Büro für Film und Medien

Die Zusammenarbeit im audiovisuellen Bereich ist eine wichtige Komponente der französischen Kultur in Deutschland. 

DIE FILMBRANCHE

Zu den wichtigsten Aufgaben des Bureau du cinéma et des médias des Institut français Deutschland zählen die Verbreitung und Vermarktung audiovisueller Werke in Deutschland sowie die Förderung der Kooperation zwischen deutschen und französischen Film- und Medienschaffenden.

Deutschland ist gemessen an den Besucherzahlen nach Frankreich und Großbritannien das drittgrößte Kinoland in Europa und der wichtigste Absatzmarkt für französische Filme im Ausland. Mit unserer Französischen Filmwoche fördern wir den Import französischer Filme nach Deutschland. Die Filmwoche ist eine ideale Plattform, um französische Filme in deutsche Kinos zu bringen, die bei Presse und Publikum großen Anklang finden. Wir arbeiten in diesem Zusammenhang eng mit UniFrance films und den deutschen Filmverleihern zusammen und unterstützen sie das ganze Jahr über bei der Organisation von Deutschlandpremieren französischer Filme.

Darüber hinaus beteiligt sich das Bureau du cinéma et des médias an großen Filmfestivals wie der Berlinale, dem Filmfest München, den französischen Filmtagen in Hamburg oder in Tübingen und trägt durch seine Mithilfe bei der Vorführung französischer Filme, die nicht unbedingt für den deutschen Markt vorgesehen waren, zur Strahlkraft des französischen Kinos bei.

DIE FERNSEHBRANCHE

Seit 2012 ist der deutschsprachige Raum (Deutschland und Österreich) der wichtigste Markt für französische Fernsehprogramme. Das Bureau du cinéma arbeitet regelmäßig mit französischen Anbietern audiovisueller Medien zusammen. In Zukunft wollen wir verstärkt französische TV-Serien in Deutschland fördern, die sich weltweit großer Beliebtheit erfreuen.

DIE VIDEOSPIELBRANCHE

In den ersten Monaten des Jahres 2020 erreichte nicht nur die Zahl der Spieler auf vielen Plattformen aufgrund der Auswirkungen der Pandemie Rekordwerte, auch der Spielemarkt erlebte in diesem Zeitraum ein deutliches Wachstum: Insgesamt 3,7 Milliarden Euro wurden in Deutschland im ersten Halbjahr mit Spielen und Spielgeräten umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 27 %, wie der Verband der deutschen Games-Branche im September 2020 mitteilte. Obwohl Deutschland ein Land mit einer großen Anzahl von Spielern und Konsumenten von Videospielen ist, entwickeln leider zu wenige Entwickler aus deutschen Studios Videospiele. Tatsächlich machen deutsche Spiele weniger als 5 % des deutschen Marktes aus, und die Zahl der Beschäftigten in der Videospielindustrie ist nach wie vor gering.  Es bleibt zu hoffen, dass die 2019 von der Bundesregierung beschlossene "Games-Förderung" in Höhe von 250 Millionen Euro, die bis 2026 gilt, es den Videospielentwicklern ermöglicht, mehr Videospiele made in Germany zu entwickeln.