Frugalité créative

Frugalité créative - Weniger ist genug

15. März 2021 - 31. Dezember 2022

Veranstaltungs-Infos

Ein deutsch-französisches Projekt zu nachhaltigem Bauen, Wohnen, Leben.

Die Wanderausstellung "Frugalité créative - weniger ist genug" bietet einen deutsch-französischen Austausch und beleuchtet die verschiedenen Positionen anhand von Beispielen frugaler Architektur, die auf beiden Seiten des Rheins entstanden sind.

Der Bausektor erzeugt etwa 40% der Treibhausgase und 40% der Abfälle und verbraucht dabei mehr als 40% der Ressourcen. Sowohl in der Architektur, als auch in der Stadt- und Raumplanung ist daher ein Paradigmenwechsel hin zu einer ressourcenschonenden und kreativen Herangehensweise unumgänglich. Um diesen voranzutreiben haben Dominique Gauzin-Müller (Architektin und Publizistin), Alain Bornarel (Ingenieur) und Philippe Madec (Architekt und Stadtplaner) im Januar 2018 die Bewegung „Frugalité heureuse” ins Leben gerufen und das "Manifest für eine glückliche und kreative Genügsamkeit“ verfasst. Der Bund deutscher Architekten (BDA) hat im Mai 2019 einen Text mit ähnlichem Inhalt unter dem Titel "Haus der Erde" veröffentlicht. Das gemeinsame Ziel ist eine Architektur, die mit natürlichen Ressourcen respektvoller umgeht, die das Wissen aus vernakulären Bauten nutzt und ein Gleichgewicht zwischen Tradition und Moderne sucht.

Die Wanderausstellung "frugalité créative - weniger ist genug" bietet einen deutsch-französischen Austausch und beleuchtet die verschiedenen Positionen anhand von Beispielen frugaler Architektur, die auf beiden Seiten des Rheins entstanden sind. Diese zweisprachige Ausstellung wird am 15. März 2021 im Wechselraum des BDA in Stuttgart eröffnet. Danach reist sie nach Karlsruhe (Hochschule für Gestaltung) und Freiburg (Französisches Kulturzentrum), dann in die gesamte französische Region Grand Est, wo sie im Maison de l'architecture de Lorraine in Nancy, im Maison de l'architecture de Champagne-Ardenne in Châlons-en-Champagne, im Maison européenne de l'architecture du Rhin supérieur in Straßburg und schließlich im Jahr 2022 in der Zentrale der regionalen Naturparks gezeigt wird.

Die Kuratorinnen Dominique Gauzin-Müller und Kyra Bullert haben 20 beispielhafte Bauten in Frankreich (Grand-Est) und 15 im deutschsprachigen Raum (in Baden-Württemberg, in der Schweiz und im Vorarlberg) für die Ausstellung ausgewählt. Studierende der Universität Stuttgart haben die Recherche und die ergänzende Dokumentation der 15 deutschen Projekte übernommen. Gemeinsam mit der Kommunikationsdesignerin Anna Kraus schuf der Architekt und Ausstellungsgestalter Thomas Rustemeyer eine zeitgenössische Szenografie, die das Publikum zur Interaktion einlädt. Begleitet wird die Ausstellung von Vorträgen, Gesprächsrunden, Workshops und Exkursionen an den jeweiligen Orten ihrer Reiseroute. Dieses grenzüberschreitende Projekt wurde vom Französischen Institut Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Kulturzentrum Karlsruhe und dem Verein Frugalité heureuse et créative Paris initiiert.

Die gesamte Ausstellung sowie Informationen über die aktuelle Präsentation finden Sie unter www.wenigeristgenug.eu

Das Projekt wird von der Baden-Württemberg Stiftung/ Programm Nouveaux Horizons und dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds unterstützt.

 

15. März 2021 - 31. Dezember 2022

Institut francais Stuttgart, CCFA Karlsruhe, Frugalité heureuse & créative Paris, Maisons de l'architecture Grand Est, Universität Stuttgart