Kriegsgefangenenlager im Ersten Weltkrieg © Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg
18. August
11. November 2018

Beginn: 09:00 Uhr  |  End: 18:00 Uhr

Merseburg im Ersten Weltkrieg. Einwohner – Soldaten – Kriegsgefangene

Von Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg
Kulturhistorisches Schloss Museum Merseburg
18. August
11. November 2018

Beginn: 09:00 Uhr  |  End: 18:00 Uhr

100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg

Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg: „Merseburg im Ersten Weltkrieg. Einwohner – Soldaten – Kriegsgefangene“

Eigene Erlebnisse und Beobachtungen aus dem Zeitraum des Ersten Weltkriegs zeichnete die Merseburger Lehrerin Luise Giesecke in ihrem Tagebuch auf. Sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung „Merseburg im Ersten Weltkrieg. Einwohner – Soldaten – Kriegsgefangene“, die einen ausschnitthaften Einblick in das Leben der Merseburger Zivilbevölkerung gibt, insbesondere der Frauen und Kinder. Im Mittelpunkt stehen die Nöte um die Versorgung mit Lebensmitteln und Bekleidung, Spendensammlungen und die ständige Sorge um die in den Krieg gezogenen Männer, Väter, Söhne oder Brüder.

Anhand von Biografien werden persönliche Schicksale Merseburger Familien erzählt und Andenken aus Familienbesitz gezeigt; rund 50 Rückmeldungen an das Museum hatte es aufgrund eines Zeitungsaufrufs gegeben.

Die Gefallenen blieben an der Front, Verwundete und Versehrte kehrten nach Merseburg zurück und wurden in einem der zahlreichen Lazarette behandelt.

Erstmals wird in einer Ausstellung das aus dem öffentlichen Bewusstsein fast verschwundene Kriegsgefangenenlager in Merseburg-Süd thematisiert, in dem insgesamt über 40.000 Gefangene inhaftiert waren, hauptsächlich Russen und Franzosen. 21 erhaltene originale Zeichnungen des in Merseburg internierten französischen Kriegsgefangenen Emile Oudart werden als Leihgaben (Privatbesitz) gezeigt, die den sehr entbehrungsreichen Lageralltag auf besondere Weise veranschaulichen. Eine interaktive Medienstation mit Plänen, Ansichten und zeitgenössischen Notizen gibt eine eindrückliche Vorstellung vom ehemaligen Kriegsgefangenenlager.

Begleitprogramm:

25. August 2018, 14 Uhr

Führung am Standort des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers in Merseburg-Süd

4. September 2018, 19 Uhr

Filmvorstellung aus der dokumentarischen Dramaserie „14 Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ und anschließendes Gespräch mit dem Regisseur und Autor Jan Peter

18. September 2018, 18 Uhr

Stefan Witt (Leipzig): Buchvorstellung „Otto König – Kriegserinnerungen 1914-1918“ (Schraplau)

13. Oktober 2018, 14 Uhr

Führungen durch die Ausstellung sowie auf dem Gelände des ehemaligen Merseburger Kriegsgefangenenlagers nach Vereinbarung

4. November 2018, 16 Uhr

Recorded Songs don't ever die" (Selbst tot noch singen wir). Elektro-akustische Performance der französischen Künstlerin Marie Guérin auf der Grundlage von Aufnahmen aus dem Lautarchiv: überlieferte Volkslieder, gesungen von Kriegsgefangenen im Ersten Weltkrieg (1914-1918). 

Förderer:

Die Ausstellung wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

Kooperationspartner: Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt

Mit freundlicher Unterstützung durch das Institut français Sachsen-Anhalt, den Merseburger Altstadtverein e. V., den Förderkreis Museum Schloss Merseburg e. V., die Saalesparkasse und den Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V.

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