Sie ist die Zukunft © Kunstverein Langenhagen
10. Dezember
3. Februar 2019

Beginn: 14:00 Uhr  |  End: 17:00 Uhr

Sie ist die Zukunft

10. Dezember
3. Februar 2019

Beginn: 14:00 Uhr  |  End: 17:00 Uhr

Die Ausstellung ‚Sie ist die Zukunft‘ möchte die Wege beschreiten, die die Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven geebnet hat, vorrangig mit modernen und postmodernen Experimenten, zumeist in Verbindung mit körperhaften Performances, seien es Texte (Gedichte) oder tragbare Skulpturen und Ornamente. 

Eine Gruppenausstellung mit den Werken von Karina Bisch, Ann Cotten, Pauline Curnier Jardin, Sofie van Loo, Astrid Seme, Jay Tan, Urara Tsuchiya

Die Ausstellung im Kunstverein Langenhagen will keine materielle Retrospektive der Arbeit von Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven sein – zumal nicht viele ihrer Arbeiten übrig sind und ihre Gedichte in Archiven in den Vereinigten Staaten aufbewahrt und daher schwierig auszuleihen sind – sie möchte vielmehr eine Würdigung ihrer Performances und ihres Denkens sowohl durch ihre Worte als auch die Worte und Taten anderer KünstlerInnen sein. Die Ausstellung soll als eine Aktivierung ihrer Gedanken und Position verstanden werden, in der unterschiedliche zeitgenössische KünstlerInnen auf verschiedene Aspekte ihres Werks referieren, so zum Beispiel ihre (Proto-)Performances, ihre Behandlung und Nutzung von Kleidung als gemeinsamer Nenner für eine hybride Persönlichkeit, ihre Vermischung von Geschlechterrollen und die Entwicklung moderner Identitäten, ihre Promiskuität und die Haltung, ihren Körper als ein Kunstwerk, als eine Ausstellungsplattform zu sehen. 

Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven, die als Else Hildegard Plötz 1874 in Swinemünde, Deutschland geboren wurde und 1910 von Berlin aus in die USA gezogen ist, wird oft als ‚agent provocateur' beschrieben, als eine Proto-Punk-Poetin und -Künstlerin, sogar als Ikonoklastin. In ihrem Leben schrieb sie Poesie, erschuf Körperornamente, Skulpturen und selbstentworfene Kleidungsstücke (‚dada couture’), mit und in denen sie auch performte. Die Praxis der Baronin provozierte Skandale, indem sie neue Fragen aufwarf: Was konstituiert Poesie und Performance? Was sind ihre Ziele? Wo sind ihre Grenzen? Ihr Oeuvre, sowohl ihre (Performative) Gedichte als auch ihre visuellen Arbeiten, hinterfragt unter Anderem in provokanter Weise die Rolle und den Wert von Frauen und Sex in einer modernen Gesellschaft. 

KALENDAR:

  • Eröffnung um 9.12.2018

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