Beginn: 18:00 Uhr  |  End: 19:30 Uhr
17. Januar 2019
1
Eintritt frei

Literatursalon: La comtesse de Ségur

17. Januar 2019
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Eintritt frei

Warum die Comtesse de Ségur? Die Werke der Kinderautorin, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert gelebt hat, wurde von mindestens fünf Generationen mit Vergnügen gelesen. Die Texte der Comtesse de Ségur wirken zumindest auf Kinder von heute etwas veraltet ; aber bei den Eltern stößt sie noch auf großes Interesse.

Ihre Bücher verströmen einen Duft alter Zeiten. Sitten und Regeln haben sich verändert und Kinder werden anders erzogen. Manchmal benötigt es einige Mühen, um eine kindliche Reaktion gegenüber ihren Eltern oder eine elterliche Strafe nachvollziehen zu können.

Das Wichtigste bleibt aber wahr: Kinder kommen mit Stärken und Schwächen zur Welt, die die kleinen Figuren der Comtesse de Ségur wunderbar illustrieren. Sie spricht das Herz an. Als Mutter, Großmutter und Erzählerin kannte sie Kinderherzen sehr gut.

Ferner ist die Comtesse im Kopf jung geblieben auch als Russin, der es nicht gelungen ist, alle Regeln der französischen Gesellschaft zu  befolgen. Wahrscheinlich ist sie dank ihres großen Herz' und ihrer Ehrlichkeit seit anderthalb Jahrhunderten immer noch so beliebt!

Für die Katholiken wird sie als Mutter der Kirche betrachtet, da sie La Bible d’une grand-mère geschrieben hat und ihr Sohn, Mgr de Ségur, heilig gesprochen wurde; sie wird von der Nachwelt an ähnlicher Stelle wie Balzac genannt, weil sie eine echte „menschliche Komödie“ der Kinderwelt geschrieben hat; wird von Psychoanalytikern studiert; wird von Soziologen bewundert, weil sie verstanden haben, dass ihr Werk das exakte Abbild Frankreichs zur Zeit des Zweiten Kaiserreiches ist; und wird auch von Literaturkritikern, die sie als eine der größten Schriftstellern der 19. Jahrhundert halten, ernst genommen.

Ihr General Dourakine ist eines Vater Goriot würdig und ihr Gaspard eines Rastignac.

Der Literatursalon wird präsentiert von Françoise Linckelmann und Sylvie Tyralla-Noël.

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