungsförderung im Themenfeld Games auszubauen, beispielsweise durch Verbundvorhaben aus Wissenschaft, Forschung und Industrie oder den Einsatz von Reallaboren zur Beantwortung interdisziplinärer Fragestellungen.