Literaturpreise & Übersetzungen

Neuerscheinungen

Die Übersetzungen literarischer Werke vom Deutschen ins Französische und vom Französischen ins Deutsche zeugen von der Vitalität des Austauschs zwischen beiden Ländern. Um die Intensität der literarischen Kooperation zu dokumentieren, stellt das Bureau du Livre jährlich eine Liste der in deutscher Übersetzung erscheinenden französischen Titel zusammen.

Franz-Hessel-Preis

Der im Jahr 2010 ins Leben gerufene deutsch-französische Franz-Hessel-Preis für zeitgenössische Literatur wurde am 11. Oktober 2017 zum 6. Mal durch Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die französische Kulturministerin Françoise Nyssen übergeben. Die Preisträger 2016 sind Philippe Forest (La Crue, Gallimard) und Christine Wunnicke (Der Fuchs und Dr. Shimamura, Berenberg Verlag). 2015 erhielten diesen Preis Ulrich Peltzer (Das bessere Leben, S.Fischer Verlag) und Michaël Ferrier (Mémoires d'outre-mer, Gallimard). 2014 ging der Preis an die Autoren Esther Kinsky (Am Fluß, Matthes & Seitz Berlin) und Christine Montalbetti (Plus rien que les vagues et le vent, P.O.L).

Die Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Ziel des Preises ist die Vertiefung des literarischen Dialogs zwischen Deutschland und Frankreich und die Förderung zeitgenössischer Autorinnen und Autoren, die im Nachbarland noch nicht bekannt und in der Regel auch noch nicht übersetzt sind. Der Franz-Hessel-Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Außerdem wird den Preisträgerinnen eine Schriftstellerresidenz in der Stiftung Genshagen angeboten, die voraussichtlich im Herbst realisiert wird. Der Franz-Hessel-Preis wird gemeinsam von der Villa Gillet (Lyon) und der Stiftung Genshagen ausgerichtet und von einer neunköpfigen deutsch-französischen Jury zuerkannt. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Ministère de la Culture et de la Communication finanzieren  diesen Preis.

Deutsch-französischer Jugendliteraturpreis

Der junge Deutsch-französische Jugendliteraturpreis ist ein Staatenpreis für zeitgenössische Jugendliteratur in Deutschland und Frankreich und wird jährlich für ein herausragendes Werk der deutschen und französischen Kinder- und Jugendliteratur verliehen. Es wurde zum fünften Mal  am 19. Mai 2017 verliehen. Ausgezeichnet wurden die Autorinnen Angela Mohr (Deutschland) mit "Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen" (Arena) und Muriel Zürcher (Frankreich) "Robin des graffs" (Editions Thierry Magnier).

Ziele des Preises sind die Vertiefung des literarischen Brückenbaus zwischen Deutschland und Frankreich und die Förderung bisher unbekannter zeitgenössischer Jugendbuchautoren. 2016 wurden die beiden deutschen Jungautoren Julia Balogh und Birgit Murk ("Geteilte Ansichten. Jugendliche stellen Fragen zur Deutschen Einheit", Ueberreuter Verlag) und der Franzose Olivier Laporte ("Voyage en Caloptérie", Ane Bâté) ausgezeichnet.

Die Shortlist für 2018 wurde am 14. Oktober 2017 auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Sechs deutsche und sechs französische Bücher aus den Verlagen beider Länder gehen nun ins Rennen um den begehrten Preis.

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