© Charlie Jouvet

NACHT DER ÜBERSETZUNG

Am 26. Januar 2017 lud das Institut français Deutschland zu einer Nacht der Übersetzung ein - einer Nacht des Austauschs und des Teilens für ÜbersetzerInnen und Sprachbegeisterte

Auf Initiative des Französischen Außenministeriums und des Institut français Paris fand am 26. Januar 2017 in der ganzen Welt – von Dakar bis Los Angeles, von Buenos Aires bis Katmandou – eine Nacht der Ideen zum Thema „Un monde commun“ [„Eine gemeinsame Welt“] statt. Auch das Institut français Deutschland nahm an dieser weltweiten Veranstaltung teil und lud am 26. Januar 2017 zu einer „Nacht der Übersetzung“ ins Maison de France am Berliner Kurfürstendamm ein.

Die Frankfurter Buchmesse 2017, bei der Frankreich als Ehrengastland auftreten wird, gibt Anlass zur Frage, wie die Übersetzungsarbeit die Übertragung von Ideen, Konzepten und Werken innerhalb der deutsch-französischen Beziehungen beeinflusst. Auf europäische Ebene bezogen brachte es Umberto Eco mit seinem bekannten Ausspruch auf den Punkt: „Die Sprache Europas ist die Übersetzung.“ Berlin darf – historisch gesehen – von sich behaupten, im Zentrum Europas zu stehen. Aus dieser Position heraus kann hinterfragt werden, wie Ideen reisen, von wem sie übertragen, zur Kenntnis genommen, ja vielleicht sogar verändert werden in dem Karussell der Sprachen, das von den ÜbersetzerInnen angeführt wird. Genau diese – die zahlreichen Übersetzer und Übersetzerinnen, die sonst allzu oft im Hintergrund bleiben – wollte die Nacht der Übersetzung in den Fokus des Interesses rücken.

Kleinere und größere Veranstaltungsformate haben einen vielfältigen Einblick in das reiche Spektrum der Übersetzungsarbeit gegeben. Auch ein ARTE-Workshop zum Simultandolmetschen war Teil des Programms sein.

 

 

   

Pidji-Photography / Pierre-Jérôme Adjedj

 

Hier noch einmal die Eckpunkte der Veranstaltung:

WO? im Institut français de Berlin / Maison de France, Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin

WANN? am 26. Januar 2017, ab 18 Uhr (Einlass 17h30)

WAS?

  • Gesprächsrunde zur literarischen Übersetzung und den Grenzen des Unübersetzbaren
  • Vortrag vom Übersetzer der Asterix-Comics Klaus Jöken
  • Präsentationen zur Lyrik- und Philosophie-Übersetzung
  • Zweisprachige Performance-Lesung
  • Das Goldschmidt-Programm: ein tête-à-tête mit der neuen Übersetzergeneration
  • Auftritt der Band Franz Geil
  • ARTE-Workshop zum Simultandolmetschen
  • Lounge-Bereich mit Bar

WER?

  • Olivier Mannoni, Übersetzer und Biograf von Günter Grass, Übersetzer von Sigmund Freud, Stefan Zweig, Peter Sloterdjik, Martin Suter, Franz Kafka, Frank Witzel etc.
  • Klaus Jöken, Übersetzer der Asterix- und Lucky Luke-Comics
  • Nicole Bary, Übersetzerin von Herta Müller, Christoph Hein
  • Claudia Hamm, Übersetzerin von Emmanuel Carrère
  • Holger Fock, Übersetzer von Mathias Enard
  • Aurélie Maurin, Übersetzerin und Herausgeberin der Zeitschriften La mer gelée und VERSschmuggel
  • Vincent von Wroblewsky, Übersetzer von Jean-Paul Sartre und Dolmetscher
  • Frank Weigand, Theaterübersetzer, Journalist und Mitherausgeber der Anthologie "SCÈNE - neue Theatertexte aus Frankreich"
  • Thomas Depryck, Autor und Dramaturg
  • Gernot Kamecke, Übersetzer von Alain Badiou
  • Nicolas Beckers, Leiter des Sprachendienstes bei ARTE
  • Patricia Klobusiczky, Übersetzerin und Mentorin des Georges-Arthur-Goldschmidt-Programms 2017
  • die aktuellen TeilnehmerInnen des Goldschmidt-Programms
  • die Band Franz Geil

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