Pablo Picasso, Torero y señorita, aus: Prosper Mérimée / Louis Aragon, „Le Carmen des Carmen“, 1960, Farblithografie, 34,2 x 23 cm © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Flo Fetzer
03. December 2017
28. February 2018

Beginn: 18:00 Uhr  |  End: 19:00 Uhr
Ab 2.00 €

Ausstellung: Pablo Picasso und die Literatur

Kunsthalle Göppingen
Marstallstraße 55
73033 Göppingen
03. December 2017
28. February 2018

Beginn: 18:00 Uhr  |  End: 19:00 Uhr
Ab 2.00 €

Pablo Picasso (1881–1973) ist einer der bedeutendsten und prägendsten Künstler des 20. Jahrhunderts mit einem beispiellos vielfältigen Werk. In der Kunsthalle Göppingen steht eine bislang kaum bekannte Facette des spanischen Ausnahmetalents im Fokus – seine Auseinandersetzung mit der Literatur.

Am 3. Dezember 2017 öffnet die Kunsthalle Göppingen ihre Pforten zu einer ganz besonderen Ausstellung. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit einem „anderen“ Picasso – mit einer Facette des spanischen Jahrhundertkünstlers, die bislang kaum bekannt ist und doch sein Werk zentral mitgeprägt hat: seine zahlreichen Buchillustrationen lassen sich in Göppingen mit einem genauen Blick auf die Inhalte der von ihm bebilderten Texte verbinden.

Oberstes Ziel ist es, die enge Verbundenheit Picassos mit der Literatur sichtbar zu machen. Obgleich viele seiner Buchillustrationen Auftragswerke für Autoren oder Verleger waren, schuf der Künstler stets Arbeiten, die eine starke eigene Auseinandersetzung mit der jeweiligen literarischen „Vorlage“ beweisen, ja eine innovative künstlerische Interpretation statt eines bloßen Umsetzens der Texte beinhalten. Durch den speziellen Fokus der Ausstellung wird somit auch die besondere Poesie der Bilderwelt Picassos sichtbar. Höhepunkte sind unter anderem die Radierungen des Künstlers zu Ovids „Metamorphosen“, eine Lithografie zu Tolstois „Krieg und Frieden“, Blätter der Serie „Sueño y mentira de Franco“ – ein Protest gegen den spanischen Diktator – sowie Illustrationen zu Honoré de Balzacs Novelle „Das unbekannte Meisterwerk“, in der die Frage nach der Darstellbarkeit des Undarstellbaren aufgeworfen wird. Eine Bibliothek der illustrierten Romane, Erzählungen und Gedichte, ergänzt durch Picassos eigenes lyrisches Œuvre, rundet das Profil der Werkschau ab. Die Kunsthalle Göppingen ist ein international renommiertes Museum mit eigener Sammlung, das sich vor allem der zeitgenössischen Kunst verschrieben hat, daneben aber auch die Klassische Moderne nicht vernachlässigt. Entsprechend befindet sich die Picasso-Schau in einer Tradition erfolgreicher Ausstellungen von Max Ernst über Goya bis hin zu Chagall. Ein Schwerpunkt liegt auf den vielfältigen Verbindungen zwischen Bildender Kunst und Literatur. Auch in Sachen Gegenwart knüpfen sich an die Kunsthalle wichtige Namen, so z. B. Ilya Kabakow, Karin Sander, Ayşe Erkmen, James Turrell und Jaume Plensa.

Neben einer Vielzahl an Führungen wird es zu der Ausstellung „Pablo Picasso und die Literatur“ auch Lesungen und Vorträge geben, so dass die Besucherinnen und Besucher ihr Wissen über den Künstler und seine literarischen Bezugspunkte in ganz verschiedene Richtungen erweitern können. Außerdem entstand in Zusammenarbeit mit dem SWR 2 und in Kooperation mit dem Werner-Heisenberg-Gymnasium Göppingen ein Audioguide für das junge Publikum.

Grußworte: Guido Till, Oberbürgermeister der Stadt Göppingen; Nicolas François Eybalin, Generalkonsul der Französischen Republik, Stuttgart

Zur Ausstellung: Dr. Melanie Ardjah und Werner Meyer, Kunsthalle Göppingen

Eintritt: 2,-/4,-/7,-/13 € (Kinder und Jugendliche/Ermäß./Erwachsene/Familienkarte)

Veranstalter: Kunsthalle Göppingen

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