Beginn: 19:15 Uhr  |  End: 22:00 Uhr
05. Dezember 2017
1
Eintritt frei

Kino: Vorstellung des Dokumentarfilmes Ken Bugul – Personne n'en veut

Institut Culturel Franco-Allemand, Doblerstraße 25, 72074 Tübingen
Doblerstraße 25
72074 Tübingen
05. Dezember 2017
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Eintritt frei

Porträt über die senegalesische Schriftstellerin Ken Bugul.

Die Doku "Ken Bugul Personne n'en veut!" (SEN 2015, 62 Min., OF dt. UT) ist ein sensibles Porträt über die senegalesische Schriftstellerin Ken Bugul, ein Spiegel der Situation der Frauen und eine Reflexion der Beziehungen zwischen Afrika und dem Westen. Gespräch auf Französisch mit Übersetzung. Eintritt frei. Im Institut.

Ken Bugul gilt als eine der hervorragendsten senegalesischen Schriftstellerinnen der aktuellen französischsprachigen Literaturen. Ihre Romane sind wichtiger und radikaler Bezugspunkt, da sie es versteht, in eigenwilligem Stil hochliterarische Sprache mit den Rhythmen, den Ausdrucksweisen und den gedanklichen Grundstrukturen des Wolof, ihrer Muttersprache, dicht zu verweben. „Was Ihr auf Französisch in meinen Romanen lest, ist die Art, wie man in meinem Dorf in unserer Sprache Wolof denkt und spricht.“

Ihre persönliche Geschichte ist durch die historischen Ereignisse Afrikas geprägt. Sie kommt 1947 in einem isolierten Dorf in Senegal, das noch französische Kolonie ist, zur Welt. Ihr Vater ist bei ihrer Geburt 85 Jahre alt, als sie fünf Jahre alt ist, verlässt die Mutter den Haushalt und lässt die Tochter zurück. Diese Erfahrung des Verlassenwerdens ist grundlegend. Ken Bugul fühlt sich nicht geliebt, strebt jedoch voller Entschlossenheit nach Freiheit. Als erstes Mädchen der Familie geht sie zur Schule und fliegt 1971 nach Europa, um weiter zu studieren. „Während zwanzig Jahren habe ich nur ihre Gedanken und ihre Gefühle gelernt. Ich hoffte, mich mit ihnen zu amüsieren, aber ich wurde enttäuscht: ich habe mich mit ihnen identifiziert, sie aber identifizierten sich nicht mit mir“, schreibt sie in ihrem ersten Roman Die Nacht des Baobab.

Ihr feinfühliges dokumentarisches Porträt zeigt eine mutige und verletzliche Ken Bugul. Sie evoziert das Leben einer Künstlerin, deren Werk zu einem neuen Blick auf eine Welt voller komplexer Beziehungen verhilft und präsentiert eine Biographie die zugleich als Spiegel der Situation aller Frauen und als Reflexion der Beziehungen zwischen Afrika und dem Westen dient.

Der Film wird in Originalversion mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Direkt im Anschluss an den Dokumentarfilm haben wir Ken Bugul und Prof. Dr. Susanne Goumegou eingeladen: Schreiben und Leben zwischen Afrika und Frankreich. Gespräch mit der senegalischen Schriftstellerin Ken Bugul und mit Prof. Dr. Susanne Goumegou

Trailer unter https://www.trigon-film.org/fr/movies/Ken_Bugul

In Kooperation mit EZEF, mit den Französischen Filmtagen Tübingen Stuttgart, den Filmfest Frauenwelten und dem Romanischen Seminar der Eberhard Karls Universität Tübingen.

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