E comme Europe Bild: william87 - stock.adobe.com

"E comme Europe"? Internationale Jugendbegegnungen von den 1950er Jahren bis heute

17. Juni 2021
19:00 - 20:30

Veranstaltungs-Infos

Dass Mainz und Umgebung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zur Französischen Besatzungszone gehörten, ist allgemein bekannt. Doch was passierte wirklich, als die Franzosen kamen? Inwiefern hat die französische Präsenz Vorbehalte oder auch Aussöhnungswünsche auf beiden Seiten bestärkt, welchen Einfluss hatte sie auf die Lebensrealität der Menschen in der Region?

Diese und andere Fragen zur deutsch-französischen Beziehung beleuchten wir in zwei Themenabenden unserer Jubiläumsreihe Ein Freund, ein guter Freund? – Frankreich und Deutschland nach 1945. Recherchiert und moderiert von Studierenden des deutsch-französischen Masterstudiengangs „Transnationaler Journalismus“ (Johannes Gutenberg-Universität Mainz / Université Sorbonne Nouvelle – Paris 3) gehen beide Veranstaltungen auf historische Spurensuche und fragen nach den Rückwirkungen auf die Aktualität.

Unter dem Motto „Jugend baut Europa“ versammelten sich zwischen dem 20. Juli und dem 6. September 1951 rund 35.000 Jugendliche aus etwa 15 europäischen Ländern auf dem Hochplateau der Loreley, darunter größtenteils Teilnehmer*innen aus der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich. Geprägt von Kriegserfahrungen und einer schwierigen Nachkriegszeit waren sie motiviert, Europa eine neue Form zu geben.

Wer waren diese Jugendlichen? Was bedeutete ihnen Europa? Wie präsent war der deutsch-französische Aussöhnungsgedanke in der Jugendbegegnung? Und wie unterscheidet sie sich von heutigen Initiativen?

Der zweite Themenabend unserer Jubiläumsreihe Ein Freund, ein guter Freund? – Frankreich und Deutschland nach 1945 beleuchtet die Rolle der Jugend im Kontext der europäischen Zusammenarbeit und des Austauschs von 1951, dem Gründungsjahr des Institut français Mainz, bis heute.

Während dieser Veranstaltung zeigen wir den Dokumentarfilm „E comme Europe“ von Geza Radvanyi (1952), in dem die Darstellung der Jugendbegegnung auf dem mythischen Felsen vor 70 Jahren von einem romantisierten Bild eines vereinigten, grenzenlosen Europas begleitet wird. Dass das Jugendtreffen durchaus unterschiedliche Visionen von Europa widerspiegelte, erklären uns die französische Historikerin Prof. Dr. Corine Defrance und der Germanist Michel Bataillon im Rahmen der anschließenden Gesprächsrunde (auf Deutsch). Herr Tobias Bütow, Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks, wird die Brücke zu heutigen Formen von deutsch-französischen Jugendbegegnungen schlagen.

Moderation: Guillaume Amouret, Elisa Kautzky
Recherche: Guillaume Amouret, Elisa Kautzky, Laura Roban

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Anmeldung unter: kultur.mainz@institutfrancais.de
Technische Details zur Einwahl/Teilnahme erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung per E-Mail.
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In Kooperation mit dem Journalistischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. 

Diese Veranstaltung ist Teil des Programms zum 70. Jubiläum des Institut français Mainz

Foto: © william87 - stock.adobe.com 

17. Juni 2021
19:00 - 20:30

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