Dors mon amour, Ausschnitt
21. March 2017
25. June 2017

Beginn: 10:00 Uhr  |  End: 18:00 Uhr
5.00 € / 3.00 € (ermäßigt)

Georges Rouault - Die Realität des Lebens

Kunstverein Talstrasse e.V.
Talstraße 23
06120 Halle (Saale)
21. March 2017
25. June 2017

Beginn: 10:00 Uhr  |  End: 18:00 Uhr
5.00 € / 3.00 € (ermäßigt)

Georges Rouaults grafisches Hauptwerk und mehr...

Rouault ist ein Charaktermaler, ein Mystiker, ein religiöser Maler und ein machvoller Realist. Seine Bildmotive, Clowns, Gekreuzigte, Dirnen und seine Jahrmarktszenen, sind dramatische Visionen. Die Ausstellung thematisiert neben seinen druckgrafischen Zyklen „Miserere“, „Cirque“ und „Cirque de l´Étoile Filante“ auch eine Auswahl an Ölbildern.

Der französische Maler und Grafiker Georges Rouault wird häufig zum Kreis der Künstler um die École de Paris oder zu den Fauvisten gezählt, dabei lässt er sich nur schwer einer bestimmten Schule oder einem Stil zuordnen. Rouault wird auch häufig in den Vergleich zu den drei großen französischen Sittenmalern Honoré Daumier, Félicien Rops und Henri de Toulouse-Lautrec gebracht. Es ist aber wohl eher die Mischung aus Geistigkeit und Realismus, die den besonderen Charakter seiner Werke ausmacht. Es ist die Suche eines besessenen Künstlers, eines gläubigen Katholiken, nach einer von allen irdischen Fesseln befreiten Malerei. So ist er in seinem Wirken oft voll mönchisch asketischen Zornes – seine Clowns sind tragisch, die Richter lächerlich.

Nach einer Lehre als Glasmaler, studierte Rouault ab 1890 an der École des Arts Décoratifs und anschließend an der École nationale Supérieure des Beaux-Arts de Paris zunächst bei Elie Delaunay und später als Meisterschüler von Gustave Moreau. 1910 hatte er seine erste Einzelausstellung in der Galerie Druet und wurde ab 1917 exklusiv von dem Kunsthändler Ambroise Vollard vertreten. Ab den 1930er Jahren sind seine Arbeiten in zahlreichen internationalen Ausstellungen zu sehen. 1945 widmete ihm das Museum of Modern Art New York eine große Retrospektive. Sein umfangreiches Œuvre reicht von Gemälden, Grafiken, Tapisserien und Glasmalereien bis hin zu Bühnenbildern und Emaillearbeiten. Seine Werke befinden sich in zahlreichen großen europäischen Sammlungen und in Museen weltweit.

Als eines seiner Hauptwerke gilt der 58 Blatt umfassende Zyklus „Miserere“, der neben zwei weiteren Zyklen in Gänze in Halle (Saale) präsentiert werden wird.

Gegen Ende der 1920er Jahre entwickelte Rouault die für ihn so charakteristische Impastomalerei, bei der die Farbe in pastosen Schichten aufgetragen wird. Dabei wählte er nahezu ausschließlich religiöse Themen, die er mit ikonenhafter Strenge und intensiver Leuchtkraft umsetzte. Eine Auswahl dieser Malereien wird neben den druckgrafischen Blättern besondere Akzente setzen.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des französischen Botschafters.

Parallel zur Schau GEORGES ROUAULT - DIE REALITÄT DES LEBENS findet im Kunstmuseum Moritzburg die Ausstellung SEHEN MIT GESCHLOSSENEN AUGEN statt, welche sich einer Gegenüberstellung der Werke Alexej von Jawlenskys und Georges Rouaults widmet.

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