Selbstporträt als Konfirmand © Evgen Bavcar
10. Januar 2019
18:00 Uhr
Eintritt frei

Die Konzeptfotografie und die Frage des Bildes

10. Januar 2019
18:00 Uhr
Eintritt frei

Vortrag des blinden Fotografen Evgen Bavcar aus Paris über die Frage des Bildes.

Bauhaus-Universität, Van de Velde-Bau, Geschwister-Scholl-Straße 7, 99423 Weimar

Evgen Bavcar, der blinde Fotograf aus Paris (gebürtig aus Slowenien), kommt nach Weimar zu einer Ausstellung im Schloss Ettersburg, „Hommage an das Bauhaus“.

In diesem begleitenden Vortrag zur Ausstellung erzählt Bavcar über sein Verhältnis zum Bild und zur bildenden Kunst und insbesondere zur Bauhaus-Schule. Bavcar hat den slowenischen Bauhaus-Schüler Avgust Cernigoj gekannt, der ihm „eine visuelle Vorstellung von Gropius, Klee und Kandinsky“ gegeben hat. Bavcar kannte Paul Klee vor allem durch sein Bild „Angelus Novus“ in der Beschreibung von Walter Benjamin. Dank Cernigoj hat er eine konkretere Vorstellung dieses Künstlers und der übrigen Bauhaus-Meister bekommen.

Bavcars fotografische Kunst ist keine Fotografie im herkömmlichen Sinne, es ist konzeptuelle Kunst. Bavcar sagt von sich „Ich bin kein Fotograf, sondern ein fotografierendes Wesen“ („un être photographiant“).

Evgen Bavcar, geb. 1946 in Slowenien, blind seit 1958, lebt seit 1972 in Paris. Er ist Dr. der Sorbonne und Dr. h.c. von 2 weiteren Universitäten (Mexiko und Nova Gorica). Er war jahrelang wiss. Mitarbeiter des französischen CNRS. Er ist Mitglied des Instituts für kritische Studien in Mexiko, wo er das Labor des Unsichtbaren leitet.

Sein bekanntestes Werk ist „Le voyeur absolu“ (Paris, éd. du Seuil 1992, dt. „Das absolute Sehen“, Suhrkamp 1994), außerdem „Die Säge“ (Galrev 2006).

 

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