UniFrance-Präsident Serge Toubiana, Botschafterin Anne-Marie Descôtes, Staatsminister Michael Roth, Direktor der Frankfurter Buchmesse Jürgen Boos und Produzentin Mélita Toscan du Plantier © Eduardo Perez

Das Bureau du cinéma et des médias und die Berlinale

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin gehören zu den wichtigsten Filmfestivals weltweit. 1951 gegründet, fand die erste Berlinale unter der Leitung von Alfred Bauer statt. Die Alliierten wollten damit ein „Schaufenster der freien Welt“ etablieren. Das Festival findet jedes Jahr Anfang Februar in Berlin statt. Ein riesiger Filmmarkt, Retrospektiven und verschiedene Sektionen komplettieren das Hauptprogramm, den internationalen Wettbewerb um die besten Spielfilme.

Der beste Film wird mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Der Silberne Bär und der Große Preis der Jury gehen an die beste Regie sowie an den besten Darsteller und die beste Darstellerin. Die Jury setzt sich aus Fachleuten aus der Filmbranche und Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur zusammen.

Rund 200 000 Fachleute aus 120 Ländern, darunter 4 200 Journalisten, sind jedes Jahr auf der Berlinale. Etwa 430 000 Zuschauer – Fachpublikum oder gemischtes Publikum – besuchen die Vorstellungen.

Unter den Preisträgern des Goldenden Bären waren immer wieder französische Filme: Lohn der Angst von Henri-Georges Clouzot (Frankreich/Italien) 1953; Schrei, wenn du kannst von Claude Chabrol 1959; Lemmy Caution gegen Alpha 60 von Jean-Luc Godard (Frankreich/Italien) 1965; Der Lockvogel von Bertrand Tavernier 1995; Central Station von Walter Salles (Frankreich/ Brasilien) 1998; Intimacy von Patrice Chéreau 2001.

Das Bureau du cinéma unterstützt folgende Sektionen

Internationales Forum des Jungen Films

Das Internationale Forum des Jungen Films wurde 1970 von den Leitern der Deutschen Kinemathek Ulrich und Erika Gregor gegründet und wird heute von Christoph Terhechte geleitet. Das Forum präsentiert eine Auswahl unabhängiger Filme. Zahlreiche Regisseure haben hier ihren ersten Film vorgestellt und konnten so internationale Anerkennung erlangen: Raoul Ruiz, Peter Greenaway, die Gebrüder Taviani sowie Jean-Luc Godard, Jacques Rivette, Jean Eustache, Léos Carax, Olivier Assayas, Jean-Claude Biette und auch Yolande Zaubermann. Das Forum wird schon seit Jahren vom Bureau du cinéma et des médias des Instiut français unterstützt, um französische Filme für diese Sektion auszuwählen.

Berlinale Talents

Das Projekt Berlinale Talents, das 2003 ins Leben gerufen wurde, ist ein Austauschforum, das jedes Jahr 300 junge Talente und 150 Experten aus der ganzen Welt miteinander vernetzt. Eine ausgezeichnete Plattform also für den Dialog und für den Erfahrungsaustausch. Mit dabei waren schon Sandrine Bonnaire, Stephen Frears, Andrzej Wajda, Dennis Hopper, Jia Zhangke, Mike Leigh, Charlotte Rampling, Julie Delpy, Raoul Peck, Wim Wenders und Alexandre Desplat. Aus den hundert jungen Franzosen, die jährlich ihre Bewerbung für die Berlinale Talents einreichen, wird ca. ein Dutzend ausgewählt. Ihre Teilnahme wird vor allem Dank der Unterstützung des Institut français Deutschland finanziert.

 

Soirée française du cinéma

Die Soirée française du cinéma bietet jedes Jahr einen glanzvollen Rahmen, um anlässlich der Berlinale zusammen mit zahlreichen Filmschaffenden aus Deutschland und Frankreich das französische Kino zu feiern. Im Mittelpunkt steht dabei nicht zuletzt die Film- und Medienzusammenarbeit zwischen beiden Ländern und in diesem Zusammenhang wird der französische Verdienstorden für Kunst und Literatur an deutsche Filmschaffende verliehen.

Der diesjährige Empfänger des Ordens ist der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, der im letzten Jahr Frankreich als Gastland auf der Buchmesse willkommen hieß.

Unter den fast 500 Gästen in der Französischen Botschaft waren wieder zahlreiche Künstler, Schauspieler, Kulturschaffende und Filmteams aus Deutschland, Frankreich und der Welt.

Die Botschafterin begrüßte unter anderem das Team des Wettbewerbsfilms LA PRIÈRE mit Regisseur Cédric Kahn und dem Schauspieler Alex Brendemühl sowie den Regisseur Jean-Paul Civeyrac und die Schauspieler Corentin Fila und Andranic Manet des Panorama-Films MES PROVINCIALES.

Es kamen außerdem zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler, unter anderem Samuel Finzi, Christopher Buchholz, Lucie Aron, Daphné Patakia, Zazie de Paris, Timo Jacobs, Svenja Jung, Pierre Kiwitt, Stefano Cassetti, Isolde Barth, Guido Broscheit, Tomas Lemarquis und Anjorka Strechel, die Regisseure Claire Simon, Philip Gröning, Dietrich Brüggemann, Jan-Henrik Stahlberg, Jurymitglied Ulrike Oettinger, Tom Sommerlatte, Christoph Hochhäusler, Denis Dercourt, Romuald Karmakar, Aline Fischer und Jean-Paul Civeyrac sowie viele Mitglieder der Filmbranche, darunter auch Unifrance-Präsident Serge Toubiana. Zu den Gästen zählten auch Claudia Roth, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags sowie Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt und Beauftragter für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Die Soirée française du cinéma wird unterstützt von Ligne Roset, die französische Marke für moderne, zeitgenössische Möbel, dem Champagnerhaus POMMERY, Shan Rahimkhan Berlin sowie Chérie Chocolat.

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