Ouaga Girls © Deutsches Filmmuseum
30. Januar
16. Februar 2019

Beginn: 20:15 Uhr  |  End: 22:30 Uhr
8.00 € / 6.00 € (ermäßigt)

Africa Alive bietet zum 25ten Mal afrikanisches Kino und mehr

30. Januar
16. Februar 2019

Beginn: 20:15 Uhr  |  End: 22:30 Uhr
8.00 € / 6.00 € (ermäßigt)

Aktuelles afrikanisches Kino, spannende Themenreihen und Werkschauen bedeutender Filmschaffender – das bietet seit 25 Jahren Africa Alive. 1994 gegründet, gibt das Festival afrikanischen Künstler*innen aus Film, aber auch Literatur und Musik in Frankfurt ein breites Forum.

Das junge afrikanische Kino spiegelt seit einigen Jahren einen grundlegenden Wandel wider. Trotz gesellschaftlicher und politischer Widerstände und der anhaltenden Dominanz westlicher Interessen wird der Drang, das eigene Leben zu bestimmen, für junge Menschen in vielen Ländern Afrikas immer größer. Das zeigen Filme wie MAKI’LA (2018), SUPA MODO (2018) oder der Dokumentarfilm OUAGA GIRLS (2017), die junge Frauen dabei begleiten, wie sie ihren eigenen Weg suchen und finden.

Das Festivaljubiläum bietet auch Anlass, einen Blick zurück zu werfen. War es in früheren Jahren oft schwierig, qualitativ hochwertige Kopien afrikanischer Filmklassiker zu zeigen, haben sich zuletzt mehrere Projekte der Digitalisierung afrikanischer Filmklassiker gewidmet. Zu den faszinierenden Ergebnissen zählt HYÈNES (SN/CH/FR 1992) von Diop Dribil Mambety. Mit SAMBA TRAORÉ (BF/FR/CH 1992) gedenken wir des bekannten Filmemachers Idrissa Ouedraogo, der im Februar 2018 verstorben ist.

Die Werkschau ist dem bekannten kamerunischen Filmemacher Jean-Pierre Bekolo gewidmet. Die Werke des Regisseurs widersetzen sich hartnäckig den westlichen Erwartungen an afrikanisches Kino, indem sie Genres mixen und Pop mit Politik verknüpfen. Die französische Presse betitelte Bekolo, der seit Jahren auf internationalen Festivals Preise einsammelt, als „Afro-Futurist“, der Afrika neu erfinden wolle. Neben Klassikern wie QUARTIER MOZART (CM/FR 1992) oder LES SAIGNANTES (CM 2005) stehen neue Filme wie AFRIQUE, LA PENSÉE EN MOUVEMENT Part I (2018) auf dem Programm und auch neue Formate wie die Fernsehserie OUR WISHES (CM 2016).

 

Mittwoch, 30.01.2019

20:15 Uhr

I AM NOT A WITCH

Großbritannien/Frankreich/Deutschland 2017. R: Rungano Nyoni.

D: Margaret Mulubwa, Henry B. J. Phiri, Nancy Mulilo, Margaret Sipaneia

93 Min. DCP. bemba, nyanja, tonga, englische OmeU

 

Shula ist zwar noch keine zehn Jahre alt, wird aber nach einem nichtigen Vorfall im Heimatdorf der Zauberei beschuldigt und in ein Hexenlager geschickt.

Dort soll sie fortan gemeinsam mit anderen älteren Frauen an langen weißen Bändern angebunden auf den Feldern arbeiten und andere Arbeiten verrichten.

Eine Geschichte von Macht und Freiheitsdrang inspiriert von dem starken Aberglaube in ihrem Heimatland Sambia hat die Regisseurin, mit eindrucksvollen Bildern als sozial Satire mit surrealistischen Anklängen inszeniert.

 

Donnerstag, 31.01.2019

18:00 Uhr

TILAÏ The Law

Burkina Faso/Frankreich/Schweiz 1990. R: Idrissa Ouedraogo

D: Rasmane Ouedraogo, Ina Cissé, Roukietou Barry, Assane Ouedraogo

81 Min. 35mm.  Moré OmdfU

 

Saga kehrt nach zwei Jahren Abwesenheit in sein Dorf zurück, wo er feststellt, dass seine frühere Verlobte Nogma, mittlerweile die zweite Frau seines Vaters ist. Aber Saga und Nogma lieben sich noch immer. Sie trotzen Familie und Tradition und beginnen eine unerlaubte Romanze. In den Augen der Dorfgemeinschaft ist das Inzest und Saga soll dafür sterben.

Ouedraogo greift das Thema der Toleranz auf und verbindet es mit einer Reflexion über die Tradition.

Ouédraogos Meisterwerk wurde mit dem Hauptpreis bei FESPACO und dem Grand Prix von Cannes ausgezeichnet.

 

Donnerstag, 31.01.2019

20:30 Uhr

FRONTIÈRES Borders

Burkina Faso 2017. R: Apolline Traoré.

D: Amelie Mbaye, Naky Sy Savane, Unwana Udobang.

90 Min. DCP. französische OmU

 

FRONTIÈRES begleitet vier Frauen auf einer Busreise von Dakar, Senegal nach Lagos, Nigeria über sieben Tage hinweg. Fünf Ländergrenzen haben die Frauen zu passieren, die allmählich und zunächst unfreiwillig eine Gemeinschaft bilden. Dabei erlebt sie alle möglichen Formen von Unrecht, sexuelle Belästigung und Erpressung durch Männer und Regierungen, die die Grenzen kontrollieren. um ihren Lebensunterhalt mit dem Handel von Waren bestreiten zu können. FRONTIÈRES bietet einen schonungslosen Blick auf das, was Frauen auf der Straße widerfährt, ohne dabei, ebenso wie die Protagonistinnen, den Weg aus den Augen zu verlieren.

 

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