Muriel pic

Nachsommer der Dichter

30. September 2021
19:00 - 22:00

Veranstaltungs-Infos

Der internationale „Nachsommer der Dichter“ ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Lyrik Kabinett, des Generalkonsulats der Schweiz, des italienischen Kulturinstituts, des französischen Instituts. Er führt jeweils im Frühherbst Lyriker und Lyrikerinnen aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen.

Sie lesen aus ihren Gedichten und diskutieren miteinander über das Potential der Lyrik, Grenzen zu überwinden: Wie gelingt dies zeitgenössischer Dichtung verschiedener Sprachen? In welchen Ausdrucksformen? Inwiefern ähneln und unterscheiden sich die lyrischen Traditionen und aktuellen Situationen der Literaturbetriebe in verschiedenen Ländern?

Dieses Jahr findet der Abend am Donnerstag, den 30. September ab 19:00 Uhr im Schweizer Verein statt. Der Abend wird von Antonio Pellegrino (BR) moderiert. 

Wir empfangen :

Jürg Halter(* 1980) aus der Schweiz

Jürg Halter ist ein Schweizer Dichter, Musiker und Performance-Poet. Bis Anfang 2015 war Halter unter dem Pseudonym Kutti MC auch als Rapper aktiv.

Halter studierte an der Hochschule der Künste Bern und machte sich durch Lesungen und Dichterfestivals (zum Beispiel Poetry Africa in Durban, Internationales Literaturfestival in Berlin, 14th American National Poetry Slam in Chicago und Buchmesse Leipzig) einen Namen. Er schrieb Beiträge in verschiedenen Kunstzeitschriften und Anthologien. Sein im Februar 2005 erschienenes Debütwerk, der Gedichtband Ich habe die Welt berührt, erhielt 2005 den Buchpreis des Kantons Bern.

Seit 2005 hatte Halter zahlreiche Auftritte an internationalen Literaturfestivals in Europa, Russland, den U.S.A., Japan und Afrika. Eigene Theater-Performance-Reihen u. a. im Theater Neumarkt in Zürich („Wir bauen uns die Welt, wie sie uns gefällt“, 2010 / 2011) und im Casinotheater in Winterthur und im Südpol Luzern („Die unglaublichste Talkshow der Welt“ 2009 / 2010 / 2013).

 

Donatella Bisutti (* 1947) aus Italien

Donatella Bisutti wurde in Mailand geboren. Nach dem Studium an der Universität Löwen in Belgien arbeitete sie als Journalistin und Autorin. Sie veröffentlichte mehrere Gedichtbände, von Inganno ottico über Colui che viene zu Rosa alchemica. Ihr Werk umfasst auch eine Aphorismensammlung (La parte dell’innocenza) und einen Roman (Voglio avere gli occhi azzurri).

Sie hat Bücher von Edmond Jabès und Bernard Noël übersetzt, sowie zeitgenössische Gedichte aus dem Englischen, dem Französischen und dem Portugiesischen ins Italienische übertragen. Literatur und Poesie sind ihre Ausdrucksweise, doch sie befasst sich auch immer wieder mit der Frage, wie sie diese besondere «Sprache» weitergibt, wie sie Erwachsene und Kinder an Gedichte und literarische Texte hinführen kann.

Die Arbeit als Literaturvermittlerin beschäftigt sie als Mitarbeiterin an verschiedenen Büchern und Zeitschriften, und als Gründerin und Herausgeberin der Zeitschrift Poesia e spiritualità. Ausserdem leitet sie Kurse und Workshops in kreativem Schreiben. Donatella Bisutti lebt in Mailand und in Madeira, in Portugal. 

 

Ulrich Koch (* 1966) aus Deutschland

Ulrich Koch wurde 1966 in Winsen an der Luhe geboren. Er lebt östlich von Lüneburg und arbeitet in Hamburg.

Er veröffentlichte Gedichtbände beim Residenz Verlag und in der Lyrikedition 2000 (Lang ist ein kurzes Wort). Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Förderpreis des Stuttgarter Schriftstellerhauses (2007), dem Hamburger Förderpreis fur Literatur (2011) und dem Hugo-Ball-Förderpreis (2011).

Im Herbst 2012 ist sein Gedichtband Uhren zogen mich auf im poetenladen Verlag, Leipzig, erschienen.

 

Muriel Pic (* 1974) aus Frankreich

Muriel Pic (1974), ist eine in Frankreich geborene Schriftstellerin, Essayistin und Videokünstlerin, die seit 2007 in der Schweiz als Dozentin und Auftragsforscherin für den Nationalfonds für wissenschaftliche Forschung und verschiedene Universitäten arbeitet.

Sie forscht über den Maler und Schriftsteller Henri Michaux und hat unter anderem Walter Benjamin herausgegeben und übersetzt. Ihre Monografie zum Werk von W.G. Sebald war wegweisend für die Rezeption des Schriftstellers in Frankreich.

Neben mehreren schöpferischen Kooperationen mit Fotografen hat sie Les désordres de la bibliothèque (Filigranes, 2010 und Reliquarios, Brasilien, 2014, trans. Eduardo Jorge de Oliveira, As desordens da biblioteca), Elégies documentaires (Macula, 2016 und Wallstein 2018, dt. Lukas Bärfuss, Elegische Dokumente), En regardant le sang des bêtes (Trente trois morceaux, 2017), und Affranchissements (Seuil, 2020) veröffentlicht. Dieses letzte Buch erhielt die besondere Erwähnung des Prix Wepler und wurde für den Prix Médicis essai nominiert.

Eine Kooperation von: Generalkonsulat der Schweiz, Institut français de Munich, Istituto Italiano di Cultura und Stiftung Lyrik Kabinett

Donnerstag, 30. September 2021, 19 Uhr

Begrenztes Platzangebot; nur nach Anmeldung: mun.sekretariat@eda.admin.ch.

Bitte geben Sie dazu Ihre Adresse, Telefonnummer, Mailadressse an (ggf. auch Ihren Status als geimpft oder genesen).

Veranstaltungsort: Schweizer Haus, Leopoldstr. 33

Eintritt: € 8 / € 6; Mitglieder Lyrik Kabinett: ermäßigter Eintritt

30. September 2021
19:00 - 22:00

Schweizer Verein
Leopoldstr. 33
80802 München
Deutschland